8 Jun

…denn schließlich waren deren Stützpunkte innerhalb Deutschlands auch ein kleines Plus für die Wirtschaft. Ach ja… die Royal Air Force… Aber jetzt wo ich Eure Aufmerksamkeit habe, können wir mal über das Sparpaket reden. Wer übrigens schon beim Lesen der Überschrift an dieses Thema gedacht hat, bekommt einen Keks und sollte sich den Titel nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Es bewegt sich!
Da hat sich meiner-einer wochenlang gewünscht, dass die Schwarz-Gelbe Koalition endlich mal handelt und dann kommt es bei der erste wirklichen Handlung zu etwas, was ich auf der anderen Hand befürchtet habe: Tiefe soziale Einschnitte.
Prinzipiell wäre es mir am liebsten gewesen, wenn Merkel und Westerwelle sich weiterhin im Kreis gedreht hätten, dann wäre die Regierungskoalition mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Rekordzeit den Bach herunter gegangen, das kann nur besser werden. Wo sind eigentlich die ganzen Sonntagsfragen abgeblieben, ich würde gerne wissen wie das nun so aussieht…
War irgendwie zu erwarten
Es ist nicht so, als würde dieses Sparpaket nun ein gutes Licht auf Schwarz-Geld werfen – außer natürlich in der Springer-Presse die diesen Nonsense auch noch bejubeln. Sicherlich war es auch mir klar, dass es nicht ohne soziale Einschnitte gehen würde. Aber wenn ich mir das Paket so ansehe muss ich sagen, dass es auf mich so wirkt als wären viele Einschnitte abseits des Sozialbereiches nur gewählt worden damit sie schön aussehen, nicht damit sie sozial gerecht sind.
Ein Großteil dieses Sparpaketes wird auf dem Rücken der Leute ausgetragen, die ohnehin nichts anderes haben als die Hilfe vom Staat. Merkel scheint sich tatsächlich als Ziel gesetzt zu haben die unsozialste Kanzlerin aller Zeiten zu werden.
Schwarz-Gelb stutzt den Sozialstaat mit der großen Schere und bei der zugehörigen Pressekonferenz versuchte der asozialste Außenminister aller Zeiten auch noch Dinge wie die Nicht-Erhöhung der Mehrwerts- und Einkommenssteuer, des Solidaritätszuschlages und keine Kürzungen bei der Bildung als positive Punkte zu verkaufen. Ich musste mir diesen Worten einen Arzt vorstellen, welcher mir gerade das rechte Bein abgenommen hat und mir dann lächelnd sagt, dass es auch noch schlimmer hätte kommen können, schließlich habe ich das andere Bein ja noch…
Immer auf die Kleinen
Es gibt innerhalb dieses Paketes keinen Punkt, an dem ich sagen würde dass auch die oberen Schichten in diesen schweren Zeiten ihren Beitrag zum Sozialstaat leisten, abermals wird nur am unteren Ende der Leiter beschnitten.
Ein Punkt der mir besonders an die Nieren geht, ist die Tatsache, dass die Bundesagentur für Arbeit Leistungen stärker nach eignen Ermessen verteilen können soll und damit 1,5 bis 3 Milliarden Euro eingespart werden sollen. Wenn ich allein daran denke, was mir für Horrorgeschichten (auch aus dem persönlichen Umfeld) zu Ohren gekommen sind, bezüglich der momentanen Arbeitsagentur und der Tatsache wie sich einige Sachbearbeiter dort verhalten, will ich gar nicht wissen, wie sich diese Leute unter einem zusätzlichen Spardiktat verhalten.
Die Rentenversicherung bei Hartz-IV-Empfängern eingespart. Altersarmut much? Ja, ein Punkt bei dem Schwarz-Gelb schon bedingungslos garantieren müsste, jedem deutschen Arbeitslosen einen Job bin innerhalb eines Jahres zu vermitteln, bei dem dieser auch ordentlich in die Rentenkasse einzahlen kann. Tatsächlich haben sie auch deutlich durchscheinen lassen, dass sie davon ausgehen. Stimmt, wie wir wissen sind unter dem Dicken die Arbeitslosenzahlen konstant gesunken…
Dann wird bei den Heizkostenzuschüssen gespart, aber hey wir haben globale Erwärmung! Noch fünf bis zehn Jahre mit einer Schwarz-Gelben Wirtschaftspolitik und wir kommen ohnehin im Winter mit einem Satz warmer Decken aus.
