31 Okt
Jeder hat sicher noch unseren Gesichtsakrobatenbroker vor Augen aus einem meiner letzten Posts.
Als mir heute die aktuelle Ausgabe der Gewerkschaftszeitschrift der IG-Metall in die Finger fiel – fragt nicht – starrte mich dieses, wohlbekannte Gesicht an.
Es scheint so, als hätte jemand die Zeichen der Zeit erkannt und auf dem Börsenpakett einige vorsorgliche Bilder mit einigen Schauspielern geschossen, die frustrierte und panische Grimassen schneiden.
Auf der anderen Seite müssen die meisten Leute, welche viel Geld bei den Lehman Brothers angelegt hatten, sich nun nach Jobalternativen umgucken… und bei dem Talent…
Schlagworte: Bankenkrise
29 Okt
Volkswagen ist explodiert. Also die Aktie, die ist förmlich in den Himmel geschossen.
“Leerverkäufe” nennt sich das. Das sind Aktien welche man sich als Spekulant von den Banken leiht, verkauft, dann bei fallenden Kursen wieder einkauft und zurück an die Banken gibt. Der Unterschied ist dann der Gewinn. Nur leider hat Porsche bekannt gegeben, sie möchten ihren Anteil an VW aufstocken. Daher ist die Aktie entgegen der allgemeinen Spekulations-Erwartungen ganz und gar nicht gefallen und man hat so 15 Milliarden Euro in den Sand verspekuliert.
Im folgenden Video von n-tv.de findet sich viele Gesichter die um ihr Geld, ihren Job und ihre Altersvorsorge bangen. Bis auf eine Person.
Schaut ganz genau hin und ihr wisst welcher Spekulant all seine VW-Aktien noch hat.
Zum Video.
Info: Klickt unten auf “Meine Playlist” um es zu sehen.
Schlagworte: Bankenkrise, Wirtschaft
27 Okt
Der Münchner Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn hat sich nach massiver Kritik an seinem Vergleich der Judenverfolgung mit der aktuellen Diskussion um die Verantwortung von Managern entschuldigt. Er bitte die jüdische Gemeinde um Entschuldigung und nehme den Vergleich zurück, schrieb Sinn in einem offenen Brief an die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.
“Ich habe das Schicksal der Juden nach 1933 in keiner Weise mit der heutigen Situation der Manager vergleichen wollen”, so Sinn. Ein solcher Vergleich sei absurd. “Mir ging es allein darum, Verständnis dafür zu wecken, dass die wirklichen Ursachen weltwirtschaftlicher Krisen Systemfehler sind, die aufgedeckt und beseitigt werden müssen.”
Der Präsident des Ifo-Instituts hatte im “Tagesspiegel” gesagt, in jeder Krise werde nach “Sündenböcken” gesucht. “Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben”, so Sinn. “Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.”
Stimmt, der Vergleich hinkt schon in erster Linie an dem Punkt, dass die einen zu Unrecht nur als geldgierige Misanthropen bezeichnet wurden, die anderen sind es… *hust* Aber im Ernst, ich denke es ist jedem klar, dass der Herr sich auf ewig in die Nesseln gesetzt hat, durch diesen Vergleich von “aufgebrachte Managerkritik” mit dem Holocaust.
Das Extremste was ich bisher zum Thema “Manager” gehört habe ist: “Alle in einen Sack stecken und drauf einprügeln, da triffst du keinen Falschen.”, das mit den “bis zu 5 Jahren Haft” ist in meinen Augen nicht extrem, sondern gerecht.
Es ist aber mal wieder erschreckend, dass hier genau dieses Argument wieder aus der Schublade geholt wird – wenn auch vermutlich einfach unüberlegt. Sollte man nicht als erwachsener und gebildeter Mensch, der unter anderem sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, nicht … etwas geschichtliches Feingefühl gegenüber einem der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte zeigen? Enttäuschend, bekomm’ ich jetzt auch so ein Blechorden, wenn der so einfach zu haben ist?
