12 Jun
… lehnt sie aber generell nicht ab.
Ich muss ja zugeben, dass ich mich jedesmal wie ein kleines Kind freue, wenn den Bestrebungen Internetsperren zu errichten Steine in den Weg geworfen werden – es ist eine der wenigen Gelegenheiten, wo man mit den Fingern auf Leute zeigen und “HA-HA!” rufen darf, ohne sich schlecht zu führen.
Schlagworte: Internetsperren, Killerspieldebatte, Politik und Gesellschaft, Stasi 2.0
11 Jun
Überraschender Weise kommt ein Aufruf zum Aufstand gegen die Internetsperren von der SPD-Basis. Denn diese will auf dem Parteitag am kommenden Sonntag ihre Bundestagsfraktion dazu drängen, das Netzsperren-Gesetz zu verhindern.
Schlagworte: Internetsperren, Killerspieldebatte, Politik und Gesellschaft, Stasi 2.0
8 Jun
Ich freue mich immer über Feedback, egal ob es Lob oder Kritik ist, als auch über Einsendungen und Themenwünsche meiner Leser (siehe RC ;) ). Darum will ich Euch auch einen kleinen Erlebnisbericht über die Demo am Freitag nicht vorenthalten, den ich von meinem Leser Stolan erhalten habe. …heh, ‘mein Leser’ hätte nie gedacht, dass ich das mal schreiben würde.
Jedenfalls immer nur her damit, ich versuche auf jede Mail zu antworten. (weiterlesen …)
Schlagworte: Demo, Killerspieldebatte, Politik und Gesellschaft, Stasi 2.0
8 Jun
Bis jetzt zwar nur ein Vorschlag der Innenminister, doch der Widerstand lässt nicht lange auf sich warten. Viele Bürger, als auch der Deutsche Kulturrat wehren sich gegen den Vorstoß, den die Innenministerkonferenz hervorgebracht hat.
Gamer und die Industrie planen Petitionen gegen das angedachte Verbot, bevor dieses überhaupt ausgearbeitet ist, so hat der Computec-Verlag seit dem 5ten eine Vorlage online, die man über Abgeordnetenwatch.de an dort zu findende Politiker senden soll.
Schlagworte: Killerspieldebatte, Politik und Gesellschaft, Stasi 2.0
8 Jun
Moin, moin. Ich habe über Nacht drei (!) Emails und gestern Abend zwei Anfragen im ICQ von insgesamt fünf verschiedenen Leuten bekommen, ob ich nicht auch mal was auf meinem Blog zu dem “beschlossenen Killerspielverbot” sagen kann. Da das für meine Verhältnisse ‘ne ganze Masse ist, hab ich beschlossen diesen Post zu verfassen…
Schlagworte: Games, Gaming, Killerspieldebatte, Stasi 2.0
7 Jun
Es scheint als wäre die Demo für Jugendkultur am Freitag ein voller Erfolg gewesen, hier ein Video zu der Demo.
Schlagworte: Gaming, Killerspieldebatte, Stasi 2.0
5 Jun
Heute haben sich die Innenminister von Bund und Länder, auf ihrem Frühjahrstreffen im Bremerhaven auf ein schärferes Vorgehen gegen “Killerspiele” geeinigt. Und ich muss sagen, es freut mich … denn jetzt laufen wir Gamer nicht mehr Gefahr jemand zu Unrecht zu beschuldigen, wenn wir allen Innenministern vorwerfen, dass sie sich im Superwahljahr des sinnlosen, politischen Aktionismus schuldig machen.
Schlagworte: Gaming, Internet, Killerspieldebatte, Stasi 2.0
24 Mai
Meine Fresse heute passiert irgendwie nicht viel in der Welt und ich bin zu viel im Garten, als dass ich heute groß das Netz durchsuchen könnte. (Das Wetter ist einfach nur geil!) Aber wenn jemand ein brandheißes Thema findet, ist sie oder er herzlich eingeladen mir dieses zu mailen. ;)
Aber zu dem was ich gefunden habe:
Während wir mit der ganzen Zensur, Indizierung und diversen Vorstößen “Killerspiele” doch mit Kinderpornographie gleichzusetzen, eigentlich im “Hard Core”-Modus spielen, haben es die Amis noch einfach.
Schlagworte: Killerspieldebatte, Schwarzenegger
4 Mai
Kaum könnte man meinen, es sei etwas öffentliches Gras über den Amoklauf von Winnenden gewachsen, scheinen nun zum ersten Mal nach dem ersten Mai, die Restalkoholbestände im Blut diverser CDU und CSU Politiker soweit gesunken zu sein, dass sie nun wieder zu politischen Äußerungen in der Lage sind… …was scheinbar nicht bedeutet, dass der Restalkohol soweit gesunken ist, dass sie dieses auch guten Gewissens tun sollten.