Besonders lächerlich finde ich die Kürzungen beim Elterngeld, gerade in diesem Fall hätte ich mich für “ganz oder gar nicht” ausgesprochen. Ich weiß, dass es eigentlich dafür gedacht ist, dass zwei berufstätige Menschen ein Kind erziehen können – aber die Wirkung des Elterngeldes halte ich weiterhin für fraglich, viel besser hätte dieses Geld in anderen Bereichen helfen können.
Brennelementsteuer, Luftverkehrsabgabe und Finanztransaktionssteuer und die Abgaben der Bahn sind Dinge die ich persönlich für gut halte, aber ratet doch mal wo zumindest die Brennelementsteuer landen wird.
Generell denke ich aber, dass dieses eher kosmetische Verschönerungen am Sparpaket sind.Was die Kürzungen bei den Beamten angeht kann ich nur Nicken, auch bei der Bundeswehr habe ich keine Probleme damit – ich denke wir sollten einfach alle Stellen, die in Afghanistan anfallen, streichen.
Fazit
Die Gewichtung ist falsch. Keine Änderung des Spitzensteuersatzes, das einzige was Personen in den oberen Gehaltsklassen trifft ist die Kürzung des Elterngeldes, dass sowieso nicht wirklich Wirkung zeigt und erste seit Drei Jahren in Betrieb ist. Leidtragenden sind mal wieder die, die ohnehin schon nichts haben und einmal kann ich dem obligatorischen Opportunismus der SPD und Grünen vollkommen zustimmen.
Schwarz-Gelb hätte diese Krise als Chance nutzen können, das Steuersystem zu reformieren und das in einer guten Art und Weise, haben sie aber nicht und CDU und FDP machen nur einen großen Schritt in die den Weg hinunter den die beiden Parteien schon seit Jahrzehnten gehen.
Schlagworte: Politik
29 Kommentare for "ZachDenktNach: Nicht alles an der RAF war schlecht…"
Das Thema mit der Überschrift hast du ja mal gefickt eingeschädelt.
Nebenbei hättest einbringen können, dass die FDP jetzt doch wieder ne Wende in NRW gebracht hat und jetzt doch gerne eine Koaltition bilden würde und sogar gerne auf die Studiengebühren verzichten möchte.
Ansonsten ist dieses Paket ein weiteres Armutszeugnis der aktuellen Regierung, die in dieser Konstellation hoffentlich nicht länger besteht
Ich würde das Rumgezappel und ein Machtwort von Guido-Schlumpf, dass man doch sich in NRW gefälligst an der Macht festzukrallen hat nicht als ‘Wende’ bezeichnen.
Ich habe nun meine Abi und sobald ich fertig bin mit studieren gehe ich zu dieser abgefuckten Agentur und scheiß ihr auf die Matte.
kA warum du immer so übertrieben auf Schwarz-Gelb rumhackst?
Als ob es irgendeine andere Partei besser gemacht hätte.
Zu dem Punkt mit dem Arzt; Was soll der “asozialste Außenminister” denn sonst sagen? Ich freue mich darüber, dass die Mwst. nicht erhöht wurde.
Immer diese Vorstellungen vom Wohlfahrtsstaat…es ist schon ne Meisterleistung den irgendwie am Leben zu erhalten. Schlimm, wie es heutzutage total trendy ist Politiker in Grund und Boden zu kritisieren, obwohl man selber kaum Ahnung hat und anscheinend nicht mehr fähig ist irgendwo noch etwas positives zu erkennen-.-
Ist jetzt ein wenig viel, aber hab immer deine Beiträge über “Schwarz-Geld” (wtf…) gelesen und kann deinen extremen Standpunkt einfach nicht nachvollziehen.
Also wenn ich für dich deine Waschmaschine reparieren soll und das komplett vergeige, bist du also nicht sauer… sondern glücklich, dass ich mir nicht auch noch den Kühlschrank angesehen habe?
Dann Frage ich mich, welche Ahnung du über Politiker und deren Arbeit hast, dass du behaupten kannst ich würde zu unrecht Positives mehr in den Politikern erkennen. Allerdings nenne mir spontan eine gute Nachricht, die in den letzten Monaten aus Richtung Schwarz-Gelb kam. Oh alles was Leutheusser-Schnarrenberger gesagt hat natürlich ausgenommen.
