11 Mai

Guttenberg beklagt Erwartungshaltung der Familie
Hinzugekommen sei die Erwartungshaltung der Familie, die bestehenden Anforderungen erfolgreich zu bewältigen. Ihm sei deutlich gemacht worden, dass die Qualität der unterschiedlichen Engagements keinesfalls leiden dürfe und eine begonnene Arbeit auch zu Ende zu bringen sei.
via spon
Wie wir sehen ist der werte Freiherr zu Guttenberg anscheinend nicht groß anders, wenn es um seine privaten Verfehlungen geht. Genau wie als Verteidigungsminister, scheint er auch hier jemanden zu suchen, dem er die Schuld in die Schuhe schieben kann. Die einzige “Gegenargumentation”, welche von noch weniger Charakter gezeugt hätte wäre gewesen, wenn er sich vor dem Ausschuss auf den Boden geworfen und weinend und schreiend mit den Fäusten auf den Boden getrommelt hätte.
Außerdem habe Guttenberg seinen Doktorvater Peter Häberle nicht enttäuschen wollen
Stimmt, angenommen er hat wirklich nichts bemerkt, dann ist er durch die Plagiatsaffäre ganz bestimmt nicht enttäuscht worden.
Schlagworte: Guttenberg
4 Kommentare for "Guttenberg und seine Ausflüchte…"
Man muss schon sehr schlecht im lesen sein oder echt bösartige Absichten wie SPON haben, um aus Guttenbergs Zitaten und dem Bericht herauszulesen, dass er seiner Familie Schuld gibt…
“Die Situation [...] war nach seiner Darstellung eingebettet in eine Erwartungshaltung der Familie,
dass die bestehenden Anforderungen erfolgreich bewältigt würden” (S. 24)
Das war auch kein Gegenargument, denn die Seite 24 beginnt wie folgt: “[Die] „vielfache Arbeitsbelastung“ [sei] ihm „teilweise über den Kopf gewachsen” und danach führt er dann an WARUM er überfordert war und aus der Situation raus plagiert hat.
Auch das zweite Zitat mit dem Doktovater ist halt böse aus dem Zusammenhang gerissen. Die Originalstelle lautet nämlich so: “Er habe sich nicht durchringen können, seinem Doktorvater mitzuteilen, dass die Promotion zu scheitern drohe und seine Kräfte möglicherweise nicht ausreichen würden. Ebenso wenig
habe er sich durchringen können, die Dissertation zurückzugeben und das Promotionsverfahren zu beenden; diese Kraft habe er nicht gehabt („Ich wollte mir eine Schwäche nicht
einge-stehen.“).” (Ebenfalls S. 24)
Somit hat Guttenberg Angst gehabt und wollte sich seine Schwäche nicht eingestehen. Das ist alles andere, als jemand anders die Schuld zu geben.
Also hatte er schlicht und ergreifend nicht die Eier.
Das ist vielleicht nicht “jemand anderem die Schuld geben”, aber besser wirds auch nicht
Naja was hat man denn von ihm erwartet? Ich finde, dass er zugibt, dass er sich seine Schwäche nicht eingestehen wollte und deswegen kopiert hat, ist schon mehr als man erwarten kann…
Naja was soll er da jetzt auch noch großartig sagen, die Sache ist sowieso gelaufen.
Dass die Uni nun aber sagt der Doktorvater hätte es nicht bemerken können scheint mir doch recht zweifelhaft, da er ja doch extrem viel plagiiert hat.
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