Darüber hinaus muss ich sagen:
Zwar bin ich einer dem das Not-Totschlag-Argument “Ihr/Die Deutschen habt/haben ja damals unter Hitler…” auch nicht mehr hören kann, weil so -meiner Meinung nach- der Gesprächspartner so versucht seine rhetorische Niederlage anzuwenden. Aber ich glaube, genau das wird es hier auch sein, oder? Der “Der aber die Nazis haben…”-Hammer wird meiner Meinung nach immer wieder gezückt, wenn man nichts anderes mehr weiß, oder man ein (zumindest teilweises) Schuldeingeständnis nicht geben mag. Ist wie in der Schule: “Aber MAMA die Anderen haben noch mit viel mehr Dreck geworfen!”
Man kann doch nach Porno-VW, Schwarzkassen-Siemens, den ganzen Bankenskandalen etc. und der Tatsache, wie glimpflich einige dieser Manager davongekommen sind, doch keine Objektivität erwarten. Selbst mir fällt das schwer.
Tja, aber manche Leute haben scheinbar kein Feingefühl für so etwas. Manche Leute verstehen nicht, dass man in der Industrie mit immer kleineren Gehältern abgespeist wird und dort immer wieder wird betont, dass man doch Leistung bringen muss um konkurrenzfähig zu bleiben… Aber die Herren ganz oben an der Spitze setzen Millionen bis Milliarden in den Sand oder auf die eigenen Konten. Wie viel ein Mensch auch arbeitet und wie viele Arbeitsplätze dieser unterhält, ich werde nie verstehen wieso die einen welche über 40 Stunden am Band stehen mit ein paar hundert Euro abgespeist werden, während die Herren Manager Unsummen verdienen – nicht mal wenn sie 24/7 an einer Koffeein-Infusion angeschlossen arbeiten würden.
Add:
Apropos Systemfehler. Ich meine, das ist ja immer eine gute Ausrede für “Wir sind durch bilde Geldgier auf die Nase gefallen”, es gibt unzählige hoch bezahlte Manager in der Welt und keiner von denen will gemerkt haben, dass bei den ganzen Immobiliengeschäften in den USA etwas faul sein könnte? Wie auch immer man es dreht, entweder die guten Damen und Herren sind absolut überbezahlt… oder sie sind überbezahlt weil sie die Blase nicht gerochen haben bevor sie geplatzt ist…
Schlagworte: Bankenkrise, Godwins Gesetz
22 Okt
Erinnert Ihr euch noch an diesen Emotionskünstler aus diesem Post?

Ihn gibt es jetzt auch in der “Schwarzer Freitag”-Collectors Edition.
Schlagworte: Bankenkrise
15 Okt
In der gestrigen Ausgabe unserer lokalen Tageszeitung, gab es ein sehr interessantes Titelbild. Nachdem die staatliche Unterstützung von 480 Milliarden Euro zur Rettung der Banken in trockenen Tüchern war, gingen auch die Börsen teilweise wieder ein Stück nach oben. Der Patriot untermalte das mit folgendem Bild, man achte hierbei auf den Untertitel.
Ich muss sagen, mir kamen beim Anblick des Mannes viele Gedanken, aber nichts was mit den Emotionen ‘Freude’ und ‘Entspannung’ zu tun hat.
Wenn ich eine Interpretationshilfe geben dürfte, ich dachte eher an so etwas …
Schlagworte: Bankenkrise
13 Okt
Ja meine Damen und Herren so einfach wäre es! Wenn nur jeder lebende Mensch in Deutschland 5841,62€ geben würde bräuchten wir keine Angst mehr vor der Bankenkrise haben – aber was sage ich. Wir werden es ja zahlen.
Nach dem die Zahlen immer weiter gestiegen sind, sind nun 480 Milliarden Euro sind zur Rettung der Banken veranschlagt und immer noch will man uns weismachen, dass auf den Steuerzahler nichts zukommt. 480 Milliarden Euro – das wären für jeden Erwerbslosen locker 154838,71 €… und das wären 441,14 Monate Standardsatz-Hartz 4 für diese Leute… was 36,76 Jahren entspricht.
Na gut, dass wir das durchgerechnet haben!
…was passiert eigentlich mit mir, wenn ich 480 Milliarden Euro so schein für schein verbrenne?
Schlagworte: Bankenkrise
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