6 Jul
(Teil 2 von 2 der Raucherposts – Zu Teil 1)
(Gastpost von Akiwuff)
Nun hat also das volk in bayern entschieden, dass es ein absolutes rauchverbot in jeder art von gaststaetten geben soll. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn man kann davon ausgehen das – abgesehen von wenigen ausnahmen – die raucher wohl dagegen und die nichtraucher wohl dafuer stimmen werden. Bei etwa 80% nichtrauchern in der bevoelkerung haette man sich die abstimmung auch bequem sparen koennen. Das ist gelebte demokratie, moegen da einige laut sagen.
Ich aber frage mal ganz sanft in die runde, wo denn da der minderheitenschutz bleibt. Es gibt gute gruende warum wir in deutschland nicht ueber jeden furz und feuerstein volksbefragungen und urabstimmungen haben. (Auch wenn ich prinzipiell ein freund direkter demokratie bin, wie sie zum beispiel in der schweiz ganz hervorragend funktioniert.)
Einer der gruende ist, dass das deutsche volk mit einem so direkten instrument der politischen beeinflussung mangels uebung nicht umgehen kann. Insbesondere wenn es um die beschraenkung der freiheiten einer minderheit angeht, fehlt uns als volk schlicht und simpel das augenmass.
Das konkrete beispiel macht es ganz besonders deutlich.
Da wird, kraft des volkes, ein edikt erlassen das wirte dazu zwingt in ihren kneipen das rauchen zu unterbinden – selbst dann, wenn ihre kundschaft geschlossen und einstimmig dort rauchen moechte, und auch der wirt selbst von diesem laster nicht lassen kann. Warum, frage ich? Weil nichtraucher, die diese kneipe gar nicht besuchen, es aber eventuell koennten, dort rauchfreie luft geniessen moechten? Was fuer ein unsinn.
Weil, vielleicht, es ein recht auf einen rauchfreien arbeitsplatz gibt? Wo kommt denn bitte dieses recht her? Und was kommt als naechstes? Das recht auf einen arbeitsplatz ohne geruchsbelaestigung jedweder art? Ich moechte einmal denjenigen sehen, der abwaessern das stinken verbieten will. Oder den fritteusen das dampfen, den pfannen das rauchen und einem hochofen das qualmen.
Es ist nun einmal so, das es in der arbeitswelt nicht immer so zu und her geht wie man sich das am gruenen tisch vielleicht vorstellen mag, oder es sich wuenschen wuerde. Es gibt nun einmal jobs die unangenehm, dreckig und auch gesundheitsgefaehrdend sind. Zu diesen jobs gehoert auch der des wirtes, dort ist mit beeintraechtigung durch zigarettenrauch genauso zu rechnen wie beim beruf des malers und lackieres mit loesemitteldaempfen. Solange es nicht moeglich ist saemtliche gesundheitsgefahren aus saemtlichen jobs zu entfernen sehe ich nicht ein warum wirte da – moeglicherweise sogar gegen ihren willen – ein extrawuerstchen warm gemacht bekommen sollten.
Warum ueberlaesst man nicht den wirten selbst die wahl? Warum wird nicht gesetzlich festgeschrieben das eine kneipe entweder eine raucherkneipe oder eine nichtraucherkneipe ist? Wohlgemerkt, mit deutlicherer trennung als jetzt – eine raucherkneipe duerfte dann auch ausschliesslich von rauchern genutzt werden, nichtraucher haben keinen zutritt. Nur so kann vermieden werden das dann doch irgendein nichtraucher in die falsche kneipe geht um sich anschliessend ueber die schlechte luft zu beschweren, denn eines haben wir ja in der geschichte gesehen: Nichtraucher sind unvernuenftig, sie schaffen es nicht sich aus designierten raucherzonen fernzuhalten. Ander kann ich mir jedenfalls nicht erklaeren warum es ueberhaupt einer gesetzlichen regelung bedarf.
Nun habe ich eine ganze menge ueber raucher, nichtraucher, und ihr verhalten geschrieben. Eventuell sollte ich noch ein paar takte zu dem thema wie mein empfinden zu rauch in der luft ist.
Erstens, ich werde kein restaurant aufsuchen in dem geraucht wird. Keine chance. Wenn ich etwas leckeres essen moechte, dann bitte nur in sauberer, rauchfreier luft. Zweitens, wenn ich ein bier trinke… dann moechte ich das in raucharmer luft tun. Ich habe ueberhaupt kein problem damit wenn in einer kneipe mit guter lueftungsanlage geraucht wird, allerdings stoert es mich dann durchaus, wenn meine augen nach einer halben stunde zu traenen beginnen. Eine solche kneipe meide ich. Und seltsamerweise hatte ich noch nie probleme, eine fuer mich und meine rauchenden freunde passende kneipe zu finden… nur in bayern, da wird das jetzt dann wohl unmoeglich sein. Gut, das ich da ohnehin nur hinfahre wenn mich etwas dazu zwingt…..
Schlagworte: Bayern, Politik, Raucher, Rauchverbot
33 Kommentare for "Das bayrische Rauchverbot und die Demokratie (von Akiwuff)"
In Deutschland werden Hühneren das Gackern, Hähnen das Krähen und Kindern das (bedingt) laute spielen in Kindergärten verleident . Wohlgemerkt per Gerichtsbeschluss . Noch Fragen ?
