20 Nov
Ich bin in gewissen Dingen ein schrecklicher Pessimist, von daher habt Ihr mich sehr positiv überrascht, dass viele noch wussten, dass der letzte (verhinderte) Amoklauf in Ansbach war und nicht der von Tim K. in Winnenden. Das kleine Experiment machte aber dennoch die Sache deutlich, die ich mir davon erhofft hatte: Amokläufe sind normal geworden.
Schlagworte: Amoklauf, Killerspieldebatte, Medien
16 Nov

Update: Danke für die massive Beteiligung! Ich braucht nicht mehr, könnt aber noch. :)
Keine Sorge, der RC-Audio kommt immer noch, nur leider stapelt sich hier die Arbeit, für die ich tatsächlich Geld bekomme überraschend hoch. Das geht schon seit einigen Tagen so, dazu haben sich gestern und heute einige Kunden per Mail/Telefon mit diversen Anliegen gemeldet und die wollen bearbeitet werden… und solange die Bannerklickrate auf diesem Blog bei unter 0,5% liegt, haben diese Leute leiiiider Vorrang. *hust* :P
1 Okt

Habt Ihr noch diesen “Idioten mit der Axt” im Hinterkopf, der mit Molotov-Cocktails seine Schule gestürmt hat?
Zwei Wochen ist das her und nun kräht kein Hahn mehr nach. Ein Schelm wer behauptet, dass deswegen nicht mehr in den deutschen Medien darüber berichtet wird/wurde, weil in Ansbach (Gott sei Dank) niemand ums Leben gekommen ist. Allerdings ist es nun auch nicht wieder so, dass diverse Journalisten nicht alles getan hättem um den “Amoklauf” bis ins Detail auszuschlachten. Ich bin gerade dabei “Zapp” von gestern Abend nachzuholen und dabei auf einen interessanten Bericht gestoßen.
Hier gibt es den Zapp-Bericht.
Hier gibt es alle Berichte von gestern.
Mich würde Eure Meinung zu diesem Bericht interessieren! :)
1 Okt

In einem seit gestern vorliegenden Bericht befürwortet die in Baden-Württemberg eingesetzte Kommission, “Expertenkreis Amok”, als Prävention gegen Amokläufe unter anderem ein Verbot von “Killerspielen”. Auch Internetsperren gegen “absolut unzulässige” Inhalte sind teil ihrer Forderungen.
Schlagworte: Amoklauf, Armes Deutschland, Killerspieldebatte, Zensur
17 Sep

Heute ist ein Schüler der 13ten Klasse um 8:35 Uhr in sein Gymnasium in Ansbach (Mittelfranken) eingestiegen und hat mit einen oder mehreren Molotov-Cocktails um sich geworfen. Das Gymnasium wurde geräumt, 11 Verletzte zählt man bis jetzt, drei davon schwer.
Schlagworte: Allgemeines, Amoklauf
25 Mrz
Ich muss mit roten Ohren eingestehen, dass dieses Thema bis eben an mir vorbei gegangen ist, allerdings wusste ich dafür sofort, welche Partei den Oberbürgermeister von Stuttgart stellt (CDU), nachdem ich die erste Zeilen der beiden Heise-Artikel (1, 2) gelesen hatte.
Doch daraus wird nichts: “Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren”, begründete Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) die Absage. Das sei man den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer schuldig.
Ich verstehe die Stadt Stuttgart mit ihrer Entscheidung, die ESL am kommenden Freitag abzusagen, einfach nicht! Überlegt doch einmal was dort für Möglichkeiten verschenkt werden, um Amokläufen in Zukunft vorzubeugen! Da befinden sich mehrere hundert, potentielle Massenmörder in einer Halle und all das könnte man mit zwei bis drei geschulten GSG-9 Scharfschützen perfekt abdecken. Die von mir geschätzte Zahl der Toten liegt, bei einem CounterStrike-getriebenen Amok-Ausbruch, allenfalls bei einer oder zwei Personen – und dabei würde es sich dann allenfalls nur um andere potentielle Amokläufer handeln.
