8 Nov

Die Reichsten ein Prozent der Amerikaner verdienen nun nahezu 24% des Gesamteinkommens des Landes, das ist ein Anstieg von vormals 9% in 1976. Wie Timothy Noah von Slate.com in einer exzellenten Serie über Ungleichheit bemerkte, hat Amerika damit nun eine größere Ungleichverteilung des Wohlstandes als klassische Bananenrepubliklen wie Nicaragua, Venezuela and Guyana.
Die CEOs der größten Amerikanischen Unternehmen verdienten 1980 im Schnitt 42 mal so viel wie ein durchschnittlicher Arbeiter, aber 531 mal so viel in 2001. Dabei ist am erstaunlichstehn, dass von 1980 bis 2005 mehr als vier Fünftel der Gesamterhöhung aller amerikanischen Einkommen zu den reichsten ein Prozent wanderten.
Bericht aus der NY Times
via cynical-c
Schlagworte: Ungleichheit, Wohlstand
5 Kommentare for "Die 1% wohlhabenden Amerikaner verdienen 24% des Gesamteinkommens"
Plus die obersten 2 Prozent verdienen 48 Prozent des Gesamteinkommens… und jetzt wollen die Reps auch noch die Bush Steuerreduzierungen für die Reichen verlängern. Yey….
Der Markt regelt die Preise…was wollt ihr den daran ändern? Wenn den Unternehmen die Leistung ihrer CEOs soviel wert ist, sollen sie das halt zahlen.
Solang sich die Politik daraushält ist alles ok!
Siehe dazu auch: http://www.zeit.de/2002/46/200246_krugmann.neu.xml?page=1
@RobertA:
Ich glaube das Problem an der Sache ist etwas komplizierter. Sicher ist das hier vielleicht vergleichbar wie mit dem Fussball. Allerdings stellt sich die Frage, ob das Einkommen auch gerechtfertigt ist.
Wenn ich z.B. sehe, wie der Ballack 80% der Saison aufgrund von Verletzungen ausfällt, dann frage ich mich, ob er sein Geld wirklich wert ist…
Und wenn der Markt nun sagen sollte: “Ja, das ist er!”
Dann ist doch irgentwas faul bei der Preisbildung des Marktes.
Ich bin Leverkusener, ich sag mal so: Bei Vertragsabschluss ging man davon aus dass Ballack schnell wieder fit wird und dann mit Leistung die Mannschaft weiterbringt, was den Funktionären anscheinend durchaus 6 Mio pro Jahr wert war. (abgesehen vom Werbewert eines Ballacks) Wie wir jetzt sehen, hat Ballack noch keine Leistung gebracht und war sein Geld bis dato nicht wert, was sich aber natürlich noch ändern kann.
Das ist aber meiner Meinung nach ne ganz normale Investition mit einem gewissen Risiko wie es sie auch in der Wirtschaft immer wieder gibt.
Zurück zum Thema: Natürlich ist das nicht schön, dass so eine Kluft zwischen reich und arm entsteht, dass die Mittelschicht sich “aufzulösen” scheint. Das die Preisbildung des Marktes verrückt zu sein scheint. Aber meine Frage bleibt einfach, was man dagegen tun sollte. Die Politik darf finde ich darauf keinen Einfluss haben, es sollte sich etwas in der Mentalität der CEOs, der Vorstandsvorsitzenden und auch der Aufsichtsräte ändern. Klar muss der “Boss” einiges mehr verdienen als der Rest, aber die Spanne darf der Aufsichtsrat nicht zu groß werden lassen…
Bei den 1% sind imo auch ne Menge Selfmade Millonäre/Millardäre dabei, wie Bill Gates, Zuckerberg, Buffet usw, die so exorbitant viel Geld gemacht haben dass sich das in dieser Statisitk bemerkbar macht…glaube ich jedenfalls.
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