Rauchen ist ein Luxus und Nikotin eine Droge. Wie so vieles muss soetwas geregelt werden. Gerade in den Augen der Bayern, und auch dem Rest von Deutschland, bedarf es ein derartiges Gesetz damit es GEREGELT zugeht. Minderheitenschutz? Ich lach mich weg.
Ich bin sogar dafuer das Alkohol und Nikotin zu den harten Drogen gezaehlt wird und das es somit die Krankenkassen entlastet, Verkehrstote mindert etc.
Also eigentlich ein genereller Verbot.
Ich bin Raucher, ich rauche fast eine Packung Malle am Tag. Mich hat das Rauchverbot in Gesellschaft NULL gekratzt. Wenn ich bedarf hatte zu rauchen bin ich vor die Tuer. Am Arbeitsplatz bin ich froh das nicht geraucht wird, und in den eigenen 4 Waenden wurde das rauchen seinerzeit auch eingestellt.
Jetzt lebe ich in einem nicht-EU-Land, kann wieder ueberall rauchen und tue es trotzdem nicht. Weil es ansich nicht verkehrt ist die Fluppe mal nicht anzumachen und somit anderen vlt einen Gefallen zu tun.
Ich finde diese Sensibilisierung bzw harte Regulierung durch den Staat ansich garnicht schlecht, weil der IQ leider weiter sinkt, Zach, und es nunmal viel zu viele Leute gibt die es eben nicht so sehen wie Du und Einsicht haben, seien es Nichtraucher oder seien es Raucher. Klingt doof, ist aber so. Selbstbestimmung beim Deutschenvolk? Fuer viele ein Fremdwort bzw Buch mit 7 Siegeln.
100% agree. komme aus münchen bin 100% nichtraucher genau wie der rest meiner familie und wir haben alle gegen das absolute rauchverbot gestimmt. warum? zum einen wie schon erwähnt der minderheitenschutz. zum anderen muss man sich mal überlegen worum diese abstimmung ging…da wollen die gut situierten nichtraucher aus der oberschicht (read ökofritzen) unter dem vorwand eine gesündere und bessere welt zu schaffen das rauchen an orten verbieten an denen sie niemals auch nur einen fuß reinsetzen würden (sowas nennt man hier bierstüberl)
eigentlich geht es denen aber doch nur um die rechthaberei. nun ist es mit zustimmung zum absoluten rauchverbot wieder einmal so, dass die oberschicht(v.a. ökofritzen) die unterschicht bevormundet hat und da frage ich mich doch…mit welchem recht. wie schon im post dargestellt ist die deutsche bevölkerung (nicht nur die bayerische ich denke wir sind uns im klaren dass diese abstimmung überall in deutschland wohl den gleichen wenn nicht einen deutlicheren ausgang gehabt hätter) einfach zu dumm für volksentscheide/bürgerbegehren bzw sie ist sich deren tragweite/konsequenzen nicht wirklich bewusst. das absolute rauchverbot ändert für die ökofritzen nämlich absolut garnichts…die einzigen die darunter leiden werden sind die rauchende unterschicht und die wirte die trotzdem rauchen lassen werden dann strafe zahlen müssen und zumachen. in keinem restaurant das ich in den letzten jahren besucht habe durfte man rauchen und wenn waren die räume klar voneinander abgetrennt. also warum war es für die ökofritzen so wichtig dieses verbot durchzukriegen wo sich doch für sie überhaupt nichts ändert -> s.o. rechthaberei/bevormundung (die unterschicht weiß es ja nicht besser…denen muss man helfen /irony off) und das ist mmn eine FRECHHEIT.
/ragequit
Ich denke das auch wenn wir in einem Staat mit vielen Freiheiten leben, es gut ist rauchen zu verbieten. Rauchen gehoert fuer mich einfach zu der Kategorie macht den Koerper kaput und abhaengig und geht sehr ans Geld. Und damit sehe ich nicht ein wieso die Welt ueberhaupt Zigaretten braucht. Und das verbot ist damit ein weg in die richtige Richtung.
Deine Argumentation in Richtung “Geruchsbelästigung am Arbeitsplatz” emfpinde ich als absolut unangemessen und fehl am Platz.
Rauchen bzw. der entstehende Rauch ist eine selbstgeschaffene Geruchsbelästigung. Im Gegensatz dazu der Maler, seine Farbe hat nunmal einen Eigengeruch, ob die Technik nicht weit genug ist um diesen Geruch aus dem Produkt zu entfernen oder ob es nicht möglich ist ohne die Charakteristika dieses Produktes zu beeinträchtigen weiß ich nicht, Fakt ist jedoch das der Maler gar keine andere Wahl hat, als sich diesem Geruch auszusetzen, wenn er diese Arbeit machen möchte.
Und? Siehst du den Unterschied? Sowohl rauchende als auch nicht-rauchende Maler sind den gleichen arbeitsbedingten Geruchsbelästigungen ausgesetzt, zusätzlch dazu schafft sich der rauchende Maler weitere Belästigungen.
Davon abgesehen muss ich dir aber zustimmen, eine größere Selbstbestimmung für die Wirte wäre ratsam gewesen, allerdings sollte es auch eine Art Gleichgewicht zwischen Raucher- und Nichtraucherkneipen geben, sonst haben wir auf einmal nur Raucherkneipen und stehen wieder am Anfang.
Bairuike:
Du hast absolut recht. Tatsaechlich ist rauchen voellig ueberfluessig und ist zum ueberleben nicht nur unnoetig, sondern sogar schaedlich. Also lass es uns komplett verbieten.