Oder man mach es noch eleganter und wählt den sogenannten “amerikanischen Ansatz”. Man legt jedem Sitzplatz eine voll beladende Desert Eagle bei, wartet man 24 Stunden und schiebt anschließend mit einer Planierraupe den Elektroschrott und die Leichen zusammen.
Sozusagen eine perfekte Win-Win-Situation.
So soll die Stadt bereits in der vergangenen Woche versucht haben, Turtle Entertainment dazu zu bewegen, zumindest in der baden-württembergischen Hauptstadt andere Spiele zu verwenden. Doch der Veranstalter bestand auf Warcraft und den beiden Counter-Strike-Versionen.
Was mal wieder beweist, wie weit die Politiker von dem eigentlichen Thema entfernt sind. Das ist so, als wäre ein LKW-Fahrer in selbstmörderischer Absicht mit einem Lastkraftwagen voller Fußbälle in ein Stauende gerast… und nun müssen die Teams in der Bundesliga eine Woche lang Tennis spielen. Die Weltfremdheit, mit der manche Politiker an dieses Thema herangehen erschreckt mich immer wieder. Ebenso ist die Tatsache bemitleidenswert wie einfach man es sich doch macht, um drei Ecken die Computerspiele als Auslöser für Gewalt abzustempeln, erschreckend.
Die Absage sei auch das Ergebnis moralischer Überlegungen gewesen, erklärte der Sprecher der Liederhalle, von denen allerdings nicht nur die eSport-Veranstaltung betroffen sei. Die Messe Stuttgart hat auch die für April geplante Internationale Waffenbörse (IWB) abgesagt. Turtle Entertainment vermutet hinter diesen Signalen noch andere Motive: “Das war eine politische Entscheidung der Stadt”, sagt der Turtle-Sprecher unter Verweis auf die am 7. Juni stattfindenden Kommunalwahlen in Baden-Württemberg.
Ja vermutlich sogar… der Knackpunkt an der Sache ist, dass ich nicht denke, dass diese Entscheidung etwas am Wahlverhalten des stuttgarter Wählers ändert. Jemand der sich über die ESL als Killerspieler-Versammlung aufregt, wird in der Wahlkabine sein Kreuz nicht anders setzten.
Warum fragt Ihr…?
Einfach:
Leute die ‘Computerspiele’ mit streitbaren und durchdachten Argumenten kritisieren (die ich durchaus respektiere), sind eben die Menschen, welche sich durch das Stattfinden oder das Nicht-Stattfinden der ESL nicht in ihrer politischen Wahl beeinflussen lassen. Darüber hinaus schätze ich diese intellektuelle Gruppe im Allgemeinen als ‘zu klein’ ein, um bei einer Wahl entscheidend zu sein.
Die andere Anti-Killerspiel-Gruppe – also diejenige, die ihre Argumentation vorbehaltlos aus reißerischen TV-Magazinen und der Bildzeitung übernimmt und nicht in der Lage ist, sich eine eigene Meinung zu bilden – könnte Wahl-entscheidend sein… Allerdings ist das Gedächtnis eines Menschen, welcher vorbehaltlos die Inhalte von “Frontal 21″ und “Sterin TV” nachplappert ohne eigene Überlegungen anzustellen so ökonomisch bemessen, dass dieser im Juni keine Ahnung mehr davon hat, dass sowas wie die ESL im Mai trotz des Amoklaufes stattgefunden hat…
…es sei denn natürlich die Bildzeitung schreibt bis dahin darüber. Dennoch kann man den Stadthaltern zumindest keine Inkonsequenz vorwerfen, da sie auch die IWM abblasen…. und diese hätte vermutlich noch mehr Geld in die Stadtkasse gespült als die ESL.