Du meinst meinen Standpunkt AKA Meinung, die ähm so auch ein Oppositionspolitiker äußern könnte?
@Letes:
Also, ich kann mir nicht helfen, dein kommentar klingt irgendwie so als ob du bislang noch nie auf staatliche hilfen oder auf die dienste der verarschungsagentur angewiesen warst.
Fakt ist…. es gibt in deutschland nicht genuegend arbeitsplaetze fuer alle. Es ist fuer einen teil der deutschen bevoelkerung schlicht und einfach nicht moeglich, sich ihren lebensunterhalt selbst zu verdienen, und das wird sich in absehbarer zukunft auch nicht aendern. Das dem so ist liegt daran das die politik deutschlands auf permanentes wachstum und permanent steigende gewinne setzt, was die industrie dazu zwingt immer zu produzieren und dabei die kosten immer weiter zu senken. Das bedeutet natuerlich, konsequent arbeitsplaetze einzusparen.
Da die politik und die gesellschaft dafuer verantwortlich ist, ist es auch ihre aufgabe dafuer zu sorgen das die arbeitskraefte, die nicht mehr gebraucht werden, ein menschenwuerdiges leben fuehren koennen. Einsparungen bei der niedrigsten aller sozialen leistungen ist ein tritt in die eier derjenigen, die bereits am boden liegen. Was kommt denn als naechstes? Die kostenpflichtige entsorgung von langzeitarbeitslosen? Der entzug der buergerrechte? (Was koennte man damit alles sparen!)
Sorry, Letes.
Aber ich kann nur hoffen das du mal am eigenen leibe erfaehrst wie es ist mit dem staatlich verordneten minimum auskommen zu muessen.
Wo du quasi im letzten Nebensatz den “mal wieder nicht geänderten Spitzensteuersatz” ansprichst, fiel mir ein Interview mit Paul Kirchhof ein das ich gestern auf SPON gelesen hab. Leider ist das irgendie nicht mehr zugänglich wie es scheint…
Es ging darum dass er mal wieder, parallel zum Sparpaket, einen einheitlichen Steuersatz von 25% für alle forderte. Im gleichen Zug sollten aber auch alle Steuervergünstigungen, Subventionen und staatlich geförderten Schlupflöcher (wie Anlagen in standorttechnisch schwachsinnige Windkraftanlagen u.ä.) abgeschafft werden. Seiner Meinung nach könnte man hier extrem Sparen und gleichzeitig im Endeffekt mehr Geld einnehmen.
Ich weiß, der Mann ist viel kritisiert und umstritten. Aber ich persönlich kann an seiner Idee eigentlich nichts schlechtes finden. Es brächte ein einfacheres Steuersystem, riesige Einsparungen im (überflüssigen) Verwaltungsaufwand, bei Steuerberatern etc und darüber hinaus würde die “bösen” mehrverdiener dann ja auch alle ihre Steuern zahlen müssen und könnten ihr Geld nicht mehr anderweitig aber völlig legal “in Sicherheit” bringen…Offen blieb leider nur der Punkt ob und wie das ganze mit den Sozialabgaben gekoppelt würde. Denn hier liegt leider der Punkt welcher meiner Meinung nach dann darüber entscheidet ob das System gerecht wäre oder nicht.
Würde mich mal interessieren was du davon hälst, denn zum Thema “Spitzensteuersatz”, Sparen, usw hast du ja ne Meinung ;-)
p.S.: Afaik hat z.B. Estland ein solches, wohl auch recht gut funktionierendes System.
@akiwuff
“Das dem so ist liegt daran das die politik deutschlands auf permanentes wachstum und permanent steigende gewinne setzt”
Das das der Grund sein soll warum es keine Vollbeschäftigung gibt halte ich aber für eine sehr steile These. Ansonsten stimm ich aber deinem Kommentar zu.
Traurig, mal wieder trifft es das untere Drittel der Gesellschaft während die “Reichen” und auch die Konzerne fast so davonkommen.
Ich kann nur hoffen das es bei uns in Österreich ein anderes Sparpaket geben wird aber meine Hoffnungen sind diesbezüglich gering.
““Das dem so ist liegt daran das die politik deutschlands auf permanentes wachstum und permanent steigende gewinne setzt”
Das das der Grund sein soll warum es keine Vollbeschäftigung gibt halte ich aber für eine sehr steile These. Ansonsten stimm ich aber deinem Kommentar zu.”
Genau das ist aber eines der Kernprobleme.