Und wo wir schon dabei sind, lass uns gleich mit motorradfahren weitermachen. Braucht auch keiner, ist gesundheitsgefaehrdend und geht ins geld.
Kaugummis sind ein weiterer kandidat, der dringend einer abschaffung bedarf, genau wie sowiso alle sorten von bonbons und schokolade. Gleiches gilt fuer saemtliche alkoholika, kosmetika und haarpflegeprodukte – es kann sich schliesslich auch jeder eine glatze scheren, und damit viel geld sparen.
Ich koennte noch lange auf diese art weitermachen, aber ich denke mal du weisst jetzt worauf ich hinauswill – deine argumentation ist schlicht und einfach nicht gueltig, weil sie die selbstbestimmung des menschen verleugnet. Und die halte ich fuer ein deutlich hoeheres gut als die paar euro, die sich vielleicht, wenn ueberhaupt, durch ein generelles rauchverbot einsparen liessen.
Edit:
Ich als Nichtraucher würde auch gerne ein allgemeines Rauchverbot haben, aber so lange mich Raucher nicht mit ihrem Qualm belästigen, was leider momentan in Schwimmbädern extrem der Fall ist, können sie von mir aus weiterrauchen – sie machen sich kaputt und nicht mich, sofern sie sich rücksichtsvoll verhalten und mich nicht gerade in ihren Dunstkreis ziehen.
IchBinDu:
Sorry, ich sehe den unterschied nicht. Der arbeitsplatz “kneipe”, oder meinethalben auch “raucherkneipe” kommt mit der belaestigung und gesundheitsgefahr “zigarettenrauch” daher. Ich sehe nicht wo da der unterschied zum arbeitsplatz “abwasserkanal”, “lackiererei”, oder “stahlwerk” ist, der ebenfalls mit belaestigung und gesundheitsgefahr daherkommt. Es ist sache des arbeitnehmers, sich entweder fuer diesen beruf und die damit verbundenen gefahren zu entscheiden, oder sich eine andere richtung der taetigkeit zu suchen bei der solcherlei dinge nicht auftreten. Ganz ohne gesundheitsgefahr oder belaestigung geht es eigentlich nirgendwo, es liegt nun einmal in der natur der sache das “arbeit” immer irgendwo mit koerperlichem verschleiss gekoppelt ist.
Du siehst den Unterschied nicht?
Wenn ich mich für den Beruf “Gastwirt” entscheide, dann ist es keinenfalls für meine Arbeit NOTWENDIG mit Rauch zu arbeiten.
Als Lackierer/Maler/Kanalarbeiter/whatever habe ich keine andere Wahl als mich diesen Belästigungen auszusetzen, da sie seit jeher ein fester Bestandteil dieses Berufes waren.
Nur weil quasi überall geraucht wird/wurde ist es noch kein fester Bestandteil eines Berufes, rauchen ist das, was ein Mensch freiwillig tut, nichts das unabdingbar für einen bestimmten Beruf ist.
Als Nichtraucher finde ich es aber auch Unsinn, dass den Wirten die Möglichkeit genommen wird ihre Kneipe einfach als Raucherkneipe zu deklarieren.
Wenn jemand ne Kneipe aufmachen will in der geraucht wird, dann soll er das doch tun können. Ich könnte ja auch schließlich ne Sexkneipe aufmachen, in der die Besucher miteinander wie die Kanickel rummachen dürfen. Da gibt es ja auch kein Gesetz, dass das Ganze im Nahmen des Arbeitnehmerschutzes verbietet, weil das ja gegen das moralische Empfinden mancher Leute verstoßen könnte und die dann in die Psychatrie müssen.
Ich bin leider keine Bürgerin des Freistaats Bayern mehr, aber ich hätte auch für “JA – verstärktes Gesetz” gestimmt. Wenn wir gerade dabei sind, glaube ich übrigens, dass eine eventuell nicht zu unterschätzende Menge an Leuten “falsch” gewählt hat. Als ich am Wahlsonntag ein bisschen durch die Gegend telefonierte und schrieb, wurde offensichtlich, dass nicht wenige meiner Verwandten und Bekannten nach wie vor keine Ahnung hatten, ob jetzt JA oder NEIN ihrer Meinung entspricht. Ich hoffe, dass durch die viele Werbung, die immer wieder die beiden entscheidenden Wörter trug, den meisten Leuten dennoch klar war, für WAS sie mit ihrem Kreuzchen stimmen. Aber angeblich haben ja ProNRW auch nur deswegen so wenige Stimmen dieses Jahr bekommen, weil sich die bisherigen ProKöln-Wähler nicht bewusst waren, dass ProKöln auf dem Wahlzettel dieses Mal durch ProNRW repräsentiert wird. Wo ich mich auch frage: “Wie kann man SO viel Werbung (und logische Schlussfolgerung) übersehen?” Aber nun gut, zurück zum Thema. Nicht alle Bayern sind Nazis :)
Ich hatte mit einigen Leute gesprochen und erstaunlicherweise war in meinem Bekanntenkreis der Großteil der Leute – im Gegensatz zu mir – für NEIN. Neben den Rauchern waren hier auch erstaunlich viele Nicht- bzw. Ex-Raucher dabei. SEHR viele sogar. Und ich verstehe auch, warum die scheinbar gegen “sich selbst” gewählt haben: Sie sagen, man sollte die Raucher nicht noch mehr ärgern und ihnen die wenigen Freuden, die ihnen noch geblieben sind, lassen. Immerhin stellen sie ja die Minderheit da.