Das Ganze rumgezicke zwischen der Stadt Stuttgart und der dem Ausrichter Turtle-Entertainment will ich nicht ausbreiten, wer, was, wann, wo und wie gesagt hat, sind alles nur Kleinigkeiten. Ich denke wir sind uns gesammelt einig, dass eine Schweigeminute wohl das kleinste Problem gewesen wäre. Eben so ist die Tatsache traurig, dass Computerspielen abermals um drei Ecken die Schuld an der (angeblichen) ‘Verrohung’ der Gesellschaft zugeschoben wird. Interessant finde ich nur die Tatsache, dass die Absage weniger als eine Woche vor dem eigentlichen Termin offiziell wurde – da hätte man sich von beiden Seiten wohl intensiver zusammensetzen können.
15 Mrz
Ich stelle ja gerne zu aktuellen Themen einfach mal andere andere Fragen, beziehungsweise gewisse Fragen einfach mal anders.
So fragen sich die meisten Leute zur aktuellen Tragödie: „Wie kann man nur 15 Menschen erschießen?“ – dabei lautet doch die viel bessere Frage: „Was treibt jemanden dazu sich selbst umzubringen?“. Denn meiner Meinung nach sind die Hauptgründe warum sich eine Person selbst richtet, die gleichen warum ein Schüler ein School-Shooting begeht. Ein so gearteter Amoklauf war bei allen Beispielen kaum mehr als ein selbst-inszenierter Selbstmord, ein Knall mit dem der oder die Protagonisten ihres eigenen Massakers abtreten wollten. Zwar fehlen mit natürlich die Details und ich denke ich bin meilenweit davon entfernt ein Experte zu sein, aber alle Indizien die ich kenne deuten darauf hin.
Wenn ich es mir so überlege, ist es für einen Menschen aus unserer heutigen Gesellschaft, welcher seit 15 bis 30 Jahren unsere Medienkultur vorgesetzt bekommt, fast schon erschreckend logisch, dass man ohne zu Zucken über Leichen geht, wenn man nichts mehr zu verlieren hat. Selbst Hollywood haut es uns in unzähligen Filmen mit Schwung um die Ohren, „Wenn ich schon sterbe, dann nehme ich einige von diesen Bastarden mit in die Hölle.“ Jemand der sein Leben aufgegeben hat oder wissentlich einlöst, hat keine Hemmschwellen mehr. Überleben in der Nähe einer solchen Person ist Glücksache. „Wenn ich schon abtrete dann auch so, dass ich einen Eindruck hinterlasse“. Und genau das hat er bekommen, nicht wahr? Wenn ihr es mir nicht glaubt, schaltet den Fernseher an – aber dazu mehr.
Und da haben wir auch die nächste Facette in diesem Puzzle: Purer und reiner Egoismus. Bezeichnet man den Selbstmord schon bereits als rein egoistische Tat, ist dieses noch mal eine ganze Etage höher anzusiedeln. Während der Selbstmord eine Ausflucht aus einem psychischen oder physischem Leid sein mag, mit dem man Freund und Verwandte um sich herum psychisch verletzt, ist ein mit dem Selbstmord verbundener Amoklauf ist ungleich widerwärtiger.
Es ist eine Sache seinen Tod, als letzten Ausweg aus seinem persönlichen Leiden zu sehen und dabei „über seine eigene Leiche zu gehen“, eine völlig andere vorher seinen Mitmenschen Schaden zuzufügen… und das aus den Gründen, dass man A) nach seinem Tod wenigstens ein Medienspektakel wert ist und B) für seine Taten nicht mehr zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Das Schlimme ist, das in meinen Augen der Mensch der so einen Tat durchführt, das pathologische Potential besitzen muss einen Menschen über den Haufen zu schießen, wenn er damit davon käme. Das heißt gäbe es irgendwo eine Möglichkeit andere Menschen zu nach Lust und Laune erschießen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden – täte diese Person das. Diese Überlegung ist fast noch grauenhafter, als die Tatsache eines Amoklaufes mit Selbstrichtung.
