13 Sep

Und wieder die selbe Leier. Die Macher hinter ‘Heavy Rain’ haben sich bei einem Interview mit Gamesindusty.biz eine Träne aus den Augen gedrückt. Softwareschmieden-Mitbegründer Guillaume de Fondaumiere rechnete vor, was die Firma durch Gamer-zu-Gamer-Verkäufe ‘verloren’ hätte.
Zweitverkäufe seien durch die letzte Rezession besonders häufig gewesen, so Fondaumiere.
“Ich würde sagen, dass der größte Einfluss den die Rezession auf die Spiele-Industrie hatte, besonders auf Top-Konsolen-Titel, eine Steigerung des Second-Hand-Gamings war. Und ich denke das ist eines der Probleme in unserem Industrie-Zweig.”“Nehmen wir als Beispiel ‘Heavy Rain’, wir haben etwa zwei Millionen Einheiten verkauft, aber wir wissen durch das Trophähen-System, dass klapp drei Millionen Menschen das Spiel gekauft und gespielt haben. Von meinem Standlunkt aus Spielen eine Million Menschen mein Spiel, ohne mir dafür einen Cent zu geben. Nach meinen Berechungen sind das zwischen 5 und 10 Millionen Euro, wegen des Second-Hand-Gamings.”
Den Rest könnt ihr auf Gamesindustry.biz lesen, denn weiter will ich diesen Senf wirklich nicht übersetzen. Zwar stellt er noch unter anderem Fragen ob Spiele zu teuer sind und so weiter, aber im Prinzip ist es heulen auf hohem Niveau.
Alles was ich mal wieder sagen kann ist: “Heul doch!” Ich frage mich wirklich warum ausgerechnet die Gameing-Industrie genau in diesem Punkt eine Extrawurst haben möchte. Von dem Beispiel abgesehen, dass ich den Bayrischen Motorwerken auch nichts zahlen muss, wenn ich mein Auto weiterverkaufe und sich die Autokonzerne mit Kampagnen wie “Wir nehmen ihren Alten in Zahlung” sicher selbst zu helfen wissen…
…habe ich noch nie die Produzenten von DVD-Verkäufen darüber weinen hören, dass man DVDs und Blu-Rays auf Flohmärkten handelt.
11 Kommentare for "Quantic Dream hat 10 Millionen Euro an Gebrauchtverkäufe verloren"
Auf dem PC ist ja schon deswegen “normal”, dass man die Spiele an ein Konto binden muss, welches den weiterverkauf erschwert oder unmöglich macht.
einfach mal n spiel programmieren, dass man nach einmal durchspielen nicht direkt in die ecke legt/im laden weiterverkauft :P
was zumind bei mir, nachm heavy rain spielen, der fall war.
Auch wenn der spielverlauf immer mal wieder unterschiedlich ist, kennt man die story nachm ersten mal dann doch und is zu faul es nochmal zu spielen
gibt natürlich ausnahmespieler, aber ich glaube genau das könnte in dem fall der grund gewesen sein
Ich denke die Spieleindustrie hat durchaus einen Punkt getroffen der sie von anderen zweigen unterscheidet: Das Spiel, was man besitzt, wird mit dem Alter nicht schlechter, höchtens der Datenträger. Ihr müsst nicht, weil das Spiel jetzt 10 jahre alt ist, die Engine auswechseln, weil der datenhaufen einfach nicht mehr zuercht kommt bzw. ein Ersatzinterface einbauen, weil das alte Schrott ist.
Ein Spiel bleibt immer gleich, ausser der Hersteller bzw. der Nutzer verändert es selbst durch Mods/patches.
Ich denke trotzdem nicht, dass man versuchen sollte den Gebrauchtmarkt zu töten. Es würde nur dazu führen, dass viele Leute sich entweder gar keine Spiele mehr kaufen bzw. gleich direkt zu Piraterie greifen, weil sie in ihrem Recht des weiterverkaufs beschnitten werden.
Ich kann auf Konsolen mit Online Pass Methoden leben, solange die Publisher nicht komplett durchdrehen und generell einen Spielpass fordern, was wohl das absuderste überhaupt wäre.
