12 Mrz

Krank war ich, bin ich immer noch – und bei der ganzen Scheiße in Japan hatte ich auch nicht viel Lust etwas zu posten, also verzeiht mir. Dennoch weiß ich nicht was ich zu der Tsunami/Erdbeben/Nuklear-Katastrophe sagen soll – es ist eine der Gelegenheiten wo selbst ich stehen bleibe und allenfalls nur noch den Kopf schütteln kann. Ich bin einfach schockiert, bei den Bildern des explodierenden Reaktorblocks schwang ein Gefühl des blanken Grauens mit. 240 Kilometer entfernt von Tokyo und anderen großen Städten geht ein Reaktor hoch. Ich hab mich sofort für den Gedanken “Na dann werden wir wohl etwas auf die neusten Folgen unserer Lieblins-Animes warten müssen” geschämt, als ich ihn hatte.
Das was mich auch gestört hat von den Reaktionen, die es hier gab. Umweltminister Röttgen, war anscheinend verflucht schnell damit zu sagen, man solle nun keine neue Diskussion über die Laufzeiten in Deutschland lostreten… ich wiederhole nochmal Umweltminister Röttgen sagte das. Westerwelle hat natürlich auch gleich nachgequarkt.
Zugegeben, Japan hat wirklich andere Probleme, aber das ist es ja gerade: Japan hat andere Probleme. Leider können wir angesichts der Katastrophe allenfalls Spenden sammeln, während unsere Politiker Hilfe nach Japan schicken – aber sonst gibt es hier nicht viel was wir tun können, ausser über die Sinnhaftigkeit von Nuklearanlagen zu diskutieren.
Zwar scheint die Kernschmelze dadurch ausgelöst worden zu sein, dass der Tsunami die Generatoren unter Wasser setzte und deswegen das Kühlsystem ausgefallen war – dennoch gibt es auch in Deutschland Kernkraftwerke die von einem Erdbeben getroffen werden können. Selbstverfreilich gibt es kein Bekanntes, dass die Magnitude vom dem hatte, was den Reaktorblock Fukushima nun getroffen hat – aber die deutschen Kraftwerke sind weit weniger gegen Erdbeben abgesichert und man soll ja niemals ‘nie’ sagen. Gerade das Erdbeben vom Februar (na, erinnert Ihr euch?) war in der Nähe des Reaktors Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich. Add: Selbiger war nur kurz in Betrieb und wird mittlerweile rückgebaut – ein Glück, dennoch macht es einem ein seltsames Gefühl im Magen. (Danke an die Hinweise, ich wusste das nicht.)
Ich denke es ist vielen von Euch bekannt, dass ich die deutschen Reaktoren so schnell wie möglich abschalten möchte und – meine Fresse – wenn wir nicht jetzt darüber anfangen zu diskutieren wann denn sonst?
Allerdings weiß ich jetzt schon welche Argumentationen sie Kernkraftbefürworter wählen werden, nämnlich dass keines der Kernkraftwerke in Deutschland in einem Erdbengebiet liegt (gelogen) , und dass sich hier keine Tsunamis ereignen können. Letzteres mag zwar stimmen, man sollte sich vor Augen führen, dass trotz der japanischen Sicherheitsstandards, die aufgrund der “Erdbebenreichen” Lage vermutlich wesentlich höher sind als in Deutschland, man versagt hat. Selbst die Japaner bei all der Sorgfalt haben nicht mit einem Tsunami gerechnet, der die Generatoren lahm legt… deshalb frage ich mich, was hat man hier in Deutschland übersehen?
Zone 3: as = 0,8 m/s² (Bemessungswert der Bodenbeschleunigung)
Zone 2: as = 0,6 m/s² (Bemessungswert der Bodenbeschleunigung)
Zone 1: as = 0,4 m/s² (Bemessungswert der Bodenbeschleunigung)
Zone 0: as = -
23 Kommentare for "ZachDenktNach: Fukushima"
Hey gabs nicht mal auf pro7 nen Katastrophen Film über nen Tsunami (in Deutschland), auserdem könnte doch sicherlich jede sekunde ein Supervulkan neben einem AKW ausbrechen.
Darauf sind wir sicherlich nicht vorbereitet.