Klar, wie gesagt: Stimmt. Aber sollte ich Haschischbesitz (über die “freien” paar Gramm hinaus) legalisieren, weil eine Minderheit in Deutschland das gerne möchte? Sollte ich die Schulpflicht abschaffen, weil eine Minderheit ihre Kinder selbst unterrichten möchte? Sollte ich staatliche Zensur einführen, weil eine Minderheit denkt, das würde gegen Kinderpornographie helfen (uh, besonders kontrovers!) Minderheitenschutz schön und gut. Aber was genau tue ich dann für die Minderheit? Wie du schon selbst sagtest, geht ne ganze Menge der Raucher mittlerweile (fast) immer schon automatisch selbst vor die Tür. Wenn die es können, warum dann nicht auch der Rest? Und in wie weit schütze ich tatsächlich die Minderheit bzw. deren Interesse, wenn ich durch räumliche Umstände deren Nikotin-, Teer- und Tabakkonsum noch unterstütze?
Wenn es um die 38% geht, bin ich der exakt gleichen Meinung, wie: Es ist aussagekräftig, weil es den restlichen 62% wurscht ist, wie es zukünftig gehandhabt wird. Ich denke außerdem, dass ein Großteil der Wähler die älteren Generationen waren, aus folgenden zwei Gründen:
1. Erfahrungsgemäß nehmen die Pre-70er Jahrgänge ihre Wahlmöglichkeiten und Wahl-”Pflichten” sehr viel ernster.
2. gerade die Alten sehen es (oft) gar nicht ein, irgendwelche Einschränkungen in ihren Gewohnheiten hinzunehmen. Im Wirtshaus nicht mehr rauchen? Dann müsste die alten Kerle vom Schützenverein und Stammtisch ja jedes Mal vor die Tür. Undenkbar. (Und jetzt doch Realität! ??)
Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass in wenigen Jahren, einem oder zwei Jahrzehnten, diese NEIN-Wähler wegfallen oder zumindest arg dezimiert sein werden. Und wenn ich so überlege, möchte ich nicht, zum Minderheitenschutz einiger viele alter, aaalter Menschen und einiger vergleichsweise wenigen jungen mein Kind und mich in Gefahr des Passivrauchens bringen. Es ist doch auch relativ (wenn natürlich nicht vollkommen) egal, wie viele Tausende jährlich am Passivrauchen sterben. Tatsache ist: Viele tun es. Mögen auch alte dabei sein, eine Vorbelastung bei jüngeren Erwachsenen, bei Kindern, bei Babys, ist im Prinzip nicht ausschließbar. Im täglichen Verkehr und anderen Alltäglichkeiten sterben mehr Leute, ja. Aber ohne den Verkehr, ohne motorisierte Fahrzeuge geht es in unserem Wirtschaftssystem nicht. Dann sollte man zumindest da, wo weitere nutzlose Tode verursacht werden, versuchen, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Und wie gesagt: Einem Großteil der (ich schätze mal) jungen Leute IST es ja offensichtlich egal. Einer Minderheit der jungen Leute war für keine weitere Verschärfung. Und ein imho schlecht abschätzbarer Teil der älteren Bevölkerung auch. Wenn es dem Großteil egal ist, und die Hälfte der Gegner sowie so bald nicht mehr auf unserer Erde weilen wird… ist es dann nicht besser, an die Zukunft, an die nächsten Generationen zu denken und dafür die Einschränkungen für die Minderheit – die letztendlich ja durchaus auch irgendwo zu ihrem Schutz beiträgt – hinzunehmen? Ich persönlich sage: Ja.
IchBinDu:
Natuerlich hast du als gastwirt die moeglichkeit deine eigene kneipe zur nichtraucherkneipe zu machen. Dafuer brauchst du kein gesetz, und deshalb ist es auch unsinn mit einem “recht auf rauchfreien arbeitsplatz” zu argumentieren wenn man ein gesetz legitimieren moechte.
SandR:
Stichwort minderheitenschutz und die beispiele, die du angefuehrt hast….
-Sollen wir in deutschland alle nichtchristlichen religionen verbieten, weil nur eine minderheit nicht an jesus glaubt?
-Sollen wir das motorradfahren abschaffen, weil nur eine minderheit das toll findet?
-Sollen wir … etc, usw, ich glaube dir ist klar worauf ich hinauswill.
Es ist nun mal so das ein schritt wie der bayrische ein schritt von der freien selbstbestimmtheit des einzelnen weg und ein schritt auf direkte kontrolle des individuums durch den staat zu ist. Man kann eine menge darueber diskutieren in wieweit nichtraucherschutz wichtig ist, wie schaedlich das rauchen ist und wie asozial sich doch diverse raucher verhalten…. aber das alles sollte nicht von der tatsache ablenken das wirten gesetzlich vorgeschrieben wird wie sie ihren betrieb zu fuehren haben, und zwar aufgrund von leuten, die sehr wahrscheinlich diesen betrieb weder als kunde noch als sonst irgendwas jemals betreten werden.
Fuer sinnvoll wuerde ich es halten wenn, wie ich geschrieben habe, es die moeglichkeit gaebe reine raucherkneipen einzurichten die dann auch nur rauchern zur verfuegung stehen, oder, wenn es einfach die vorschrift gaebe das gaststaetten so angelegt und ausgeruestet werden das nichtraucher nicht von rauch belaestigt werden. Die ueberpruefung der entsprechenden einrichtungen koennte mit der brandsicherheits- oder lebensmittelverordnungspruefung zusammen stattfinden, wer sich nicht dran haelt verliert seine konzession und muss schliessen. Allen waere geholfen, und keinem waere auf die zehen getreten.