Wie diverse Medien berichten, zeigt nun auch der der Innenminister Baden-Württembergs, Herbert Rech (CDU), Anwandlungen die Gruppe der 18 bis 32 Jährigen Wähler für die Bundestagswahl dieses Jahr zu vergraulen. Killerspielen den Sündenbock aufzudrücken, hat zwar eine gewisse Tradition in der CDU, die Dummheit es aber so massiv vor einer anstehenden Wahl zu tun war bisher nur der CSU vorbehalten.
Rech begrüßte in einem Interview gegenüber der „Badischen Neusten Nachrichten“ die Absage der ESL in Stuttgart durch die Stadtleitung und ließ zugleich verlauten, dass er einer Veranstaltung am 5. Juni in Karlsruhe kritisch gegenüber stünde, wobei es sich hierbei um die „Friday Night Game“ handelt.
Zurück nach Bayern:
…denn dort fordert unser guter alter Freund Innenminister Joachim Herrmann und sowie die örtliche Sozialministerin Christine Haderthauer eine Überarbeitung der Kriterien bei der Bewertung der Altersfreigabe von Computerspielen… …und wenn ich raten müsste, tun sie vermutlich dass ohne sich bisher mit den Kriterien und Vorgängen intensiv auseinandergesetzt zu haben, geschweige denn jemals ein solches ‘Ballerspiel’ gespielt zu haben.
Haderthauer möchte darüber hinaus jugendliche Testkäufer einsetzen, um den Verkauf von alterbeschränkten Ballerspielen an Jugendliche zu verhindern. Wobei ich persönlich nicht verstehe, warum dieses nicht schon längst auch bei Filmen und Alkohol gemacht wird, und wenn es doch gemacht wird, warum das bisher bei Computerspielen nicht gemacht wurde.
“Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass ein ganz großer Teil der Kinder und Jugendlichen Spiele, die für ihr Alter nicht zugelassen sind, am Ladentisch erworben haben”, sagte die Ministerin dem Radiosender Antenne Bayern. Deshalb sollten bereits in den nächsten Wochen minderjährige Testkäufer in ganz Bayern Stichproben machen.
Hey, ich habe noch viel größere Indizien dazu, dass sich die meisten Jugendlichen diese Spiele aus dem Internet herunterladen. Wie wäre es, wenn man zuerst die Eltern sensibilisiert? Aber da es viel zu schwer wäre die Eltern nicht für das Thema: “Was spielt mein Kind da eigentlich?” und “Wie geht es meinem Kind?” empfänglich zu machen, sucht man einen leichteren Weg. Vor allem einen, bei dem man nicht so viel arbeiten oder denken muss. Folgend, fordert Haderthauer eine neuen Kriterienkatalog für die USK:
“Ich möchte da eine ausgewählte Gruppe nehmen, zum Beispiel Anwärter aus der öffentlichen Verwaltung, die entsprechend vorbereitet und geschult werden”, erläuterte Haderthauer. Eine entsprechende Initiative solle am Dienstag im Kabinett beschlossen werden.
Die Frage ist hierbei, wer diese Anwälte auswählt. Sollte es so laufen, dürfen wir uns auf ein ausgewähltes, unabhängiges Gremium freuen, das – sobald es in den Augen der CDU/CSU zu lasch bei der Spielbewertung wird – durch ein anderes ausgewähltes, unabhängiges Gremium ersetzt wird.
Außerdem sollen der CSU-Politikerin zufolge die Kriterien bei der Bewertung der Altersfreigabe überarbeitet werden. “Die Altersfreigabe macht den Bock zum Gärtner”, sagte Haderthauer. Sie werde finanziert und organisiert von der Spielewirtschaft. Habe ein Spiel eine Freigabe erhalten, könne es nicht mehr verboten werden, selbst wenn sich nachträglich eine Jugendgefährdung herausstelle. “Es kann nicht sein, dass dem Staat hier die Hände gebunden sind”, mahnte die Ministerin.
Absolut. Allein wenn ich mir den Beirat ansehe, sehe ich hierbei ausschließlich nur vorbelastete und voreingenommene Individuen.
Der Beirat der USK – (Stand: September 2008)
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ)
Gerd EngelsFachhochschule Köln, FB Sozialpädagogik
Prof. Dr. Jürgen FritzStändiger Vertreter der OLJB bei der USK
Jürgen HilseDeutsche Bischofskonferenz
Wolfgang Hußmann (Beiratsvorsitzender)Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz
Regina KäsebergThüringer Kultusministerium (KMK)
Dr. Christina KindervaterAG Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW
Jan LievenBundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU)
Olaf WoltersBundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM)
Elke Monssen-EngberdingSIN – Studio im Netz (Bundesvereinigung Kultureller Jugendbildung e.V.)
