Je höher sie steigen, desto tiefer können sie fallen. Da hat also der der Verteidigungsminister bei seiner Dissertation also abgeschrieben und ich frage mich…

…kann jemand Verteidigungsminister sein, der noch nicht mal die Grundprinzipien des Abschreibens bzw. Lügens verstanden hat? Möchten wir so jemanden in dieser Position haben? Wenn die Heutigen Politiker doch eines können, dann “nichts wissen”, “Fakten verdrehen” und dennoch irgendwie gut dabei dazustehen. Zugegeben wir sind was das Bescheißen angeht, durch Ursula von der Leyen bereits Qualitätsarbeit gewöhnt… aber gibt es bei der Bundeswehr nicht Lehrgänge die “Tarnen und Täuschen” heißen? Da wäre doch die Weiterbildung gleich unterm selben Dach gewesen.

Ich war überrascht, dass jemand der im Jahre 2007 promoviert – ihr wisst schon, die ferne Vergangenheit, in der es das Internet und automatisierte Textabgleiche dann doch schon gab – wirklich so blöd sein kann und noch nicht mal die Sätze und Fakten, die er klaut in die eigenen Worte umzuschreiben. Ist ja nicht so, als würde man eine Dissertation nach dem Abnicken durch die Professoren feierlich verbrennen und die Asche in der Bundeslade verwahren. Auf der anderen Seite, was weiß ich über den Habitus der Uni Bayreuth?

Das hab ich ja schon in den ersten Klassen des Gymnasiums gelernt: Wenn du von deinem Klassenkollegen abschreibst, sieh gefälligst zu, dass du eigene Formulierungen wählst, das ist so gesagt das Bescheißen-101. Kein Wunder, dass er jede Menge Fehler der Bundeswehr zugegeben hat, er wusste halt nicht wie er das ganz schön umschreibt.

Auf zweieinhalb Seiten rezensiert Fischer-Lescano, Professor für öffentliches Recht an der Uni Bremen, in der Zeitschrift “Kritische Justiz” die Guttenberg-Doktorarbeit. Titel: “Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU.” Die Rezension fällt vom Ton her nicht sehr freundlich aus. “Der wissenschaftliche Ertrag der Arbeit ist bescheiden”, urteilt der Professor. Der eigentliche Kern seiner Kritik liegt jedoch woanders: “Widersteht man dem Impuls, die Arbeit mangels Substanz nach einer ersten Durchsicht gelangweilt aus der Hand zu legen und liest man etwas genauer hinein, dann zeigen sich einige formelle Auffälligkeiten.”

Guttenberg, so der Vorwurf, bediene sich einer ganzen Reihe von Texten und Autoren, ohne die Urheberschaft kenntlich zu machen. Nicht aus Versehen, sondern mit Vorsatz. Quasi systematisch.

Das Entsetzende ist nicht nur, dass Guttenberg hierbei von anderen Wissenschaftlern geklaut hat ohne Quellenangaben anzugeben oder sogar die Zitate als solche zu Kennzeichnen. Nein, unser Ex-Wirtschaftsminister jetzt Verteidigungsminster bediente sich so aus Artikeln der SZ und FAZ…. nicht, dass ich jetzt was gegen diese Zeitungen sage, aber das ist etwas was mir persönlich selbst Bauchschmerzen bereiten würde, wenn ich vor hätte schamlos zu stehlen. Vor allem ist es ja sooooo unwahrscheinlich, dass jemand der einen solchen Artikel geschrieben hat die Doktorarbeit des Wirtschaftsministers liest, welche ein ähnliches Thema hat.

Eine politische Motivation weist Hanschmann allerdings vehement zurück: Es gehe ihnen einzig um das Aufdecken der wissenschaftlichen Verfehlungen Guttenbergs, sagt er. “Hinter uns steht weder die SPD noch die Linkspartei.” Dass sein Kollege Fischer-Lescano bei der linken Denkfabrik Institut Solidarische Moderne (ISM) mitmacht, habe in der Sache Guttenberg keine Rolle gespielt.

Tatsächlich kommt diese Initiative von der FDP, wenn durch diese Affäre total abstürzt hat Guido Westerwelle tatsächlich eine Chance von Platz 9 auf Platz 10 zu steigen. Wie der allerdings beim ZDF-Politbarometer überhaupt auf Platz 10 kommt, ist mir ein Rätsel … vermutlich müssen alle andere FDP Politiker ihre Prozente an ihn abtreten.

Quelle: spiegel.de

Aber zurück zu Guttenberg, von dem hielt ich ja noch nie was, hier etwas aus dem Jahre 2009:


Quelle: Spiegel.de