Also ich finde es ja immer ne runde Sache Kritik zu üben wo sie angebracht ist, aber der werte Herr aus dem Video übertreibt wirklich und ist bei seinen Ausführungen meist schlichtweg unsachlich. Ein klarer Fall für Fernsehkritikkritik TV.
Ich muss Gregor da schon zustimmen. Ich kann auch mal erläutern warum.
Der Vorspann erinnert mich ja immer ein wenig an Kalkofes Mattscheibe und da kommt für mich schon ein Kritikpunkt, der sich meiner Meinung nach durch die ganze Sendung zieht. Irgendwie weis der Fernsehkritiker nicht so ganz genau was seine Sendung denn nun sein soll. Entweder ein eher nüchternes, um Objektivität bemühtes Format wie ZAPP oder doch wie Kalkofe, der die Abgründe des Fernsehens stets durch maßlose Übertreibung von bereits skurillen Dingen ergründet und aufgezeigt hat. Für mich sieht es eher so aus, als versuche er sich an Ersterem, aber zwischendrin streut er wahrlich skurille Einlagen ein.
Bis ca. Minute 3:45 ist finde ich auch eigentlich alles ganz in Ordnung. Dann berichtet er über Frau Müller-Hohensteins Aussage von einem inneren Reichsparteitag und bringt dabei einen “tollen” Schreieffekt und ein Hitler-Video. Ich meine was soll das? Das ist meiner Meinung nach weder lustig noch zielführend und passt überhaupt nicht in den sonstigen Ton des Beitrags. (Und ich bin der Letzte, der normalerweise Hitler-Witze nicht lustig findet.) Kurz darauf sagt der Fernsehkritiker, dass Oliver Kahn ein Mann wäre, “dem man nicht so gerne zuhören würde”. Warum denn? Warum verallgemeinert er hier und meint das niemand gerne Oliver Kahn zuhört, der einer der besten Torhüter war, den die Nationalmannschaft jemals hatte und sicherlich auch jemand, der etwas von Fussball versteht. Dann unterlegt er Kahn in dem Ausschnitt mit einer einschläfernden Melodie und gibt ihn so der Lächerlichkeit preis. Womit hat Kahn das denn verdient? Wenn Frau Müller-Hohenstein ihm eine solche Frage stellt, wie sie es in dem Ausschnitt tut, dann kann er erstens die Situation der Nationalmannschaft sicherlich aus eigener Erfahrung gut beschreiben und zweitens hat er bei einer derart “seichten” Frage auch nicht sonderlich große Spielräume für “intellektuelle Erörterungen”. Übrigens die Shows bei denen Menschen mit irgendwelchen lächerlichen Hintergrundmelodien unterlegt werden laufen sonst auf so Sendern, wie RTL 2.
Dann als Nächstes berichtet er von dem Fan-Beauftragten, der gecastet wurde und ein einfacher Student sein soll. Der Fernsehkritiker “entlarvt” den Mann, als professionellen Sprecher. Das ist meiner Meinung nach allerdings wirklich eine “Aufdeckung” zweiten Ranges, weil was spricht dagegen, dass sich nicht gerade dieser Mann bei einem Casting durchgesetzt hat? Und vor allem wo ist denn ein professioneller Sprecher ein Profi in a) journalistischen Tätigkeiten (Fans interviewen und darüber berichten) bzw. b) Fussball?
Das nächste Thema, wo ich mit dem Fernsehkritiker uneins bin wären die RTL-Übertragungen über die Fussball-WM und seine Meinung, dass sie dies durchaus respektabel machen würden. Aber das ist sicherlich Ansichtssache. Allerdings merkt man doch allgemein sehr deutlich, dass der Fernsehkritiker ein massiver Gegner der GEZ ist.
Dann berichtet der Fernsehkritiker in “kurz kommentiert” über einen WM-Song von Elton und macht sich darüber lustig, dass er es damit wohl in “irgendeine RTL 2 Alkohol-Gröhlshow” schaffen würde und lässt dann ein unsympathisches Lachen hören. Sorry, aber sowas sehe ich sonst höchstens, wenn ich mir FOX News angucke. Die sind meiner Meinung nach genauso “fair and balanced”, wie der Fernsehkritiker es hier in dieser Folge zum Teil war.