Ne aber Erdbeben in Deutschland erreichen quasi nie die Stärke 6, und die AKW’s sollten das ja schon aushalten.
Man sollte nicht vergessen das ein Punkt auf der Skalar ein exponentielles Wachtum darstellt.
trotzdem hätte ich nichts dagegen sie alle abzuschalten.
Ich komme aus der Gegend von Mühlheim-Kärlich und das Kraftwerk wird gerade abgetragen. Aus Erdbebenschutz-technischen Gründen war das Ding auch nicht wirklich lange in Betrieb. Grade mal 2 oder 3 Monate und das ist schon ne gute Zeit lang her. Ich persönlich kenne den Betrieb des Kraftwerkes nur aus Erzählungen meiner Eltern.
Nur um jetzt die armen Rheinländer nicht in Panik verfallen zu lassen.
Nichts desto trotz ist das was da grade in Japan passiert unglaublich. Es ist aber auch seit je her bekannt das Japan eines der am Katastrophen-geplagtesten Länder der Welt ist. Ihnen bleibt aber aufgrund des Platzmangels kaum eine andere Möglichkeit als Kernkraft.
Die Kernschmelze ist meines Wissens nach immer noch nicht bestätigt. Die Berichte widersprechen sich gerade, aber einen Bericht der klipp und klar sagt, DASS die Kernschmelze gerade stattfindet fehlt noch. Es bleibt daher momentan zu hoffen, dass der Plan den Kern mit Meerwasser zu kühlen funktioniert. Immerhin ist die Strahlenbelastung um den Reaktor offenbar bereits stark zurückgegangen und war bisher nur auf das kontrollierte Ablassen von Gasen zur Druckminderung zurückzuführen.
Zach, du hast Recht mit dem, was du sagst, nur der Vergleich mit dem AKW Mülheim-Kärlich hinkt, weil sich dort seit 2002 kein spaltbares Material mehr befindet und der Rückbau der Anlage in 1-2 Jahren zu Ende sein soll. Wenn überhaupt ist es ein Glück, dass das Erdbeben “nur” Mülheim-Kärlich betroffen hat.
Vielen Dank, das war mein Fehler.
Ja schalten wir alle Atomkraftwerke ab yeah, und zudem fahren wir alle Elektro Autos, dessen benötigter Strom dan unbezahlbar wird, da die Steuern bis ins unendliche hochgetrieben wird + die Kosten um die ganze Wüste voll mit Solarplatten zuzubauen und überall an jedem freien Quadratmeter ein Windrad aufzustellen. Und nicht nur das alle 100000 km darf man einen neuen Akku für das tolle Elektroauto kaufen der schon allein für einen Kleinwagen 10000 Euro kostet.
Ne im ernst, Atomkraftwerke sind die einzige Energiemöglichkeit die wir haben, es kommen immer mehr Elektrogeräte und immer Menschen auf diesen Planeten, die alle mehr Strom benötigen, es ist unmöglich das mit Windrädern oder Solar oder sonst wie auszugleichen, bzw unmöglich. Natürlich wäre es total töff alle AKWs abzuschalten, aber es ist mehr als schwachsinnig, da wir uns alle in den Ruin treiben würden, und natürlich ist es gefährlich so ein Ding in seinem Land zu haben, aber mein Gott es ist auch gefährlich nachts in die U-Bahn zugehen, das Leben ist ein einziges Risiko, und das geringe Risiko gehe ich gerne ein.
Und noch dazu ist es gerade egal ob wir hier die AKWs haben oder in Frankreich, den es wird eh so laufen das wir dan den ganzen Strom von den Franzosen kriegen, yeaaaah sind wir wieder toll abhängig. Und ob jetzt hier eins jemals in die Luft gehen sollte oder eins in Frankreich ist gerade egal, verstrahlt wird man so oder so….
Nichts gehen dich Zach, aber es ist rechnerisch einfach unmöglich AKWs abzuschalten und zudem total hirnverbrannt
Rechnerisch unmöglich vielleicht nicht. Aber ich sehe das ähnlich.Man sollte die Gefahren zwar nicht unterschätzen, aber auch nicht panisch werden. Die Baubestimmungen für diese Teile sind gerade in Deutschland afaik sehr sehr strikt, aus gutem Grund. Die Kernkraft bietet aber viel Strom für vergleichsweise wenig Platz/Ressourcen.