Um hierbei auf die „Killerspiele“ kurz zurück zu schwenken:
Die nächste Frage wäre im aktuellen Killerspiel-Kontext: „Dann hat er also Ego-Shooter gespielt um Leute zu erschießen, weil er da seine Phantasien ausleben konnte – also nicht zur Rechenschaft gezogen wurde?“ Das Problem ist, das wissen wir nicht. Tim K. hat genug andere Freizeitaktivitäten gehabt und ausgeführt, die eben darauf hinweisen, dass er sich vielleicht nicht bei jedem toten Pixelhaufen einen echten Menschen dahinter vorgestellt hat. Es scheint bis jetzt keine Hinweise für ein extremes ‘sich im Spiel verlieren’ zu geben, kein: „Mir genügen die Spiele nicht mehr um meine Gewaltphantasien auszuleben“. Und wenn es doch so war, dann ist er Täter mit einer komplett anderen Grundhaltung an das Spiel herangegangen, als die meisten anderen Spieler, die sich solche Games zu Gemüte führen, nämlich im Falle von Tim K. das Verlangen Menschen zu töten.
Zusammenfassend haben wir also einen Menschen, der lebensmüde, lebensverachtend und/oder maßlos egoistisch zugleich ist. Und wie ich es drehe und wende, sind für mich gewalttätige Computerspiele in diesem Fall höchstes das, was es auch wäre im Bett zu liegen an die Decke zu starren und sich vorzustellen, wie man seinen Mitmenschen eine Kugel durch den Kopf jagt. Und an diesem Punkt interessiert mich doch viel mehr, wie es überhaupt erst dazu kam dass er dieses Tötungs-Verlangen entwickelte und nicht womit er gegen Ende dieses auslebte.
Die Idee, seinem Leben auf diese widerliche Weise ein Ende zu bereiten kommt meiner Ansicht auch gar nicht aus den Gewaltfilmen oder dem Computer, sie kommt aus dem Fernsehen und den Zeitungen, welche die alten Amokläufe aus geschlachtet haben und bis heute in der bekannten Weise berichten. Grotesker Weise wird die Nachahmungswahrscheinlichkeit bei Amokläufen als ‘sehr hoch’ eingestuft. Gerade weil der Täter durch die Bilderflut und die teilweise reißerische und Opfer-Unwürdige Berichterstattung in den Augen anderer, potentieller Amokläufer in den Status eines Helden erhoben wird.
Wo sind also die Gründe für den Amoklauf von Winnenden? Wichtig ist zu sehen, dass es keine einzelnen Ursache gibt. Es gibt immer eine Reihe von Faktoren die ursächlich sein könnten und bei denen die eventuelle Schuld jeweils anders wiegt.
Schlagworte: Amoklauf, ZachDenktNach
14 Mrz
Mal wieder etwas Amüsantes von n-tv.de:
Der Amokläufer von Winnenden soll am Abend vor der Tat stundenlang an seinem Computer ein Killerspiel gespielt haben. Das habe die polizeiliche Auswertung des Computers ergeben, berichtet “Der Spiegel”. Demnach habe Tim K. um 19.30 Uhr das Killerspiel “Far Cry 2″ gestartet und den PC gegen 21.40 Uhr ausgeschaltet.
Ganze zwei Stunden und zehn Minuten! Oh welch’ maßlose Spielzeit! Ehrlich, die Definition von ‘stundenlang’ scheint in gewissen Gesellschaftsschichten doch arg auseinander zu gehen. Vor allem, zwei Stunden für eine Abendunterhaltung? Das ist die Zeit die der Durchschnittsdeutsche, schon seit fast 40 Jahren seinen Arsch vor dem Fernseher platt sitzt – wenn überhaupt so kurz.