Ich könnte jetzt noch weiter machen, aber ich denke bis hier hin sieht man, was ich nicht so toll finde und es kommen noch einige Sachen mehr, über die man was sagen könnte (Die Sache mit “Windoof” zum Beispiel). Abschließend möchte ich sagen, dass ich es schön finde, dass der Fernsehkritiker sich z.B. nicht durch Gerichte von Call-In Firmen verbieten lässt über diese zu berichten, aber zumindests diese Folge hier fand ich sehr schwach und meiner Meinung nach zieht sich das auch durch die ganzen letzten Folgen (von den früheren Folgen habe ich zugegebenermaßen wenige gesehen.)
Kreymeier benutzt zu seiner Kritik am Fernsehen das Stilmittel der Satire, dagegen ist nichts einzuwenden. Er überspitzt Sachverhalte, um so den Leuten den Spiegel vorzuhalten. Durch diese Satire will Kreymeier den spießigen Sumpf des TV bloßstellen.
Aber dann sollte er auch dieses Stilmittel anderen Leuten zugestehen und genau das tut er nicht. In seinem Forum achten die Moderatoren peinlichst genau darauf, dass alle Beiträge nur in einem unterwürfig-sachlichen Ton gehalten sind. Satirische Beiträge, welche auch nur den Anschein erwecken, dass sie Kreymeier oder seine Website veralbern könnten, werden gnadenlos zensiert und gelöscht. Die Moderatoren sind noch größere Spießer als die Spießer, die Kreymeier kritisiert. Kreymeier ist nur ein kleiner Möchtegernkritiker, der andere Meinungen unterdrückt oder unterdrücken läßt. Die Moderation seines Forums ist geprägt von Willkür und heuchlerischer Toleranz.
5 Kommentare for "Fernsehkritik-TV – Folge 49"
Also ich finde es ja immer ne runde Sache Kritik zu üben wo sie angebracht ist, aber der werte Herr aus dem Video übertreibt wirklich und ist bei seinen Ausführungen meist schlichtweg unsachlich. Ein klarer Fall für Fernsehkritikkritik TV.
Keine Meinung ist 100%tig richtig, aber auf was beziehst du dich da?
Ich muss Gregor da schon zustimmen. Ich kann auch mal erläutern warum.
Der Vorspann erinnert mich ja immer ein wenig an Kalkofes Mattscheibe und da kommt für mich schon ein Kritikpunkt, der sich meiner Meinung nach durch die ganze Sendung zieht. Irgendwie weis der Fernsehkritiker nicht so ganz genau was seine Sendung denn nun sein soll. Entweder ein eher nüchternes, um Objektivität bemühtes Format wie ZAPP oder doch wie Kalkofe, der die Abgründe des Fernsehens stets durch maßlose Übertreibung von bereits skurillen Dingen ergründet und aufgezeigt hat. Für mich sieht es eher so aus, als versuche er sich an Ersterem, aber zwischendrin streut er wahrlich skurille Einlagen ein.
Bis ca. Minute 3:45 ist finde ich auch eigentlich alles ganz in Ordnung. Dann berichtet er über Frau Müller-Hohensteins Aussage von einem inneren Reichsparteitag und bringt dabei einen “tollen” Schreieffekt und ein Hitler-Video. Ich meine was soll das? Das ist meiner Meinung nach weder lustig noch zielführend und passt überhaupt nicht in den sonstigen Ton des Beitrags. (Und ich bin der Letzte, der normalerweise Hitler-Witze nicht lustig findet.) Kurz darauf sagt der Fernsehkritiker, dass Oliver Kahn ein Mann wäre, “dem man nicht so gerne zuhören würde”. Warum denn? Warum verallgemeinert er hier und meint das niemand gerne Oliver Kahn zuhört, der einer der besten Torhüter war, den die Nationalmannschaft jemals hatte und sicherlich auch jemand, der etwas von Fussball versteht. Dann unterlegt er Kahn in dem Ausschnitt mit einer einschläfernden Melodie und gibt ihn so der Lächerlichkeit preis. Womit hat Kahn das denn verdient? Wenn Frau Müller-Hohenstein ihm eine solche Frage stellt, wie sie es in dem Ausschnitt tut, dann kann er erstens die Situation der Nationalmannschaft sicherlich aus eigener Erfahrung gut beschreiben und zweitens hat er bei einer derart “seichten” Frage auch nicht sonderlich große Spielräume für “intellektuelle Erörterungen”. Übrigens die Shows bei denen Menschen mit irgendwelchen lächerlichen Hintergrundmelodien unterlegt werden laufen sonst auf so Sendern, wie RTL 2.