Da wohl die Zukunft im Cloudgaming/ Onlineshops liegt, wird es sicher eine andere Niesche geben, in der “Gebrauchtverkauf” genutzt wird: Accounthandel.
Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand seinen Steamaccount/gameaccount/Origingedöns auf ebay verhökert, weil da nur Spiele drauf sind die nicht mehr gespielt werden.
Zitat Kong: “Ich denke die Spieleindustrie hat durchaus einen Punkt getroffen der sie von anderen zweigen unterscheidet: Das Spiel, was man besitzt, wird mit dem Alter nicht schlechter, höchtens der Datenträger.”
Autoren Fackelt die Flohmärkte ab! Denn eure Geschichten werden nicht schlechter, nur die Bücher in die sie gedruckt werden!
Zitat von Zach:
“Zitat Kong: “Ich denke die Spieleindustrie hat durchaus einen Punkt getroffen der sie von anderen zweigen unterscheidet: Das Spiel, was man besitzt, wird mit dem Alter nicht schlechter, höchtens der Datenträger.”
Autoren Fackelt die Flohmärkte ab! Denn eure Geschichten werden nicht schlechter, nur die Bücher in die sie gedruckt werden!”
Gut, erwischt. So eine ähnliche Problematik gibt es aj bei E-books. Die gehören einem laut EULA nicht wirklich, man lediglich die Lizenz um diese für sich selber zu lesen. Meistens ist schon “borgen” strengstens untersagt. Soviel dazu, dass nur die Spieleindustrie am heulen ist.
So, und wieviele der Spieler, die das Spiel gebraucht gekauft haben, hätten es als normalen Vollpreistitel erstanden, wenn es keinen Gebrauchtmarkt gegeben hätte?
Ich zum Beispiel… Ich hätte mit Heavy Rain gekauft, wenn ich es nicht ausgeliehen bekommen hätte. Bei mir haben sie also schonmal gut 40 Euro verloren.
“Es würde nur dazu führen, dass viele Leute sich entweder gar keine Spiele mehr kaufen bzw. gleich direkt zu Piraterie greifen, weil sie in ihrem Recht des weiterverkaufs beschnitten werden.”
Ganz genau. Wenn man ehrlich ist hängt bei den heutigen Möglichkeiten des Downloadens und der Offline-Weiterverbreitung die Entscheidung ganz allein von der eigenen Haltung ab (man wird so gut wie nie erwischt). Und wenn dann Spielehersteller derart versuchen, den ehrlichen Spieler zu Bevormunden brauchense sich über illegale Weiterverbreitung echt nicht zu beschweren.
Bei den E-Books ist es ebenso ne Frechheit, aber da ich selber nie eins lesen werde ist es mir egal.
Zitat Ara:
“Ich hätte mit Heavy Rain gekauft, wenn ich es nicht ausgeliehen bekommen hätte. Bei mir haben sie also schonmal gut 40 Euro verloren.”
Meine Güte, hättest du damit nicht wenigstens noch ein Jahr oder zwei warten können? Dann hätten sie an dir bloß noch um die 10 Euro verloren…
Wie lächerlich ist die Diskussion den bitte. Allein schon, weil es in Deutschland eh so läuft, dass du die Ware (das Spiel) wenn du es einmal gekauft hast auch immer weiter verkaufen darfst. WoW hatte ja mal das Problem, dass es nicht weiterzuverkaufen war nach AGB von Blizzard. Allerdings gilt dies nicht in Deutschland und Blizzard musste sich ne Möglichkeit einfallen lassen, wie jeder seine Kopie weiterverkaufen kann (mit Charakterwipe usw.).
Naja ein großes Problem stellt der Gebrauchthandel leider dennoch. Denn Normalerweise baut jedes triple A game heutzutage irgendetwas ein bei dem man gezwungen wird sich das Spiel neu zu kaufen.
Oftmals versucht man einfach offline Spielen einen online modus zu geben (zb assassins creed) welche aber eigentlich total überflüssig sind und man die Entwicklungszeit besser hätte verwenden können.
Und da leidet dann ein Spiel wie heavy rain halt leider darunter da es keinen Wiederspielwert hat und es wird in der Form wohl in Zukunft kaum Spiele geben…
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