12 Nov

(Gestern geschrieben:)
So stand ich also am 11.11.11 mitten auf dem Kölner Hauptbahnhof, Ludovico Einaudi in den Ohren und sah die Leute in den seltsamsten Verkleidungen an mir vorbeiziehen. Ohne Außengeräusche und kurz mitten auf einem der Hauptgänge stehengeblieben, starrte ich den Bahnhof hinunter und sah mir für vermutlich drei Minuten die dahin walzende Menge aus Jecken an.
Ich hätte vermutlich nur eine HD Kamera aufstellen müssen um Sponsoring von arte zu bekommen.
Ernsthaft, ich hatte total vergessen, dass das heute ist. Meine Fresse hätte ich das geahnt wäre ich morgens und nicht nachmittags losgefahren. Es war katastrophal, es wahr Bahnsinn! (“Bahnsinn? DAS IST KARNEVAL!)
Doch das Einfallsreiche was ich an Verkleidungen gesehen habe, ware eine Gruppe von Na’Vi und Doc Brown, aber damit hatte es sich schon. Zwar war das Hören eines Neuklassizistischen (?) Künstlers das Beste an dem Erlebnis, doch auch das endete in dem Moment, als direkt neben mir eine Blaskapelle anfing dämliche Karnevalssongs zu spielen…. und ich habe nachgefragt, das Skyrim-Theme konnten sie nicht und ich habe auch keinen Wikinger gesehen, die ich zum Gröhlen hätte animieren können.
Als die dann endlich weg waren, bleib aber auch keine Zeit für Musik, denn musste ich zwei mal das Gleis wechseln, in der Hoffnung den nächsten, besseren Zug zu erwischen. Erst kam meine Bahn nach Köln zu spät, was heißt dass ich meinen geplanten Anschlusszug verpasste – der einzige der wirklich pünktlich abgefahren sein muss. Dann habe ich das Gleis das erste Mal gewechselt, weil nach 45 Minuten Verspätung des nächsten Zuges dessen Folgezug (anderes Gleis) früher zu kommen schien… doch als dessen Verspätung immer größer wurde, und der mit 45 Minuten nun auf Gleis 1 ankam…. ach sagen wir einfach ich sitze nun in dem 45 Minuten Verspätung Zug und sehe wie der auf den ich ausweichen wollte gerade losfährt. (P.S.: Später musste der Zug sogar an jeder Haltestelle länger halten, weil Jecken scheinbar zu BLÖDE sind in selbige einzusteigen.)
Aber das ist nicht das nervigste am heutigen Tag. Nein die Verspätung, das Gedränge – damit kann ich leben. Womit ich nicht leben kann, sind die Leute die an den Treppen die zu den Gleisen führen stehen und sitzen.
Ernsthaft wie BLÖDE (oder besoffen) muss man sein, damit man es für eine gute Idee hält auf einem vollgepackten Bahnhof an dem Oberen oder Untren Ende einer Treppe zu stehen oder zu sitzen und die Leute am schnellen Gleiswechsel zu hindern. Ich musste mich wirklich sehr beherrschen, nicht einem Cowboy und seiner Katze (sehr kreative Kostüme btw.) auf die Schultern zu treten und dann über sie weg zu steigen, als ich sie die letzte Stufe einer Treppe blockieren sah. Genau so schlimm sind die Leute die ihren Müll AUF eine Treppe fallen lassen. Kann man die Verklagen?
Besser noch, kann man die an der Schulter packen, herumdrehen und ihnen mit einem Kugelschreiber die Augen ausstechen? Ich wäre fast auf einem Hamburger-Papier ausgerutscht.
…letztendlich habe ich so 2,5 Stunden im Bahnverkehr verbracht, die nicht so geplant waren.
Schlagworte: Bahnsinn
2 Kommentare for "Bahnsinn: 11-11-11"
Ich bin jedesmal aufs neue froh den Luxus des Automobils zu genießen *G*
Ich hatte ähnliches vor,aber um in köln zu feiern. Bin um halb zehn in Bonn losgefahren,als der Zug da ankam war der schon voll,aber danach voll² :D
Das beste war dann noch das Mädel, dass ihr Sektflasche aufmachte und sich diese erstmal im ganzen Zug verteilt hat :D
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