Und das soll also ein weiterer Beweis sein, dass Ego-Shooter Amokläufer heranzüchten? Kommt wohl drauf an wie man den Text beim Vorlesen betont.
Diese “Neuigkeit”, ist meiner Meinung nach ein starkes Indiz dafür, dass der Amokläufer gerade eben nicht hirnlos-sabbernd vorm PC gesessen hat und dabei immer wieder ‘Stirb’ vor sich hininkanierte. Mehr noch, ist das für mich ein Zeichen, dass potentielle Amokläufer früh ins Bett gehen, da sie am nächsten Morgen noch was vorhaben… Ich war zweieinhalb Stunden in Watchmen, heißt dass wenn ich den Film noch öfters schaue, werde ich mich irgendwann mal nackt ausziehen und blau anmalen? Schlimmer noch, manchmal spiele ich sogar zwei Stunden lang am Tag WoW, bedeutet dass ich kann mich bald alle fünf Minuten für alle meine Mitmenschen unter 30 unsichtbar machen?
Der Junge habe auch die Schießspiele “Counterstrike” und “Tactical Ops” installiert.
Er hat sogar ganze drei Computerspiele gehabt. Skandal. Liebe Reporter, wenn Tim K. am abend vorher Tetris gespielt hätte und dann auf die Idee gekommen wäre seine Opfer einzumauern – dass wäre es wert eine Nachricht darüber zu verfassen. So hätte man, dass ganze auch mit “Hatte Ego-Shooter, es war aber keine maßloses Spielverhalten zu messen.”
Zudem seien etwa 200 Pornobilder gefunden worden,
WOW… das ist mal… wenig…
davon mehr als 120 sogenannte Bondage-Bilder, die nackte, gefesselte Frauen zeigen.
Wer’s mag. *schulterzuck*
Im Internet hatte sich der Jugendliche offenbar schon vor Monaten mit Massakern an Schulen auseinandergesetzt. Nach Erkenntnissen der Ermittler sei Tim K. unter mehreren Pseudonymen wie “JawsPredator1″ im Internet aktiv gewesen und hatte unter anderem bei der Plattform “MyVideo” ein entsprechendes Profil.
Das ist genau die Qualitätsrecherche, die wir aus der Southpark-Folge “The Snuke” kennen. “Verlinken sie sein Facebook Profil mit seiner Youtube-Seite und schauen Sie, ob Sie etwas über den Täter herausfinden…” Natürlich hat er sich andere Amokläufe angeschaut. Er hat ja auch mit einer verdammten Waffe das schnelle Nachladen geübt! Oder wie die Presse es umschreiben würde: Er hat so lange die R-Taste bei seinem Ballerspielen gedrückt bis er auf einmal schnell nach laden konnte.
Aber kommen wir doch mal zu der Wirklich Lustigen Sache dieser Pressemeldung:
Bayern prüft Killerspiel-Verbot
Bayern will einen neuen Anlauf für ein Verbot von Killerspielen prüfen. “Ich will am Dienstag in meinem Kabinett über das Killerspielverbot, über die Aufbewahrung von Waffen und vor allem über mehr Prävention beraten”,
…man achte hierbei auf die Reihenfolge in der die drei Themepunkte von Seehofer genannt wurden…
kündigte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der “Bild am Sonntag” an.
…man achte hierbei auf die Zeitung der er dieses Interview gibt und überlege wie intelligent deren Leser sein könnten…
Es müsse gefragt werden, ob alles getan ist, was zum Schutz der Kinder und zur Verhinderung solcher Taten möglich sei.
…mal sehen, bessere Zukunftsprespektiven für Deutschland, intensivere Betreuung der Heranwachsenden da nun beide Elternteile im Normalfall arbeiten (müssen um die Familie finanzieren zu können), eine Kampagne mehr auf seine Kinder und seine Mitschüler zu achten, niemanden unter 21 ohne ein psychologisches Gutachten erlauben den Umgang mit REALEN Waffen zu trainieren, das Verbot scharfe Munition zu Hause zu lagern… Also MIR fallen jede Menge vernünftige Änderungen ein, die man vorher durchsetzen sollte, Herr Seehofer.