@jarmster
Wo gehst du denn in München weg, wo nicht mindestens in einer Location geraucht wird?? Als ich noch dort wohnte, gabs genau 1 Club, wo GAR nicht geraucht wurde. Der musste auch tatsächlich zu machen, aber das darf man getrost auf die unfaire Gesetzgebung (die mit der vereinheitlichung hoffentlich auch gleichberechtigter wird) schieben. Alle anderen Läden haben sich entweder “absichtlich” nie ans Gesetz gehalten oder offiziell wars verboten, aber wirklich kontorlliert wurde es nie, sodass ständig wer mit ner Fluppe unterwegs war. Bspw. im Rockstudio, Harry Klein, Willenlos, Backstage und Keller sowieso. Als einziger Laden fällt mir das Max & Moritz ein. Hier handhabten sies relativ streng. Ansonsten war trotz Verbot immer ziemlich fix ein Schleier in der Luft.
Und wie kommst du darauf, dass die “Ökofritzen” nicht die rauchfreien Angebote nutzen würden? Was genau sind für die Ökofritzen? Jesuslatschen-Träger? Bioladen-Einkäufer? Veganer? Kenn ich alles (zugegeben, ersteres nur 1 Person) und die sind alle schon in irgendwelche Kneipen und teilweise ein paar Clubs gegangen.
Heute in der Sbahn hat jemand Bildzeitung gelesen, die große Überschrift war irgendwas mit rauchverbot und total,
eine Freundin und ich gleichzeitig mit Adolfstimme “Wollt ihr das totale Rauchverbot” ^.^ wir sind weggebrochen vor Lachen, die Leute haben komisch geguckt ein toller Morgen :D
P.S. ich rauche ab und zu mal, geh dann aber meist vor die Türe
@Akiwuff
Ich verstehe, auf was du hinaus willst. Ich bin normalerweise auch einer der ersten, der “Vorsicht! Gläserner Mensch! Staatliche Kontrolle!” schreit, aber hier sehe ich den Vorteil für die Gesundheit des Menschen stark im Vordergrund. Es tut mir und meinen Nachfahren gut, wenn die Möglichkeit, ungewollt Rauch abzubekommen, zurückgefahren wird. Außerdem gehöre ich zu den Gutmenschen, die glauben, dass wir damit DER WELT (sic! :D) einen Gefallen tun. Zwar büst die Gastronomie (und natürlich deren rauchende Kunden) etwas Freiheit ein. Dafür hoffe ich, der Sucht und damit der Abhängigkeit gegenüber der Tabakindustrie und -lobby ein Schnippchen zu schlagen. (Gutmensch, wie ich sagte. Weiterhin ist das nur ein Nebengedanke, der wirklich nicht wichtig, aber vielleicht interessant zu lesen ist :)
An sich finde ich deinen Vorschlag auch gar nicht übel, aber hat man nicht mal in verschiedenen Tests nachgewiesen, dass der Rauch auch von separierten Räumen in den Nichtraucherbereich zieht?
Ganz allgemein zum Thema “Raucherkneipe”… das wäre dann der erwähnte Wettbewerbsvorteil, den ich schon in Kommentar 13 erwähnte. Die einen machen mit und werden weiter erfolgreich. Weil die meisten – offensichtlich 62%?! – auch in ne Raucherkneipe mitwürden. Dadurch haben wieder die einen Vorteil, die eine Raucherkneipe aufmachen und der Rest geht leer aus. Dann sind wir im Prinzip beim gleichen Ergebnis wie mit der Aufnahme der Ausnahme “Raucherclubs”.
Wenn es WIRKLICH um die GEsundheit ginge, warum sind dann die Tabaksteuereinnahmen nicht zweckgebunden für Bekämpfung von Tabaksuchtkrankheiten und Passivrauchkrankheiten?
SO ist das nur dasselbe, wie mit dem Finger auf Koksende Leute zu zeigen, aber Koksen zu erlauben und sogar dick an der Steuer abbzukassieren.
@Leute die in eine Rauherkneipe “eben” mitgehen. Entweder ich bin SO GEGEN RAUCHEN!!!! dass ich es ALLEN VERBIETEN!!!!! will, DANN gehe ich auch nicht mit in eine Raucherkneipe. Oder es stört mich einfach nicht groß, DANN brauche ich das Komplettverbot nicht.
Wer nicht mitwill, aber s dann trotzdem tut ist einfach feige, basta.
Kneipen sind mir egal, aber verbietet meinem Nachbar im Sommer auf dem Balkon zu rauchen wenn ich lüfte. Oder den Trotteln an der S-Bahn Haltestelle, die sich immer so hinstellen, dass ich mich in Windrichtung befinde.
In den eigenen vier Wänden mit geschlossenen Fenstern? Nur zu. In gekennzeichneten Raucherkneipen? Warum nicht. Alles andere geht mir auf die Nerven. Minderheitenschutz… lol.
Wenn ich hier die Musik aufdrehe kann ich auch nicht mit Selbstbestimmungsrecht kommen. Das ist Lärmbelästigung. Aber die Nachbarn mit Rauch belästigen ist ok.
