Adolf Sauerland beweist wie auch schon bei der Loveparade deutlich, dass er weiß was er will: Nämlich Geld. Denn statt sein Amt umgehend nieder zu legen, lässt er sich erst am 4ten Oktober vom Stadtrat abwählen. Das hat natürlich ganz interessante Konsequenzen bezüglich seiner zukünftigen Besoldung und Pension.

Es sei gesagt, dass ich Sauerland als einen der Hauptschuldigen für den Vorfall bei der Loveparade halte. Sicherlich muss dies noch juristisch festgestellt werden, denn der werte Herr Oberbürgermeister behauptet immer noch nie irgendwas Relevantes unterschieben zu haben. Doch jemand der sich die Loveparade zuerst als Prestige-Projekt in die Stadt holt und dann am Ende noch nicht mal kritische Stimmen gehört haben will, gehört allein dafür gestraft, dass er davon ausgeht irgendwer sei tatsächlich so blöde das zu glauben.

Es ist meiner Ansicht nach äußerst unwahrscheinlich, dass Sauerland nichts gewusst hat. Und selbst wenn er Scheuklappen aufgehabt hatte und seine Lakaien alles hat regeln lassen, so hat er dennoch auf eklatante Art und Weise den Fehler begangen das Ganze einfach rollen zu lassen. Mehr noch frage ich mich, wie lange es dauert bis die ersten Korruptionsvorwürfe auftauchen. Eine Loveparade die scheinbar nur 400.000 Besucher hatte, satt angegebener 1,4 Millionen, aber nur ein Gelände, dass für 250.000 Leute ausgelegt war… warum habe ich nur das Gefühl, dass dort irgendwo etwas mit Geld nach geschmiert wurde?

Doch der Knackpunkt ist im Moment ein anderer:
Tritt Sauerland zurück, so schrumpfen laut Spiegel-Online seine Bezüge auf die Pensionsansprüche auf seine 20 Dienstjahre als Berufsschullehrer und seine ersten Amtszeit als OB zurück. Lässt Sauerland sich dagegen erst im Oktober abwählen, bekommt er noch drei Mal volles Gehalt und darf sich dann bis zum Ende seiner eigentlichen Amtszeit (ca. 2014) über ein Ruhegehalt freuen, dass 71 Prozent seiner momentanen Bezüge entspricht.

Laut dem Spiegelfechter Jens Berger, ist das Ganze nochmal etwas komplizierter, so würde Sauerland seine Pension verlieren wenn er zurücktrete, aber als Angestellter rückwirkend neu berechnet werden. Das bedeutet, dass Sauerlands Arbeitgeber für all die Jahre den Rentenbeitrag nachzahlen müsste – was ihn zwar wesentlich schlechter in der Rente dastehen ließe, aber nicht auf Hartz-IV-Niveau herunterstufen würde. Darüber hinaus stehen Sauerland als Wahlbeamten ca. 50% seines letzten Gehaltes zu – also mindestens 5.500 Euro im Monat…. dass heißt, wenn er nicht zurücktritt.

Bei der Duisbruger Staatsanwaltschaft flattern mittlerweile immer mehr Anzeigen ein, nachdem nun der erste Schock überwunden zu sein scheint, so ein Sprecher – die Ermittlungen liefen aber gegen Unbekannt. Schlussendlich ist die Zahl der Opfer der Tunnel-Katastrophe auf 21 Tote und über 500 Verletzte gestiegen.

Als letztes hatte sich Bundespräsident Wulff für einen Rücktritt des Oberbürgermeisters ausgesprochen und damit der lokalen Opposition zugestimmt.

Sehr lesenswert hierbei:
Spiegelfechter.de

Mehr auf ZachSeinBlog zu dem Vorfall:
Podcast 1
, Podscast 2

Andere Blogs zu dem Thema:
tutsi.de

Quellen:
Spiegel.de,
zeit.de

Adolf Sauerland lässt sich 'nur' abwählen, 5.0 out of 5 based on 2 ratings