Es wird einem immer versucht weis zu machen, dass Wachstum Arbeitsplätze schafft, das ist ein Irrtum, das Gegenteil ist der Fall, zumindest bei einem so stark entwickelten Land wie unserem.
Ein anderer Punkt ist dieses Festklammern an dem Ideal der Vollbeschäftigung. Die Industrialisierung und Technisierung bietet letzendlich nur zwei Möglichkeiten, entweder alle arbeiten, aber dafür jeder einzelne weniger, oder der einzelne arbeitet genau so viel wie vorher, dafür arbeiten weniger Leute. Der Sinn von Wirtschaft und Technologie ist doch uns von Arbeit zu befreien. Und mit Arbeit meine ich nicht Beschäftigung, sondern den Aufwand zur Befriedigung von Bedürfnissen. Schon jetzt ist es so, dass weniger als die Hälfte der Deutschen ein Einkommen erarbeitet, dass zum Leben reicht. Wenn du dann noch die ganze “Arbeit” wegnimmst, die letzendlich nur Selbstzweck ist (Stichwort Bürokratie), dann kommst du auf vielleicht 20-30% der Menschen, die arbeiten müssen, um unseren Lebensstandard Aufrecht zu erhalten. Aber statt zu sagen “Hey, wir sind so weit entwickelt, dass nur noch 20-30% arbeiten müssen, der Rest kann aus seinem Leben machen was er möchte ohne wirtschaftlichen Zwängen und Überlebensängsten ausgesetzt zu sein” versucht man am längst überholten Ideal der Vollbeschäftigung festzuhalten. Dazu kommt diese Idee vom ewigen Wachstum, die einfach völlig schwachsinnig ist. Man ersetzt Produkte, nicht weil die neuen besser oder sinnvoller sind, sondern nur um ein künstliches Wachstum zu schaffen, da die gesättigten Märkte in den Industrieländern kein natürliches Wachstum mehr zulassen. In den Entwicklungsländern ist noch Platz für Wachstum, aber die haben ja nun mal kein Geld, was will man machen.
Ich enthalte mich. Nö. Doch nicht.
Alles was diese Regierung verbricht ist einzig und allein Eidbruch, nämlich Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Das Wohl von Wenigen über das Leid der Anderen zu stellen ist mal sowas von fernab jeglicher ethischer Grundlage, da gibts nicht mal Worte für.
Meine Stimme tendiert derzeit in Richtung Volksaufstand. Ich wär dabei!
Ich verstehe nicht warum ihr immer den Spitzensteuersatz heben wollt. Ein Beispiel: Meine Eltern sind beide Ärzte und arbeiten 50-60+ Stunden die Woche (am Wochenende auch zu Hause, Vorträge vorbereiten etc etc.)
Sie sind keine Chefärzte, verdienen sich also nicht an Privatpatienten dumm und dämlich. Trotzdem kommen sie mit allen Nebeneinkünften aus Vorträgen etc auf ein Einkommen der mit dem Spitzensteuersatz (42%?) zu besteuern ist. Natürlich geht es uns nicht schlecht, aber warum sollten meine Eltern die für ihre Arbeit vergleichsweise noch schlecht bezahlt werden einen noch höheren Steuersatz bezahlen müssen. Bürger die knapp über der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz liegen und ihr ganzes Leben sehr hart dafür gearbeitet haben müssen sich doch ganz schön verarscht vorkommen oder nicht? Mag sein dass es Spitzenverdiener gibt die es verdient hätten mehr Steuern zu bezahlen aber es gibt eben solche und solche Gutverdiener.
Den Spitzensteuersatz für Besserverdienende natürlich. Wir brauchen eine ganz andere Staffelung.