Aber ja zum eigentlichen Thema: Ist mir egal. Sollen die doch in Raucherkneipen rauchen. DA stört es mich am wenigsten.
@Vlun: Lärm ist aber nur dann verboten, wenn er “mehr als X Db zu Uhrzeit Y” hat ;) wenn du im Rahmen den ganzen Tag Musik hörst von der du weisst, dein Nachbar finet sie scheisse, kann der dir rechtlich garnix.
Spitze, so ein generelles Rauchverbot…und wie man nach staatlicher Regulierung schreit…Brauchen wir denn überhaupt bei jeder Sache, die irgendjemanden stört, einen Gerichtsbeschluß, einen Volksentscheid oder ein Gesetz. In 10 Jahren klicken die Handschellen, sollte man auf der Straße mit einer Zigarette erwischt werden, denn es gibt doch sonst nichts wichtigeres als den Nichtraucherschutz…oder etwa doch? Vielleicht die Bekämpfung der Armut in unserem Land, Bekämpfung der organisierten Kriminalität(Wirtschaft) etc.
Heute z.B. hat sich jemand gestört gefühlt, weil ich im Freien in ca. 15m Entfernung eine Zigarette anzündete und zwei Züge nahm. Sie wollte nicht Passivrauchen. Daraus entwickelte sich ein Streitgespräch, weil mich so viel Dummheit einfach aufregt. Danke, ich bin bedient und suche mir lieber ein Häuschen in einer gottverlassenen Gegend irgendwo in Jakutien, bevor mich solche Spinner noch ins Gefängnis bringen, weil ich zuviel CO2 ausatme.
Ich bin generell dafür, jedem so viel Freiheit einzuräumen, wie möglich, nach dem Motto “Die eigene Freiheit endet, wo sie die Freiheit des anderen beeinträchtigt”. (Und natürlich hat jeder das Vorrecht auf seinem eigenen Grund und Boden)
d.h. ich habe das Recht zu rauchen, wo ich will (ich bin Nichtraucher, aber theoretisch hätte ich das Recht) und wer sich davon gestört fühlt, hat das Recht, den Raum zu verlassen. Der Besitzer der Lokalität (in diesem Fall der Wirt) hat das Recht, mir das Rauchen zu verbieten, dann kann ich entweder meine Zigarrette ausmachen, oder selbst den Raum verlassen.
Somit hätte jeder Wirt das Recht, seine Kneipe als Raucherkneipe zu deklarieren und jeder Nichtraucher, den der Rauch stört, hat das Recht dieser Kneipe fern zu bleiben.
Und zum Thema “Raucherbereiche” noch ein Zitat vom großen George Carlin: ”
Having a smoking section in a restaurant is like having a peeing section in a swimming pool.”
(Habs grad erst gelesen)
@Vlun: “Kneipen sind mir egal, aber verbietet meinem Nachbar im Sommer auf dem Balkon zu rauchen wenn ich lüfte. Oder den Trotteln an der S-Bahn Haltestelle, die sich immer so hinstellen, dass ich mich in Windrichtung befinde.”
Siehst du das Problem? “[...] verbietet meinem Nachbar im Sommer auf dem Balkon zu rauchen wenn ICH lüfte”,
“[...] die sich immer so hinstellen, dass ICH mich in Windrichtung befinde.”
Stell dich halt woanders hin und lüfte ne viertelstunde später. Where’s your fucking problem???
SandR:
Ich will noch fix was zum thema “raucherkneipen und wettbewerbsvorteil” sagen….. meinem modell nach kommt es zu keiner wettbewerbsverzerrung, da nichtraucher in raucherkneipen nicht zugelassen sind. Die muessen also in nichtraucherkneipen gehen, und dadurch haben die auch einen markt und koennen genauso geld verdienen wie die raucherkneipen.
Es koennte natuerlich auch zu einem phaenomaen kommen, von dem mir einmal ein freund berichtet hat….
Bei dem in der firma wurde die pausenecke in abteilung A nach beschwerden der nichtraucher von einer raucherzone in eine nichtraucherzone umgewandelt, dafuer aber die pausenecke von abteilung B in eine raucherecke. Die raucher sind nun also immer in die pausenzone von abteilung B gegangen um da pause zu machen und sich eine zu dampfen. Ergebniss….?
Pausenzone von abteilung A ist eine geisterstadt. Alle kollegen (auch die nichtraucher) machen in der pausenzone von abteilung B ihre pause… und die nichtraucher beschweren sich ueber den passivrauch.
Meine vermutung ist: Die nichtraucher wollen kneipenkultur wie sie heute ueblich ist, nur ohne den rauch – auf keinen fall aber ohne die raucher, denn die sind diejenigen die fuer stimmung und laune sorgen. Ergo hoffen die nichtraucher darauf, das die raucher nach einfuehrung eines rauchverbotes in kneipen einfach aufhoeren zu rauchen, die kneipen aber weiter lustig bevoelkern.
Das wird aber nicht passieren. Wenn man in der kneipe nicht mehr rauchen darf werden raucher ihr bier einfach zu hause trinken, und in den kneipen, in denen jetzt nette stimmung ist, werden nur noch ein paar sauertoepfische nichtraucher sitzen und feststellen das es nun toedlich langweilig ist.
Mit augenzwinkern,
Aki
hab selber 10 Jahre geraucht25+Kippen am Tag, bin jetzt für das Rauchverbot. am besten Bundesweit oder sie sollen die Kippen auf 10€ hochsetzten.
