1 Aug
Es dürfte wenige verwundern, dass Diablo 3 ein Auktionshaus bekommt, welches mit Ingame-Gold arbeitet – das war zu erwarten nachdem das in WoW so gut funktioniert hat. Doch Diablo 3 soll auch ein “Player-to-Player” Auktionshaus haben, dass mit richtigem Geld funktioniert… also Dollar, Euros, Penunsen. Ich glaube, das ist vermutlich der Genialste Cash-Cow-Zug von dem ich in der letzten Zeit gehört habe.
Das Konzept wurde während eines Presse-Events über Diablo 3 und den zugehörogen Battle.net-Services im Sitz von Blizzard vorgestellt. Das Auktionshaus ist prinzipiell eine Art eBay für Diablo:
Jemand findet ein seltenes Item, packt es ins Auktionshaus und jemand anderes kauft es. Das Geld fließt hauptsächlich zwischen den Spielern. Blizzard nimmt sich jedoch ein prozentuales Stück des Kuchens, wenn der Verkauf abgeschlossen ist und fordert eine Gebühr, wenn das Item Online gestellt wird – also ähnlich wie man das bereits von World of Warcraft kennt, wo es eine Gold-Gebühr für Ingame-Items gibt die man zum Verkauf stellt.
Die genauen Kosten sind zwar noch nicht öffentlich, allerdings hat man als Spieler nicht nur die Möglichkeit das Geld auf dem Blizzard-Account zu lassen, sondern man kann sich das Geld (gegen eine weitere Gebühr) in harter Währung auszahlen lassen. Blizzard denkt über diese Idee schon einige Zeit nach, macht aber erst mit Diablo 3 diesen Schritt
…warum sehe ich nun Hardcoregamer sich ihre Pizzas beim Zocken verdienen?
Was haltet Ihr von der Idee?
Schlagworte: Diablo 3
12 Kommentare for "Diablo 3 bekommt Auktionshaus… mit richtigem Geld"
Ich habe damit kein Problem. In Diablo 2 haben Leute auch Items für echtes Geld verkauft, halt nur auf dem “Schwarzmarkt”, jetzt plant Blizzard es halt direkt zu integrieren.
Na, ob Blizzard das wohl durchdacht hat? Spiel ab 12 mit echten Euro-Handel im Spiel? Was ist mit der nicht bestehenden Geschäftsfähigkeit der 12jährigen? Was wird wohl das Finanzamt sagen, Stichwort: Ebay und Gewerbesteuer! Was, wenn die Eltern des 12jährigen das Geld zurück verlangen, welches der Sprössling im Spiel ausgegeben hat? Fakt ist, dass in einem solchen Fall das Geld zurück bezahlt werden MUSS! Und da kann sich Blizzard nicht so wirklich rausreden von wegen Player to Player. Da sind sie mit im Boot, verdienen sie ja schließlich auch dran.
Bin mal gespannt, wie das weitergeht, sobald der Fiskus das mal mitbekommt.
Also auf der Gamescom war Diablo III ab 18. Aber liegt wohl an der fehlenden Einschätzung der USK oder?
Jo, wenn es noch keine USK Freigabe hat, ist es automatisch ab 18. Soweit mir bekannt will Blizzard das Spiel aber ab 12 auf den Markt bringen. Weiß es aber nicht zu 100%. Könnte auch USK16 sein. Wird sich ja noch zeigen.
Was im Übrigen auch noch interessant ist, ist, ob das Spiel durch dieses Autkionshaus zum Glücksspiel wird und damit unter den Glücksspielparagraphen fallen würde. Das Handeln ansich ist zwar keine wirkliche Glücksache, wohl aber das Droppen der Items. Dann müsste Blizzard sogar pro Verkauf Steuern an den Staat zahlen.
Aber da müssten wohl eher die Juristen unter uns was dazu sagen..
Magic, das Echtgeld-Auktionshaus wird nur für Accounts mit eingetragenem Alter ab 18 verfügbar sein. Damit legt Blizzard die Verantwortung, dass der Sprössling der Familie auch wirklich sein echtes Alter angibt, wahrscheinlich in die Hände der Eltern. Auf der einen Seite verständlich, da man nunmal bei seinen Planungen davon ausgehen muss, dass die User ehrlich sind. Eine wirkliche Altersbestätigung kann ich mir bei Millionen von Usern nicht vorstellen.
Ich persönlich finde das furchtbar. Der ganze Reiz, der mich als Jugendlicher so gefesselt hat, stammte mMn in Diablo2 davon, dass man Sachen eben NICHT so einfach bekam. Tagelanges Farmen war angesagt. Und das Gefühl, das ersehnte Item dann endlich zu kriegen, war die größte Motivation. Weil es eben nicht alle hatten. Das wird jetzt wegfallen. Auch das PvP wird dadurch wahrscheinlich ruiniert werden, weil man als “normaler” Spieler nicht mit dem Equipment der anderen mithalten kann.