Das viel größere Problem ist jedoch die Endlagerung. Es gibt bisher noch kein Endlager für Abfälle. Die Forschung daran läuft jedoch auf Hochtouren und so ist es nur noch eine Frage der Zeit bis wir ein adäquates Endlager finden. Und adäquat schließt für mich auch ein, dass wir dabei jegliche Umweltrisiken ausmerzen. Denn, dass der Müll noch tausende von Jahren strahlen wird ist unbestritten.
Wenn wir das einmal haben, gibt es meines Erachtens nach keinen wirklich guten Grund mehr die Kernkraft abzulehnen. Die Sicherheitsstandards der Kraftwerke haben einen sehr großen Sprung nach vorne gemacht. Es gibt inzwischen sogar Reaktortypen, bei denen eine Kernschmelze so gut wie unmöglich ist, da diese, wenn etwas schief geht in den unterkritischen Zustand übergehen und dadurch mit immer geringerer Leistung arbeiten und sich somit ‘selbst abschalten’, ohne dass dabei ein Eingreifen nötig ist.
Natürlich sollte man die Forschung an regenerativen Stromlieferanten nicht einstellen. Aber bis wir einen Solarpark in der Sahara errichten und mit supraleitenden Leitungen den Strom nach Europa transportieren können wird noch viel Zeit vergehen.
Jo, ich höre immer wieder das es total unmöglich ist die Atomkraftwerke abzuschalten. Warum das selbst auf längere Sicht unmöglich sein soll, hat mir bisher noch nie jemand erklären und wenn doch, dann belegen können.
Was sind die Alternativen? Kohle? Wohl kaum.
Die einzige Alternative auf lange Sicht stellen in meinen Augen Wind, Solar und vielleicht noch Gezeitenkraftwerke dar. Das Problem daran ist jedoch, dass diese IMMER (selbst ein Solarpark in der Sahara) von der Umwelt abhängig sind. Wir haben aber (noch) keine Möglichkeiten Strom mit annehmbarem Aufwand zu speichern. Das heißt, es muss verbraucht werden was ankommt, und wir müssen an Tagen in denen halt mal kein Wind weht/die Sonne nicht so intensiv scheint wie wir das grade brauchen, mit weniger Strom zurecht kommen. Und das ist der Knackpunkt daran.
Selbst wenn die Wirkungsgrade von Solarzellen sich in Zukunft sehr schnell zum besseren hin entwickeln (denn momentan sind die im Vergleich zu anderen Energiequellen absolut unterirdisch), ist es in einer Welt, die ohne Strom nicht mehr existieren kann nicht möglich sich auf Stromquellen zu verlassen, die von Umwelteinflüssen abhängig sind.
Natürlich ist es möglich, dass irgendwann in ferner Zukunft ein Wissenschaftler eine Möglichkeit findet große Mengen an elektrischer Leistung zu speichern, ohne dabei einen riesigen Park von ‘Batterien’ aufzustellen, aber DIESE Entwicklung wird wohl noch weitaus länger dauern als die Konstruktion/Entdeckung eines Endlagers für radioaktive Abfälle.
Dass die Kernkraft keine Lösung für die nächsten 200-300 Jahre ist ist denke ich jedem auch irgendwo klar. Aber im Moment ist es einfach der Stromlieferant der uns genau das gibt was wir brauchen. Verlässliche, regulierbare Stromerzeugung in großen Mengen auf möglichst kleinem Raum/mit möglichst kleinem Ressourcenverbrauch.
Große Mengen an Energie speichern ist kein Problem:
Nennt sich “Pumpspeicherkraftwerk”.
Zudem haben wir in Deutschland (zumindest momentan) kein Energieproblem.
Wir produzieren doch sogar überschüssige Energie.
Würden wir die Kraftwerke – wie ursprünglich geplant – eins nach dem anderen abschalten, so sähen sich die Energiekonzerne vllt. langsam mal bemüßigt, alternative Konzepte zu entwickeln.