Was wäre denn dann überhaupt gegen einen einheitlichen Steuersatz einzuwenden. Von einem moralisch/ethisch/sozialem Standpunkt aus den hier ja anscheinend viele vertreten ist ein einheitlicher Steuersatz ja wohl ein Maximum an Gerechtigkeit/Gleichstellung. Oder mal den Spiess umgedreht: Was berechtigt den Staat dazu die besser verdienenden höher zu besteuern als die schlechter verdienen. Beziehungsweise mit welcher Moral/Ethik die ja so hoch gehalten wird begründet ihr dies. Unabhängig von etwaigen lokalen/gesellschaftlichen Differenzen zwischen den Menschen (die man natürlich nicht außer Acht lassen darf) ist doch zunächst einmal jeder seines eigenen (Un)Glückes Schmied (oder Der des seiner Kinder). Also wie ist es moralisch/ethisch zu begründen, dass jemand der besser verdient mehr von seinem Geld abgeben muss. Mir kommt es immer so vor dass bei vielen einfach nur immer der Neid hochkommt und dann nach höheren Abgaben für eben jene Spitzenverdiener geschrien wird. Wenn ich von irgendwelchen Millionengehältern irgendwelcher Manager höre denke ich mir nur “Gratz, that’s Kapitalismus und ihr habts geschafft.” wenn die jetzt mehr Steuern zahlen müssten wäre es für die warscheinlich leicht zu verkraften aber meiner Meinung nach keinesfalls gerechter. Ich fände es von einem moralischen Standpunkt aus nicht verwerflich wenn ein Herr Macht (Vorstandsvors. Porsche) genauso viel von seinem Geld abgeben muss wie der Kassierer im Supermarkt.
Ich bin genau dann für die “Reichensteuer”, wenn das Erstudium kostenlos ist. Den dann gibt es die Grundlage, dass solche Leute dem Staat das irgendwo wieder zurückzahlen!
Schrecklich, der Wohlfahrtsstaat wird beschnitten! Schnell nach Afrika, da ist es viel besser!
eigentlich müssten die deutschen mal aus dem quark kommen in frankreich hätten wir jetzt schon längst brennende vorstädte, aber hier lassen sich alle wie die lämmer zur schlachtbank führen…
Ich finde die Punkte die hier angesprochen werden sind alle sehr strittig. Zum einen sehe ich nicht das jeder Mensch das Recht hat vom Staat, also von allen ausser den Bürgern die in diesem Leben, weil diese wollen ja nichts bezahlen, zumal wieso sollen Leute die hart arbeiten dazu gezwungen werden für andere mitzuarbeiten nur weil sie im selben Land wohnen, durchgefuttert zu werden und dann auch noch anspruch auf Luxus erheben kann. Dies ist eine sehr Rote Utopie die so nicht funktioniert, alleine weil der Mensch alleine erstmal an sich denkt bevor er anderen was abgiebt.
Leben ist halt unfair, ob es euch passt oder nicht. Und bei den verlierern trifft es bestimmt nicht zum großteil die Falschen im evolutions-technischen Sinne, sondern die die es halt nicht so drauf haben.
Wieso nun nicht die zu abgaben auffordern die sie theoretisch machen könnten ? Vielleicht würden diese Leute dann einfach gehen, wir leben ja noch nicht in einem Weltstaat.
Der kapitalismus ist sicherlich ne bescheuerte Sache wenn man sich die heutige Situation anguckt, doch die auswahl ist einfach nicht da. Der Kommunismus und seine Planwirtschaft funktionieren nicht, dass wissen wir alle.
Wir könnten die arbeit abschaffen. Jeder bekommt sein grundeinkommen und nur die, die auch wollen, gehen arbeiten, doch woher kommt das Geld ? Drucken wir es einfach ? Würde jedoch zu einer Verstaatlichung aller produktionen führen, mit einer internen Währung. Am besten bezahlt man die Menschen dann gleich in Gütern…
hmm…vermisst noch wer die individualität ? Ich glaube diese idee ist reichlich bescheuert und würde Deutschland in den ruin treiben. Lieber kein Wohlstand für alle als Wohlstand für wenige ?
Fakt ist, dass Fortschritt bedeutet mehr Produktion bei weniger Produktionsaufwand.
Solange Maschinen günstiger sind als Menschen(-Sklaven) werden sie uns Arbeitsplätze wegnehmen und die Hochspezialisierten Arbeitsplätze die noch bleiben werden von der “Elite” besetzt. Diese Elite Bezahlt natürlich ungerne die Menschen die halt nicht so cool sind wie sie. Finde ich richtig so. Soll so bleiben. Und wenn jemand ne bahnbrechende Idee hat und nicht lieber einfach meckert, dass ihm Geld in den Arsch gepumpt wird, von dem man ganze dörfer in Afrika bewirtschaften könnte, soll diese äussern.
Ansonsten höhrt auf zu jammern das es euch in Deutschland so kacke geht oder Wandert aus nach China. Die werden ebenso kommen und fallen wie alle Großen Wirtschaftsnationen.
