Katastrophe für Schwarz-Gelb, auch im zweiten Wahlgang hat Christian Wulff nicht die notwendige 50%-Mehrheit der Bundesversammlung für das Amt des Bundespräsidenten sammeln können. Lediglich 615 der 1239 Stimmen konnten auf ihn vereinigt werden, dabei hat die Schwarz-Gelbe Koalition eigentlich 644 Stimmen.

Ein gerechtfertigter Schlag ins Gesicht für Angela Merkel, die ihre Wahlmänner auf Wulff einschwören wollte, obwohl im Grundgesetz ausdrücklich steht, dass bei dieser Wahl eben kein Parteizwang herrscht. Joachim Gauck, der rot-grüne Gegenkandidat, konnte 490 Wahlleute von sich überzeugen, wobei SPD und Grüne insgesamt nur 462 stellen.

Passend prognostizierte CSU-Chef Horst Seehofer eine schwere Krise für die Regierung, im Falle dass ein gemeinsamer Kandidat scheitern würde. Nun muss Wulff in den dritten Wahlgang, bei dem nur eine einfache Mehrheit reicht, damit erhöhen sich theoretisch die Chancen für Gauck.

Es ist das dritte Mal in der Geschichte der Bundesregierung, dass es bei einer Präsidentenwahl zum dritten Durchgang kommt.

Quelle: Spiegel.de

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