Ich bin Agnostiker. Ich kann nicht mal genau sagen, ob nun schwacher oder starker Agnostiker. …äh was ein Agnostiker ist? Jemand der auf die Frage hin: “Gibt es einen Gott?” ein überzeugtes “Vielleicht.” oder ein “Woher soll ich das denn wissen?” von sich gibt – je nach dem wie überzeugt davon ist, dass er nicht wissen kann, dass es einen Gott gibt.

Jups, das hier ist mein Karfreitags-Post… und seid Euch sicher, wenn es doch einen Gott gibt, wäre er schon ziemlich kleinlich, wenn ich hierfür in die Hölle käme. *beißt in eine Frikadelle*

Moment, zählt das für mich als eingetragenen, evangelischen Steuerzahler eigentlich? *beißt nochmal* Mhh, wenn mein Pfarrer das wüsste der mich durch die Konfirmation gebracht hat, der würde sich vermutlich in seinem äh… Einfamilienhaus umdrehen.

Die agnostische Weltanschauung wurde in meinen Augen eigentlich nur erfunden, damit man den ganzen Gläubigen und missionieren Atheisten sagen kann: “Interessiert mich nicht und nu’ lass mich alleine, hier lies meine philosophische Grundlage dafür.” und daraufhin mit dem überreichen eines Pamphlets aus der Sache herauskommt. Ganze lädt dennoch zu interessanten Gesprächen mit gläubigen Menschen ein, die man fast als sozialpsychologische Feldversuche einstufen könnte.

Tatsächlich geben viele von ihrem ‘Glauben’ überzeugte Leute frustriert auf, wenn sie zum zehnten mal mit einem: “Vielleicht.” oder “Möglicherweise.” oder “Natürlich kannst du recht haben, die anderen aber auch.” und einem “Woher soll ich das denn wissen?” gekontert werden. Man kann hierbei fast die gleichen Antworten für einen gläubigen Monotheisten, als auch für einen gläubigen Atheisten benutzen – im Extremfall packt man einfach eine geschickt eingebaute Verneinung mit in den Satz hinein.

Nicht, dass ich jetzt sagen möchte, dass ich Glauben (oder den aktiven Versuch der Verbreitungs von Nicht-Glauben) per se als dämlich empfinde. Ich denke nur, dass es Morgen- und Abendland in den letzten paar tausend Jahren einige Probleme erspart hätte, wenn Moses zusätzlich mit dem Gebot “Du sollst anderen mit deinem Glauben nicht auf den Zeiger gehen.” vom Berg Sinai hinabgestiegen wäre.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wie haltet Ihr das denn mit dem Glauben? Davon ausgehend, dass die meisten von euch (eingetragene) Christen sind, wie verbringt ihr die Osterfeiertage. Kirche? Gebete? Gesänge? Oder doch nur einfach einen erhöhten Cholesterin-Spiegel will man die ganzen Eier verputzen muss? Wie verbringt ihr diese Osterfeiertage? Was für Traditionen außer dem bekannten Eier-Suchen kennt ihr aus eurer Jugend? Und und und!

Ich freue mich auf Eure Kommentare!