Vorallem, was ist das für eine widerwärtige Art, so kurz nach dem Massaker diesen Gesetzesentwurf auf der Welle von Emotionen und Mitleid durchdrücken zu wollen? Das ist doch Populismus erster Güte, aber keine Politik… aber was wartet man schon von den +50 Hampelmännern der CSU. Sieht so aus, als seien die lieben CSUler durch die Wahlschelte von neulich nicht wirklich klüger geworden.
Bayern hatte bereits vor zwei Jahren einen Antrag für ein Verbot von Killerspielen in den Bundesrat eingebracht, mit diesem Vorstoß aber für Zwist in den eigenen Reihen gesorgt. Mehrere junge Politiker hatten den Vorschlag abgelehnt und mehr Aufklärung statt eines Verbots von Gewalt-Computerspielen gefordert. Ein generelles Verbot von Killerspielen gibt es bis heute in Deutschland nicht. Neben Bayern setzten sich auch mehrere andere unionsgeführte Bundesländer für ein generelles Verbot ein, sind damit aber bislang gescheitert.
Nach dem neuen Jugendschutzgesetz, das nach dem Amoklauf in Erfurt beschlossen wurde, können aber alle neuen Medien, auch Internetseiten, als jugendgefährdend auf den Index gesetzt werden. Im vergangenen Jahr verschärfte die Große Koalition das Gesetz, um Jugendlichen den Zugang zu gewaltverherrlichenden Filmen und Computerspielen weiter zu erschweren.
Das Schlimme ist, dass die jetzige Generation der Regierenden eigentlich noch ‘konservativer’ erscheint als die Generation, die meine Eltern erzogen hat.
Ich meine, dieses ganze “Computerspiele sind Böse” ist doch genau die gleiche Diskussion, die die meisten unserer Eltern mit ihren Erzeugern bezüglich der “grauenhaften, modernen Musik” hatten, oder nicht?
Schlagworte: Amoklauf
13 Mrz
Einen Tag nach dem Blutbad in Winnenden mit 16 Toten hat das Amtsgericht Halberstadt in Sachsen-Anhalt einen 22-Jährigen zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der junge Mann drohte am Donnerstag per Notruf einen Amoklauf an seiner Berufsschule an, um wegen des Polizeieinsatzes schulfrei zu bekommen.
Das ist das Problem mit den Amokläufen, es trifft immer die Falschen.
Ja ich weiß! Ich bin ja schon still! Ich weiß über sowas mach man keine Witze. Aber was zum Geier? Wie beschränkt muss man sein, um nach so einer Tragödie ‘aus Jux’ einen Amoklauf anzukündigen? Was für eine Berufsschule soll das bitteschön gewesen sein? Das Clown-College? Wie kann ein 22-Jähriger Mensch derart unterbelichtet sein, dass er glaubt es sei eine gute Idee ist einen Amoklauf anzukündigen und das auch noch am besten vom heimischen Telefonanschlus aus. Himmel, so stoned könnte ich ja noch nicht mal sein. Setzen Sechs. Und bitte gleich zu den anderen Real-Life-Fails, mit in die “Soylent Grün“-Reihe beim Arbeitsamt anstellen, Danke.
Nur sieben Stunden später fand er sich auf der Anklagebank wieder, weil die Polizei den Anrufer schnell ermittelte und die Justiz sich zu einem beschleunigten Verfahren entschloss. Das Amtsgericht verurteilte den 22-Jährigen unter anderem wegen Vortäuschens einer Straftat und Missbrauchs des Notrufs, wie ein Sprecher mitteilte. Das Urteil ist rechtskräftig.