Dann als Nächstes berichtet er von dem Fan-Beauftragten, der gecastet wurde und ein einfacher Student sein soll. Der Fernsehkritiker “entlarvt” den Mann, als professionellen Sprecher. Das ist meiner Meinung nach allerdings wirklich eine “Aufdeckung” zweiten Ranges, weil was spricht dagegen, dass sich nicht gerade dieser Mann bei einem Casting durchgesetzt hat? Und vor allem wo ist denn ein professioneller Sprecher ein Profi in a) journalistischen Tätigkeiten (Fans interviewen und darüber berichten) bzw. b) Fussball?
Das nächste Thema, wo ich mit dem Fernsehkritiker uneins bin wären die RTL-Übertragungen über die Fussball-WM und seine Meinung, dass sie dies durchaus respektabel machen würden. Aber das ist sicherlich Ansichtssache. Allerdings merkt man doch allgemein sehr deutlich, dass der Fernsehkritiker ein massiver Gegner der GEZ ist.
Dann berichtet der Fernsehkritiker in “kurz kommentiert” über einen WM-Song von Elton und macht sich darüber lustig, dass er es damit wohl in “irgendeine RTL 2 Alkohol-Gröhlshow” schaffen würde und lässt dann ein unsympathisches Lachen hören. Sorry, aber sowas sehe ich sonst höchstens, wenn ich mir FOX News angucke. Die sind meiner Meinung nach genauso “fair and balanced”, wie der Fernsehkritiker es hier in dieser Folge zum Teil war.
Ich könnte jetzt noch weiter machen, aber ich denke bis hier hin sieht man, was ich nicht so toll finde und es kommen noch einige Sachen mehr, über die man was sagen könnte (Die Sache mit “Windoof” zum Beispiel). Abschließend möchte ich sagen, dass ich es schön finde, dass der Fernsehkritiker sich z.B. nicht durch Gerichte von Call-In Firmen verbieten lässt über diese zu berichten, aber zumindests diese Folge hier fand ich sehr schwach und meiner Meinung nach zieht sich das auch durch die ganzen letzten Folgen (von den früheren Folgen habe ich zugegebenermaßen wenige gesehen.)
Kreymeier benutzt zu seiner Kritik am Fernsehen das Stilmittel der Satire, dagegen ist nichts einzuwenden. Er überspitzt Sachverhalte, um so den Leuten den Spiegel vorzuhalten. Durch diese Satire will Kreymeier den spießigen Sumpf des TV bloßstellen.
Aber dann sollte er auch dieses Stilmittel anderen Leuten zugestehen und genau das tut er nicht. In seinem Forum achten die Moderatoren peinlichst genau darauf, dass alle Beiträge nur in einem unterwürfig-sachlichen Ton gehalten sind. Satirische Beiträge, welche auch nur den Anschein erwecken, dass sie Kreymeier oder seine Website veralbern könnten, werden gnadenlos zensiert und gelöscht. Die Moderatoren sind noch größere Spießer als die Spießer, die Kreymeier kritisiert. Kreymeier ist nur ein kleiner Möchtegernkritiker, der andere Meinungen unterdrückt oder unterdrücken läßt. Die Moderation seines Forums ist geprägt von Willkür und heuchlerischer Toleranz.
Zapzwang: Eine Fernsehkritik auf meinem neuen Blog
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