Also wirkliche Alternativen und nciht dieses Greenwashing.
Wenn ich mir das hier durchlese bin ich wirklich froh, dass wir in Österreich keine AKWs (die im Betrieb sind) haben…
Gut, wir haben die Möglichkeit, mehr Wasserkraft zu verwenden, aber wir kommen ganz gut ohne AKWs klar^^
Ganz ehrlich entweder ihr kommt bald von Atomkraft weg oder nie… Auch wenn euch vl. der Zeitpunkt ungeeignet erscheint oder es unrealistisch wirkt… glaubt ihr ernsthaft, dass der Strombedarf nicht weiterhin steigen wird? Glaubt ihr, dass jemand von einem Tag auf den anderen eine Art Super-Solarzelle erfinden wird, die alle Probleme bezüglich Stromversorgung lösen wird? Woher wisst ihr, dass ihr in 5-10 Jahren wirklich handeln und es dann nicht noch weiter in die Zukunft verschieben werdet?
Abgesehen davon wird es NIE ein WIRKLICH sicheres Atomkraftwerk geben. Man kann das Risiko immer weiter reduzieren, aber nicht ganz ausschließen. Wenn ihr nach dem Motto “no risc, no fun” leben wollt, dann ist das ja ok, aber damit gefährdet ihr auch andere Länder. Fairerweise muss ich jetzt erwähnen, dass ihr ja weit nicht das einzige Land mit AKWs seid ^^
Trotzdem empfinde ich Kernkraft als hochgradig unvernünftig + unmoralisch…
@Menel: Ich habe leider vergessen wie die Dinger heißen, aber bald kommen kleine Geräte auf den Markt, die man an diverse Stromverbraucher anschließt und diese schalten sich dann automatisch ein, sobald überschüssiger Strom vorhanden ist (zu gut Deutsch: du schaltest deine Waschmaschiene ein und sie wäscht irgendwann und nicht gleich sofort). Das würde zwar eine Umstellung in unserem Alltagsrhytmus bedeuten, würde allerdings gewährleisten, dass weniger Strom verlorengeht.
Wenn ich so darüber nachdenke weiß ich nicht, wieso ich mir die Mühe gemacht habe, das alles aufzuschreiben… das lesen höchstens ein paar Leute, die sowieso nicht daran schuld sind, wie viele AKWs es gibt xD
@Menel
*sign*
Ich glaube das Menschen in letzter Instanz auf den eigenen Vorteil ausgerichtete Wesen sind. So lange es, was die Kosten angeht, keine alternative Möglichkeit gibt Energie zu erzeugen, werden wir mit Atomkraftwerken leben und sollten unsere Kräfte eher drauf verwenden, diese mit so wenig zusätzlichen Risiken wie möglich einzusetzen.
In 15-20 Jahren wird man wahrscheinlich Wasserstoff-Isotope zu Helium verschmelzen, schon allein weil das Material preiswerter und in größeren Mengen zu bekommen ist. Das es mit weniger gravierenden Langzeitrisiken einhergeht ist nur Nebeneffekt.
Punkt ist folgender: Am ende des Tages wird man Atomkraftwerke nicht dadurch los, dass man Menschen immer wieder einredet wie schrecklich und wie gefährlich sie sind. Man wird sie los, indem man eine finanziell bessere Alternative bietet.
Ich bin ebenfalls aus Österreich und ebenfalls heilfroh, dass wir bei uns keine AKWs betreiben.
Ich finde es einfach eine unzumutbarkeit für Länder wie Österreich, dass unsere Nachbarstaaten AKWs betreiben. Einerseits haben wir auf die Politik, und damit indirekt auch auf die AKW-Politik, keinen Einfluss und andererseits sind wir bei einem Unfall genauso betroffen wie der Rest Europas.
Klar kommt jetzt immer das Argument: “Wir brauchen Atmkraft, blabla”
Mag sein, dass wir sie jetzt noch brauchen, aber so lange keine fixen Pläne und Fristen zum Abbau von AKWs existieren, wird die Energie-Indurstrie keinen Cent in Forschungsprogramme zu alternativen Energien stecken.
Wenn Atomkraftwerke nie erfunden worden wären, hätten wir eine andere, womöglich bessere Methode gefunden genug Strom zu erzeugen.