Warum denke ich jetzt so.
Nikotin macht süchtig und Süchtige haben keine Kontrolle über sich. also muss es der Staat machen wenn sie selber zu schwach sind.
Das ganze Gelaber von Genussrauchern ist kalter Käse.
@Ceroc:Ja und verbieten wir auch gleich das trinken und setzen den den Preis für ne kiste Bier auf 50€.
Denn Alkoholiker haben sich ja nicht im griff und da es keine Genusstrinker gibt, sind alle Leute, die Alkohol trinken Alkoholiker.
Und wie hilft man Süchtigen am besten? Richtig indem man ihre Droge die legal war illegal macht und hofft dass sie aufhören…
NOT!
Naja ich sag es mal so:
Süchtig können die die nur ab und zu (alle 2 Wochen ca) eine Schachtel rauchen ja nu nicht sein, Sucht ist ja, dass man es unbedingt brauch.
Ich benutz Zigarretten eigentlich meist als Kommunikationsmittel, Raucher sind beim rauchen wesentlich kommunikativer als Nichtraucher beim Nichtrauchen :D
Wenn jetzt aber die nichtkommunikativen Nichtraucher in der Kneipe sitzen und die Raucher nicht, weil sie alle vor der Türe stehen und rauchen ist es in der Kneipe still.
Dann wird es den Nichtrauchern langweilig und sie gehen mit vor die Tür oder kommen nichtmehr in die Kneipe.
Somit ist der Wirt eigentlich der angeschmierte weil die Raucher UND die Nichtraucher wegbleiben.
Die paar die vielleicht neu dazu kommen, reichen sicher nicht um die Raucher und nichtrauchenden Raucherfreunde auszugleichen
(Ja ich hab sehr verallgemeinert bei Rauchern und Nichtrauchern)
Der Vergleich zwischen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz und geruchsfreier Kläranlage hinkt gewaltig!
Schließlich gehört es bei einem Bürojob nicht zum unmittelbaren, nicht vermeidbaren Umstand, dass geraucht wird. Bei Gerüchen in der Jauchegrube ist das wohl anders.
Alkoholverbote auszuweiten wäre übrigens auch mal ne Maßname, dadurch erkranken, verletzen sich und sterben und glaublich viel mehr Menschen als durchs Rauchen.
Aber Achtung gleich kommt ja wieder das Argument, dass die Leute ja beim trinken Spaß haben…. dem Irren mit der Kettensäge kann ich ja auch net das Metzeln in der Schulklasse verbieten!
@akiwuff
dann auch von mir nochmal kurz zum Thema :)
Genau da sehe ich das Problem. Klar würde es tatsächlich so funktionieren, wäre alles super. aber dann hätte auch das erste Gesetz schon funktioniert. Woher soll der Türsteher wissen, ob wirklich alle 5 Kerle, die gerade den Club/ die Gaststätte/ die Kneipe betreten, wirklich alle Raucher sind. Wenn einer sonst ne halbe Schachtel am Tag raucht aber einfach den abend keine Lust drauf hat? Von Gelegenheitsrauchern (wie mir) ganz zu schweigen. Man kann es nicht kontrollieren und aus meiner Sicht kann ich sagen, dass ich eher in eine verrauchte Location mitgehen würde, als mich von meinen Raucherfreunden trennen zu MÜSSEN, und nicht mehr mit ihnen feiern zu können. Genau genommen hab ichs so die letzten Jahre gehandhabt. Weiterhin ist es schon auch so, dass nicht wenige Raucher das mitgehen in Raucherclubs von ihren Nichtraucher-Freunden auch für selbstverständlich halten. Ich kenn ein paar Leute, die hätten mir bisher den Vogel gezeigt, wenn ich gesagt hätte “Ich will jetzt in Nichtraucher-Club X und ihr müsst halt draußen rauchen.”
Zurück zur Raucher- und Nichtraucherkneipe: Es würde nicht funktionieren,weil die Nichtraucher im allgemeinen Rauch in Kauf nehmen, um mit ihren Freunden weggehen zu können. andersrum – wenn nicht erzwungen – seeehr selten. Daher würden wieder die Raucherkneipen den Vorteil haben, was gezwungenermaßen dazu führt, dass wenige oder keine neuen Nichtraucher-Locations aufmachen.
Wo ich dir aber Recht gebe, ist, dass tatsächlich in Räumlichkeiten, wo Rauchen strikt untersagt ist, durchaus draußen mehr los sein kann als drinnen. War bei der einen Kneipe, die Schließen musste, auch so. Daher erhoffe ich mir durchs neue Gesetz eben die Vereinheitlichung, damit dass zukünftig bei allen der Fall ist. Denn dann – da bin ich zuversichtlich – wird sich das innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre einpendeln (sodass bspw. nicht mehr JEDER Raucher rausgeht, weil EINER eine rauchen möchte, wie es in Nichtraucher-Lokalitäten bisher leider sehr häufig der Fall war).