Hans-Jürgen PalmeSprecherin des Gutachterteams der USK
PD Dr. Ulrike PilarczykMinisterium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW
Jürgen SchattmannStadt Köln – Amt für Kinder, Jugend und Familie Lindenthal/Ehrenfeld
Stephan SchmidtEvangelische Kirche in Deutschland (EKD)
OKR Udo HahnBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Susanne SchusterG.A.M.E – Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V.
Claas Oehler
Und natürlich ist die Aussage “Sie werde finanziert und organisiert von der Spielewirtschaft.” besonders amüsant, wenn man bedenkt, dass die Spielewirtschaft erst einmal ein Bewertungsverfahren bezahlen und in Auftrag geben muss, damit ihr Spiel überhaupt unter 18 Jahren freigegenen wird, denn spiele ohne USK-Siegel sind ab 18, ganz egal ob es sich dabei um “Hello Kitties Island Adventure” oder “Doom 4″ handelt. Punkt.
Was man von der USK sagen möchte hin oder her, aber die Tatsache das eine Landesvettel aus Bayern einem der schärfsten Jugendschutze der freien Welt Voreingenommenheit vorwirft ist eine Unverschämtheit. Darüber hinaus, wie sollte sich denn ein Spiel nach einem so intensiven Testen im Nachhinein als jugendgefährdend herausstellen? Ich denke kaum, dass ein Spielkonzern es sich leisten möchte für den deutschen Markt ein „Super Splatter Pack“ als DLC herauszubringen.
Joachim Herrmann forderte darüber hinaus, “dass die USK ihre Beurteilungspraxis schleunigst ändert”. Außerdem sollten sich “die Jugendschutzbehörden der Länder künftig häufiger quer legen”. Wichtig sei, “das Jugendschutzgesetz so zu ändern, dass die Bundesprüfstelle unabhängig davon tätig werden kann”
Wenn Bayern die Zusatzkosten trägt, die ein solches nachträgliches Prüfverfahren kostet, wäre ich auch dafür…
…nicht weil ich es für nötig halten würde, nur um den Bayern eins auszuwischen. Politiker sind immer recht schnell beim Fordern, mit dem Nachdenken über die Konsequenzen hapert es meistens. Diese Regelung wurde eingeführt, gerade weil man davon ausgegangen ist, dass ein solches Spiel bei der USK in genau so kundigen (oder besser, noch kundigeren) Händen ist als bei der BPjM, eben weil die USK sich ausschließlich um Videospiele kümmert, die BPjM aber für alle Medien zuständig ist. Ein weiteres Prüfverfahren würde dann nochmal in Zeit und Geldbeutel einschlagen und nicht gerade billig werden.
Quellen: heise.de, 4players.de, sueddeutsche.de
Schlagworte: Gaming, Killerspieldebatte
21 Apr
Ich weiß schon warum Bild.de meiden sollte wie der Teufel das Weihwasser, dennoch brachte mich Drunken dazu mir folgenden Artikel anzuschauen. (Link) Ich hab ehrlich lange Momente überlegt, ob und was ich überhaupt damit machen soll. Normalerweise ist der einzige Moment, in dem ich mit der Bild-Zeitung in Kontakt komme, der Augenblick wenn ich sie beim Brötchen holen kurz anhebe, um nachzuschauen ob die beiden Dinger auf der Titelseite echt sind oder nicht…
…aber wenn man den Inhalt und die Faktentreue dieser Zeitung bedenkt, sind die meistens auch nur “künstlich aufgepumpt”. Was wir hier haben ist ein Lehrbuchbeispiel von Bild-Hetze…. äh Bild-Berichterstattung, natürlich:
Kathrin O. (27) brachte drei Kinder zur Welt. Nur das erste, ein Sohn (3), durfte leben. Der Staatsanwalt über das zweite Kind: „Als Sie nachts die Wehen bemerkten, setzten Sie sich in die leere Wanne, brachten das Kind zur Welt. Sie erwürgten das Kind mit Ihren Händen.“
Ein Jahr später eine ähnlich grausige Szenerie. Die Mutter erstickte ihr neugeborenes Mädchen und legte es in die Waschmaschine! Dort fand es ihr Freund!
Ok, wo soll ich anfangen?