Noch schlimmer finde ich übrigens das eingestampfte Talentsystem. Meh. Zum Glück bietet 2011 noch viele kommende Spielekracher.
hmm,
ich bin der Meinung das wir bald hören werden aufgrund eines Selten Items in Wert von 1000€ erschießt/prügelt/was auch immer
Mann oder Frau jemanden etc. Und wer sagt das diese Werte nicht erreicht werden sage ich nur ebay WOW Accounts.
Wie sehr das Spielverhalten sich negativ entwickeln wird wenn ich Gegenstände für Geld für “echte Kohle” verkaufen kann/will ich mir gar nicht ausmalen. Und es macht mir angst. Klar das es Item Shop usw. gib gab. Aber um damit Geld zu verdienen ist das mit Aufwand verbunden. Und mal ehrlich wie wird man sich verhalten wenn auf einmal ein Gegenstand in wert von 20-40€ Dropt?Teilen/Abgeben/Verkaufen? Da werden Freundschaften/Beziehungen kaputt gehen und eisiges Klima schaffen. Ich hoffe das Blizzard das nochmal überdenkt.
Ich gehe eigentlich davon aus, dass Diablo 3 ab 16 Jahren freigegeben wird und ansonsten würde ich das Ganze gar nicht so tragisch sehen. Man kann übrigens auch Gold und Charaktere verkaufen. Naja wir werden sehen, was das gibt.
Gut das ich sowiso noch nie ein Diablo Fan war.
Einerseits finde ich es gut dass es ein Auktionshaus für Spieler gibt, andererseits finde ich es bedenklich dass Blizzard das bei einem Vollpreisspiel probiert. Ich kann auf keinem fall nachvollziehen weshalb Diablo 3 durch dieses Modell der micro transactions nicht free to play sein sollte.
Activision Blizzard versucht wieder eine fadenscheinige Geschäftstaktik salonfähig zu machen. Wo endet das ganze dann? Muss ich in Zukunft auch in WoW, trotz monatlichen Abonements, eine AH Wirtschaft hinnehmen, die micht echtem Geld handelt, oder wie?
Zusätzlich noch die bereits erwähnte Problematik mit dem Fiskus in vielen Staaten, die Frage der Altersfreigabe(Wobei ich hier anmerke, falls das Spiel ab 16 oder 18 ist, ich nicht nachvollziehen kann, weshalb ein Minderjähriger dieses Spiel in die Hände bekommt, ohne dass Eltern oder Erziehungsberechtigte davon Wind bekommen.) und zu guter letzt das Problem was in Diablo 2 allgegenwärtig war: Die endlos vielen Bots, dupes und anderen Cheats. Man gibt Cheatern & Bottern hier eine effektive Palttform wo sie offiziell und im Sinne des Großkapitals ordentlich Geld machen können. Ich prognostiziere eine vermehrte Anzahl an Scams sowie gehackten accounts.
Diablo 3 hat leider noch zusätzliche featrures weswegen ich es sicher nicht kaufen werde. Stcihwörter wie Onlinezwang und fehlender LAN Support kommen einem da in den Sinn.
@Kong
Nicht zu vergessen das !VERBOT! jeglicher Mods.
http://www.pcgamer.com/2011/08/01/diablo-3-mods-expressly-prohibited-by-blizzard/
Darüber nachzudenken, ob das Auktionshaus in Diablo 3 a 18 it oder nicht ist absolut überflüssig. Für Blizzard macht das keinen Unterschied, selbst jemand der 8 wahr, als Diablo 2 Herauskam ist nun alt genug um seine eigenen Transaktionen abzuschließen und seinen Account auf Erwachsen zu verifizieren – die Anzahl der Leute die also “unter 18″ sind und total overhyped auf D3 sind, ist also verhältnismäßig klein.
Ab 8 Jahre ist man beschränkt Geschäftsfähig. Taschengeld darf das Gör ab dem Alter ausgeben wie es mag. Dazu gibt es sicher ne Kindersicherung mit dem die Eltern das Real Money AH sperren können, damit ist das nicht sperren sogar eine Einwilligung.
Das ist alles absolut unproblematisch und da können die Eltern soviel zurückfordern wie sie wollen.
Das Finanzamt hat bei privaten Handel auch nichts zu melden. Bei gewerblichen Handel gibste es einfach in der Steuererklärung an.
Als Glücksspiel ist das wirklich nicht zu bezeichnen. Es gibt keinen Verlust, es ist nicht ausschließlich vom Glück abhängig. Wenn überhaupt wäre es eine Verlosung.
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