Es ist eine Frage der Dringlichkeit, wie schnell neue Möglichkeiten entwickelt werden. Genauso werden wir bestimmt andere Antriebsmöglichkeiten haben, sobald uns das Erdöl ausgeht. Es hängt einfach viel zu viel Geld an dem Markt. So lange die Nachfrage nach Strom da ist, wird auch das Angebot da sein, auch ohne AKWs.
Zufälligerweise ging es bei Abenteuer Forschung vom 09.03.2011 um das Thema “Ölwechsel”. Beschäftigt sich zwar hauptsächlich mit Alternativen zu fossilen Brennstoffen doch wären die Alternativen bei einem Atomenergieausstieg die Gleichen.
http://abenteuerforschung.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,8219230,00.html
Psychadelics: Ich würde echt nicht mit den Kosten kommen… Ich sage nur: ABFALLLAGERUNG… Die ganzen Energiekonzerne können sich Atomkraftwerke nur deshalb leisten, weil sie die Kosten der Lagerung nicht zu tragen haben [oder zumindest nicht ganz, ka grad], denn so einen Ort für… ka min. 1000-10.000 Jahre zu mieten/Instandzuhalten, würde glaube ich bei der KLR doch ganz schön für unbehagen sorgen
Rincewind bringt es auf den Punkt…Atomkraftwerke sind deswegen der günstigste Strom, weil der Steuerzahler für die “End”lagerung aufkommt und nicht die Stromkonzerne…
Gegen Atomstrom gibt es nicht viel zu sagen, dass Risiko einer kernschmelze ist sehr gering (aber eben nicht 0 und die konsequenz einer solchen ist fatal), der Strom ist sauber und umweltverträglich…aber mit dem Atommüll hinterlassen wir noch vielen Generationen einen Müll, den sie niemals werden sicher aufbewahren können
eine gute alternative z.b. wäre folgende:
man könnte allein in norwegen so viele wasserkraftwerke bauen das man mit dem produzierten strom 60 AKW’s in europa abschalten könnte. leider wird gerade das dafür wohl notwendige seekabel von unserer aktuellen bundesregierung blockiert.
wenn man sich wirklich mühe geben würde, könnte man eine menge tun um zumindest die anzahl der AKW’ deutlich zu reduzieren. das macht aber niemand, weil AKW’ relativ billig zu bauen sind und es auf lange sicht gelddruckmaschienen für energiekonzerne sind. profitgier ist hier wieder mal das wort der wahl.
Soweit ich weiß haben wir in Deutschland eine Überproduktion an Strom, die der von 6 AKWs entspricht.
Außerdem gibt es wunderbare Alternativen, wenn man mal in Europa zusammenarbeiten würde. Man kann von der EU insgesamt halten was man möchte, aber es bietet sich die Möglichkeit Strom so zu verteilen, dass die Länder mit einer vorteilhafteren Lage (Norwegen ist ein gutes Beispiel) die entsprechenden Anlagen bauen können und aus denen die Energie exportiert werden kann.
Mal abgesehen davon sind die AKWs ganz und gar nicht gewinnbringend, denn die Kosten die ein abgeschaltetes AKW verursacht, können enorm sein. Durch die ständig auftretenden Ausfälle aufgrund von Sicherheitsrisiken (hier sei Krümmel genannt, das ist seit gut 4 Jahren nicht mehr in Betrieb – so wie viele andere) entsteht jedem Energiekonzern Verlust ohne Ende. Ohne Subventionen und co. würde es kaum noch AKWs in Deutschland geben, wenn überhaupt noch.
Dazu kommt die Endlagerung. Es gibt bisher kein sicheres Endlager. Man kann sich niemals darauf verlassen, dass so ein Salzstock sich in den schlappen 5000 Jahren nicht mal verändert, einstürzt oder es Wassereinbrüche gibt. Die Technologiegläubigkeit die sich hier in den Kommentaren schon zeigte wirkt beinahe naiv – glaubt ihr wirklich, dass ernsthaft und vor allem erfolgreich an Lagermethoden oder Ähnlichem geforscht wird?
