Nach den mehreren Wochen andauernden Verhandlungsgesprächen zwischen Gegnern und Befürwortern von Stuttgart 21, kam es heute mit mehr als vierstündiger Verzögerung um 16:45 Uhr endlich zum dem heiß erwarteten Schlichterspruch. Heiner Geißler – der nach der dem langen Aufschub leider nicht zum Ausgleich auf einem Einrad und Fackeln jonglierend in die Pressekonferenz einfuhr – gab nach einer Zusammenfassung des Projektverlaufes und dessen Probleme bekannt, dass Stuttgart 21 kommen soll… unter Auflagen

Geißler selbst hält die Realisierung des Bahnhofes nur für richtig, wenn “entscheidende Verbesserungen” vorgenommen werden. Aus “Stuttgart 21″ solle demnach “Stuttgart 21 Plus” werden, so der Schlichter, was in meinen Augen heißt, dass wir 2110 bei “Stuttgart (22³+Pi)/2 + 5,23412″ angekommen sind.

Die Kritikpunkte bei denen Geißler den Gegnern zustimmte beinhalten unter anderem die Sicherheitskonzeption und ökologische Aspekte des Bahnhofes, zudem habe man nicht auf einen Kompromiss im Falle des Schloßparkes geeinigt: Es sollen keine Bäume mehr gefällt werden, Bäume die dennoch im Weg stehen müssen nun stattdessen verpflanzt werden.

Auch die Kritikpunkte an der Effizienz hat Geißler mit in seinen Schlichterspruch eingebracht, so müsse die Bahn erst einmal beweisen, dass der neue Bahnhof um mindestens 30% leistungsfähiger ist als der alte.

Dies ist ein großer Kritikpunkt, bei dem viele Gegner Bahn und Regierung vorwarfen die erwartete Leistung des geplanten Durchgangsbahnhofes schön gerechnet zu haben und dass diese bei einer pessimistischeren Schätzung noch unter der des alten Kopfbahnhofs läge. Allerdings ist der Zeitraum in dem die Bahn diesen Beweis erbringen muss scheinbar noch nicht festgelegt.

Sollte ein von Gegnern wie Befürwortern bestellter Gutachter, bei dieser Leistungseinschätzung zu dem Ergebnis kommen, dass die 30% nicht erreicht werden, verpflichtet sich die Bahn, die  geforderten Verbesserungen umzusetzen.

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