Das Einpendeln ist übrigens auch der Grund, warum ich die Zukunftsvision mit den zu Hause sitzenden und saufenden Menschen nicht teilen kann. Wie gesagt, zum einen erwarte ich, dass sich die Gesellschaft im Laufe der Zeit dem Ganzen anpassen wird – reine Gewohnheitssache. Zum anderen… keine ahnung, wo du wohnst, aber jetzt von München und Köln ausgehend, habens (meine?) Freunde nicht so mit dem gegenseitigen Besuchen. Ich dachte bisher immer, das sei so ein Großstadtding, weils aufm Land genau das Gegenteil ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass (Groß-)Stadtmenschen meistens nur kleine Wohnungen haben und die bei nicht wenigen Menschen (einschließlich mir) nicht unbedingt dazu geeignet sind, spontan (“Haste Lust aufn Bier heute abend?”) Besuch zu empfangen *hust*. =)
Die Ignoranz einiger Leute ist einfach unbegreiflich. Es gibt etwas, das vielen leuten Spaß macht, aber es schadet einem winzigen Anteil der Bevölkerung und einige Leute beschweren sich darüber. ALSO LASST ES UNS VERBIETEN!!!!!!! Es gibt 3-4 Leute, die mal mit der Gabel in nem Toaster rumgestochert haben und davon nen elektrischen Schlag bekommen haben. Verbieten wir Toaster!!! Einige Leute sind gegen Bienenstiche allergisch. Verbieten wir die haltung von Bienen in Deutschland!!! Ich bin mal mit dem Fahhrad gestürzt und hab mir am Kantstein den Arm gebrochen. Verbieten wir jetzt Fahrräder, oder Kantsteine?
Wie wärs wenn sich die leute einfach mal gegenseitig in Ruhe lassen, hä? Man muss nicht jeden kleinsten Scheiß mit nem Gesetz regeln.
Ich glaub langsam, der Verstand ist das, was den Leuten ham 2. häufigsten gleich nach Kugelschreibern und noch vor Regenschirmen verloren geht.
Die Argumentation, wenns dich stört, dass jemand raucht, kannst du gehen. Es heißt ja, man kann tun was man will, solangs sich niemand anders gestört fühlt.
Jeden den es stört, dass in Bayern nicht geraucht wird, der kann gerne gehen. Und wenn in ganz Deutschland das Nichtrauchergesetz durchgesetzt wird, kann jeder den es stört ebenfalls gehen. Das ist genaus die selbe sinnlose Argumentation.
WHERE’S YOUR FUCKING PROBLEM???
“@Leute die in eine Rauherkneipe “eben” mitgehen. Entweder ich bin SO GEGEN RAUCHEN!!!! dass ich es ALLEN VERBIETEN!!!!! will, DANN gehe ich auch nicht mit in eine Raucherkneipe. Oder es stört mich einfach nicht groß, DANN brauche ich das Komplettverbot nicht.
Ja entweder bin ich Nazi oder Kommunist, dazwischen gibts ja nix
SandR:
Ist ja interessant. :) Es laeuft genau auf das hinaus, was ich vermutet habe…. die nichtrauchende fraktion ist nicht willens, auf die gesellschaft von rauchern zu verzichten, aber gleichzeitig weigert sie sich, den rauch zu akzeptieren. Daher fordert sie ein gesetz, das es den rauchern verbietet in sozialem kontext zu rauchen. (Denn nichts anderes ist ja das totale rauchverbot in gaststaetten.)
So erhofft sich die nichtrauchende fraktion ein rauchfreies sozialleben mit (ex-?)rauchern.
Genau das aber wird nicht passieren. Raucher werden nicht einfach aufhoeren zu rauchen, nur weil sie es jetzt in ihrer kneipe nicht mehr duerfen, sie werden auf plaetze ausweichen wo sie weiterhin qualmen koennen – und die nichtraucher werden mitgehen, da sie ja den sozialen kontakt suchen und wollen. Folge wird sein, das ein grosser teil der gaststaetten mangels kundschaft schliessen muss. Klar, diese pleitewelle wird sich in breitem spektrum verteilen und ist daher “gerecht”, aber insgesamt doch wohl eher als schlecht zu betrachten.
Mein fazit: Nichtraucherschutz? Ja bitte. Aber nur auf eine art und weise die weiterhin das nebeneinander von rauchern und nichtrauchern erlaubt. Das laeuft natuerlich auf eine technische loesung hinaus, aber die scheint ja dem gesetzgeber so unsymphatisch zu sein das er sie – zumindest in bayern – nicht mit beruecksichtigt hat.
Niemand missgönnt den Rauchern den Genuß beim Schwärzen ihrer Lunge. Wohl aber möchte ich nicht gezwungen werden, daran teilzunehmen. Raucher raucht in eurem Wohnzimmer, auf dem Balkon, auf der Straße oder meinetwegen auch in abgetrennten Raucherräumen in Kneipen. Aber tut nicht so, als wäre es selbstverständlich, dass ich diese Belästigung hinnehmen müsste.
“Denn dann – da bin ich zuversichtlich – wird sich das innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre einpendeln (sodass bspw. nicht mehr JEDER Raucher rausgeht, weil EINER eine rauchen möchte, wie es in Nichtraucher-Lokalitäten bisher leider sehr häufig der Fall war).”
Wo ist denn da bitte der Unterschied, zwischen Nichtraucher lokalitäten bisher und den neuen ebenfalls nichtraucher lokalitäten?
Ich meine, wenn jemand eine rauchen geht und das nicht drin machen darf, warum sollte man dann das Gespräch unterbrechen anstatt mit raus zu gehen?
Da geh ich doch lieber eine mitrauchen und setze das gespräch eben draußen fort. Und dann sind die Nichtraucher eben gezwungen zwischen warten/ohne raucher weiterreden oder eben mit rausgehen zu wählen.
Jetzt rate mal was die meisten machen werden ;)
Kommentar hinterlassen