Das Greenwashing was bisher von Ökostromanbietern betrieben wird (man kriegt trotzdem Strom aus Verbrennungskraftwerken und AKWs, da das alles im gleichen Netz landet) könnte zum Ende geführt werden, wenn die Politik mal konsequent handeln würde und mehr Geld in die Forschung anstatt in Energiekonzerne gesteckt wird.
“Mag sein, dass wir sie jetzt noch brauchen, aber so lange keine fixen Pläne und Fristen zum Abbau von AKWs existieren, wird die Energie-Indurstrie keinen Cent in Forschungsprogramme zu alternativen Energien stecken.”
Wer sagt dass diese Forschung aus der Industrie kommen muss? Im Gegenteil. Die vielversprechensten Solar-Zellen der letzten Jahre kommen aus akademischer Forschung. Hinter Solarzellen steckt sehr sehr viel Grundlagen-Forschung momentan, die sowieso ‘nebenher’ läuft. Natürlich mag es schneller gehen wenn die Industrie auch ihre Forscher darauf ansetzt, aber nötig ist das keineswegs.
Zum Thema Pumpspeicherkraftwerke:
Ich glaube du, Yaruxi, überschätzt hier maßlos die Kapazitäten eines solchen Speicherkraftwerks. Die Dinger werden im Moment bereits dafür genutzt in den Nachtstunden zu viel produzierten Strom zu speichern (wie gesagt, was erzeugt wird muss auch verbraucht werden). Wenn wir aber auf regenerative Kräfte umsteigen reden wir von weitaus größeren Speicherkapazitäten die nötig sind. Es muss möglich sein auch mal 3-4, vllt sogar 7 Tage mit sehr sehr geringer ‘frischer’ Stromversorgung auszukommen. Natürlich lässt sich das mit einer Armada von Pumpspeicherkraftwerken irgendwie bewerkstelligen, allerdings fehlt dazu einfach der Platz.
Efendal zufällig WEIß ich, dass an solchen Endlagerstätten bereits geforscht wird. Ich kann dir auf Anhieb leider kein Paper nennen in dem das thematisiert wird. Allerdings haben wir das Thema letztes Semester im Rahmen des Studiums besprochen.
Die Frage nach der Endlagerung hat keine triviale Antwort. Aber meines Erachtens nach HAT sie eine Antwort, die von “Ist nicht möglich!” abweicht.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Energie zu gewinnen, nicht nur Wind-, Wasser- und Solar. Durch Fäkalien kann man z.B. einiges an Energie umsetzen (Methan-Gas), allerdings schmieren wir uns das Zeug ja lieber auf die Felder, um unsere Nahrungsmittel zu düngen. ;) Erdwärme ist auch noch ein Thema, es muss halt noch ein Weg gefunden werden das ganze effizient anzuzapfen. Evtl. kriegen wir ja irgendwann auch die Kernfusion auf die Reihe.
Wenn jemand sagt, dass es in Zukunft keine Möglichkeit geben wird auf AKWs zu verzichten, dann ist er schlichtweg ein Lügner, weil heute überhaupt noch nicht abzusehen ist, welche Techniken und Möglichkeiten uns in Zukunft zur Verfügung stehen.
und ich dachte immer die japaner stterben an gozzila ….
Ich find das Teh Schield irgendwie ein bissl geschmacklos…
“Wer sagt dass diese Forschung aus der Industrie kommen muss? Im Gegenteil. Die vielversprechensten Solar-Zellen der letzten Jahre kommen aus akademischer Forschung. Hinter Solarzellen steckt sehr sehr viel Grundlagen-Forschung momentan, die sowieso ‘nebenher’ läuft. Natürlich mag es schneller gehen wenn die Industrie auch ihre Forscher darauf ansetzt, aber nötig ist das keineswegs.”
Du sagst es. Die Solar-Zellen der lezten Jahre kommen aus der akademischen Forschung. Aber wohl nicht nur, weil die akademische Forschung so viel besser ist (vielleicht auch), sondern vor allem weil im Moment kein Energiekonzern Interesse an solcher Forschung hat.
Ob es “nötig” ist, hängt davon was man will, wenn man möglichst schnell von AKWs loskommen will, ist es sicher nötig.
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