Trittbrettfahrer sind eine mir völlig unverständliche und meiner Meinung nach auch absolut überflüssige Form des menschlichen Lebens. So dass ich in diesem Fall – und nur in diesem – die dort angewendete Schnell-Justiz begrüße. Wenn man die Höhe des IQs bedenkt, den eine Person besitzen muss um auf solche Ideen zu kommen – also irgendwo zwischen einem Broccoli und einer drei Tage alten Käsepizza – stelle ich mir vor, dass so eine Verhandlung tatsächlich abläuft wie bei Richterin Barbara Slaanesh…. äh… diese TV-Richterin halt. Mit der Ausnahme, dass sich alle Beteiligten, bis auf den Angeklagten, sich die Einführung der Prügelstrafe herbeiwünschen.
In Baden-Württemberg hielten Trittbrettfahrer die Polizei in Atem. Es habe zahlreiche Amok- oder Bombendrohungen gegeben, berichtete Landespolizeipräsident Erwin Hetger in Winnenden. In Freiburg wurde eine Schule nach einer Bombendrohung geräumt. In Schramberg nahm die Polizei einen 16-Jährigen fest, nachdem er einen Amoklauf an seiner Berufsschule angekündigt hatte.Weitere Drohungen gab es laut Hetger in Pforzheim, im Raum Stuttgart, in Ulm, Metzingen und Esslingen. Alle Schulen würden verstärkt von der Polizei beobachtet. Kultusminister Helmut Rau (CDU) warnte, Amok-Drohungen seien keine 2Dumme-Jungen-Streiche”.
An dieser Stelle Gratulation an Schramberg, Pforzheim, den Raum Stuttgart, Ulm, Metzlingen und Esslingen – Ihr regionaler Durchschnitts-IQ ist heute um ca. 15 gesunken.
Der 16-Jährige aus Schramberg hatte noch am Tag des Amoklaufs in Winnenden einen Brief an einen Mitschüler geschrieben und angekündigt, er werde an seiner Berufsschule Amok laufen. Der 16-Jährige sei am Donnerstagmorgen festgenommen worden und habe die Tat gestanden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Ermittler gehen aber davon aus, dass der Schüler nicht wirklich zu dem Amoklauf entschlossen war.
…und beschlossen hoffentlich, ihm eine Jugendstrafe zu ersparen und ihn stattdessen einfach so lange mit dem Kopf auf die Tischplatte zu schlagen, bis – was auch immer in seinem Hirn verkantet war – wieder in die richtige Position zurückschnappte.
Als einfachen Scherz hat ein 20-Jähriger seine Amokdrohung gegen eine Schule in Esslingen gerechtfertigt.
Ich bin dafür, dass sich Leute die ein derartiges Humorverständnis aufweisen sich bitte nicht weiter vermehren sollten. Es sei denn wir beschließen allesamt auf einmal, dass Eugenik wieder eine tolle Sache ist und wir ganz dringend eine Menschengattung brauchen, die unter unseren Spülbecken lebt und für uns den Müll trennt.
In Ulm sicherten Polizisten eine Schule, nachdem ein 18-Jähriger gegenüber Mitschülern von seiner “Todesliste” gesprochen hatte. Nach ersten Ermittlungen stufte die Polizei den Vorgang als Wichtigtuerei ein.
Auf der anderen Seite würde ich eine Einkaufsliste auch nicht anders benennen, wenn dort die Inkontinenz-Windeln meiner Großmutter drauf stünden.
Schlagworte: Amoklauf
12 Mrz
Folgende Punkte haben sich unter anderem ergeben:
Also ‘let me get this straight’ der Kerl leidete unter Depressionen und war deswegen in Behaldung, hat das aber abgebrochen. Sein Vater hatte genug Munition für die herannahende Zombieapocalypse im Panzerschrank und… ja Gewaltspiele sind schuld.
Schlagworte: Amoklauf