Wie jeder Bild Artikel, ist auch dieser so durch die grobe Mangel der Subjektivität gedreht worden. Sofern das obige Zitat stimmt, ist es wohl nur die Anklage des Staatsanwaltes welche hier Zitiert wird und das hat noch nichts mit einem Schuldspruch zu tun. Aber es ist nichts Neues, dass die Bild genau weiß wie der Tatablauf gewesen ist, bevor überhaupt alle Fakten gesammelt wurden. Aber so gesehen, glaube ich nicht, dass ein Staatsanwalt so mit einer Angeklagten spricht und eben diese Worte so gefallen sind. Und was soll das in der Waschmaschine, ist es nicht schrecklich genug das hier eine Kindstötung vorliegt? Ist das einer dieser “HaHa! Dead Babies!”-Gags den ich nicht verstehe?
Wollte die Todesmutter lieber spielen als Kinder großzuziehen?
Wir wollen ja keine suggestiven Fragen stellen, die eigentlich nur dazu da sind unsere Meinung zu überbringen… *zwinker zwinker*
„Ich habe jeden Tag viele Stunden gespielt, oft sogar ganze Nächte durch“, sagte sie vor Gericht. „Es war wie ein Zwang.“
…aaaaaber damit es wirklich jeder Idiot versteht, beantworten wir zur Sicherheit die Frage trotzdem – auch wenn das wirklich nicht nötig wäre, aber bei den Leuten mit einem IQ von unter “Broccoli” geht man wohl besser auf Nummer sicher. Hierbei sei gesagt, dass nach Bild-Standards die Frau auch gesagt haben könnte: „Ja, ich habe es mal gespielt, kann es mir aber nicht mehr leisten.“ Tatsache ist, dass nirgendwo gesagt wird ob eine eventuell vorhandene Spielsucht überhaupt Grund für die Tat ist. Mehr noch, werden eventuelle finanzielle Sorgen, allgemeine Überforderung, sonstige soziale Strukturen und äußerer Stress und vorausgehende Geisteserkrankungen überhaupt nicht erwähnt.
Täglich tauchte die Bürokauffrau sieben, acht Stunden in ihr zweites Leben ein, klickte beim Internetspiel „World of Warcraft“. In der Computerwelt war sie ein guter Mensch, spielte eine Heilerin. „Mein Freund war ein Krieger“, sagt sie.
Jaja… Damagedealer sind mal wieder fein raus.
Aber Spaß bei Seite, wenn ein Bild-Reporter doch die ganze Zeit mit einer Messuhr neben dem PC stand, warum genau hat er dann das ganze nicht verhindert? Und selbst wenn die Frau so lange gespielt hat wer sagt denn, dass das nicht eine Fluchtreaktion vor der eigenen Tat war?
Die wirkliche Welt schaltete sie immer häufiger aus. Sie vergaß, die Pille zu nehmen, vernachlässigte ihren Sohn, verlor ihren Job. Nur das Geld für ihre Scheinwelt (40 Euro Flatrate, 25 Euro Spielgebühr) zahlte sie immer.
Wir sollten uns in den Kopf rufen, dass die beiden ersten Sätze nichts mit einander zu tun haben müssen, nur weil sie zufälliger Weise in einem Absatz stehen…. heh. Was war nochmal der Grund wegen dem man am ehesten den Job in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise verlieren kann? Ach ja, die Weltwirtschaftskrise selbst, richtig. Vor allem wenn man im Abstand von einem Jahr zwei Kinder bekommt kööönnte der aktuelle Arbeitgeber nicht gerade glücklich darüber sein… Und bekommt man heutzutage noch irgend einen Telefonanschluss ohne Flatrate?
Fazit:
Die Bild will also aufrütteln, dass durch MMO-Sucht Kinder sterben können? Recht so! Ignorieren wir einfach die ganzen Drogen, den Alkohol und die Verzweiflung, die alle anderen “Todesmütter” vorher zu diesen Taten getrieben haben und konzentrieren uns auf den viel leichter zu erreichenden Sündenbock!
Alles in allem eine traurige Geschichte sowohl die Tat, als ach die Berichterstattung darüber. Doch am erschreckensten ist wohl die Tatsache, dass “Mutter tötet Neugeborenes” in unserer Gesellschaft keinen Aufschrei mehr wert ist… es muss schon das kleine Extra her, was diese Nachricht dann wieder interessant macht… wir sollten uns alle schämen. Es ist ganz egal welche Droge im Spiel ist… es ist eher die Gesellschaft in der so etwas passieren kann, mit der etwas falsch läuft.
Vielen Dank, an Drunken für den Hinweis auf diesen ‘Artikel’.
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Schlagworte: BILD, Killerspieldebatte, Medien