Fals jemand mal Brave new World gelesen haben sollte:
Ich finde dieses Buch bietet eine gute Lösung für alle Probleme :)
Ich finde es wirklich bedenklich, was hier manche Leute für Einstellungen haben.
Da denkt man sich, wie bescheuert sind Islamische Terroristen, wenn sie sich selbst in die Luft sprengen, aber hier auf der Seite tummelt sich die deutsche Version selbiger Geister, mit Apocalyptischem Denken, wo nach die Gesellschaft eh dem Abgrund entgegen sieht, und weil das Bundesministerium für Arbeit im Etat kürzer Tritt gleich Zitat:, “brennende Vorstädte” wie in Frankreich fordern.
Das wir die geringste Arbeitslosenzahl seit 1992 haben scheint niemanden zu interessieren und dass im Gegensatz zu 95% des Rests der Welt wirklich jeder in Deutschland gerade durch Computer und Internet Zugang zu diesem Blog hier hat.
Die Einspaarungen im Haushalt sorgen dafür das eure Kinder mal 20% mehr Harz 4 bekommen als sie es sonst täten, und die nicht so krasse Überbesteuerung der Millionäre sorgt dafür, dass sie sich nicht überlegen morgen Monegassische Staatsbürger zu sein und in Deutschland garkeine Steuern mehr zu bezahlen oder was würdet ihr tun, wenn ihr 50% eures Einkommens erstmal abgeben dürft, aber für nur 5% ans Mittelmeer zieht?
Ich muss wowes da Recht geben.
Allerdings wäre selbst diese Steuer nur ein erster Schritt. Man muss nämlich beachten, dass die jetzigen Reichen das Geld auch vererben und dann die Söhne und Töchter es viel leichter haben an noch mehr Geld ranzukommen.
Ich will sagen: Selbst wenn die Steuer eingeführt werden würde, so würde keiner in der gleichen Ausgangssituation starten.
Ausweg wäre: Nach dem Tod von Jemanden geht das meiste Vermögen an den Staat, sodass jede Generation quasi sich selbst erst hocharbeiten muss.
@Bairuike:
Zuallererstmal: Weil genau DAS Solidarität ist. Und meistens geht es nicht darum, dass “ich” für “dich” bezahle, sondern dass “du” mal in diese Kasse einbezahlt hast… ;)
Weiterhin, wenn “ich” meinen Job NUR deswegen verliere, damit “du” mehr Gewinn machen kannst, ohne dass “ich” einen Fehler gemacht habe ist das asozial, und dann wärst “du” der asoziale, nicht “ich”, nur weil “ich” jetzt Hilfe brauche.
Zu deinem Evolutionsargument kann ich nur sagen: Was binn ich froh, dass die “dies nicht drauf haben” nicht mal Gewalt anwenden um sich zu nehmen (!) was sie wollen…dann sähs nämlich ganz anders aus… bei “Penner mit Hammer” gegen “Banker” setze ich auf den Penner…
Zu den Maschinen: Wenn aber die Maschine nur dafür sorgt, dass der Maschinenbesitzer auf einem “grösseren” Geldhaufen sitzen kann, dann ist das “abschaffen” des Arbeitsplatzes wiederum….asozial und nicht zwangsweise Fortschritt.
Und zum Chinavergleich: Nur weil irgendwo NOCH schlimmere Zustände herrschen heisst das nicht, dass man “hier” nicht kritisieren darf…wär ja noch schöner ;)
@Nebu:
“brennende Vorstädte” sind auch nur ein Zeichen dafür, dass ein nicht ganz unwesentlicher Anteil der BEvölkerung mit irgendwas nicht zufrieden ist ;) Und “nötig” sind die auch nur, wenn sehr sehr lange nicht auf Wünsche und Probleme eingegangen wird.
Ob die Arbeitslosenzahl wirklich niedriger ist als 1992 ist weiss ich nicht… denn jeder Arbeitsllose der in einem 1-Euro-Job ist und/oder eine lustige Maßnahme macht ist….bingo, für die Statistik nicht arbeitslos.
Und zu den auswandernden Monegassen…
1. Wenn der “Reiche” aber auch 100mal soviel vom Aufschwung hat, ist es nicht unfair, wenn er auch ein wenig mehr bein Abschwung zahlen muss.
2. Es ist ja nicht so, dass der Steuersatz von 9 auf 50% gesetzt werden sollte, sondern von 45 auf 47,5
Wer hat den die Sozialleistungen eingeführt die wir momentan haben? Schwarz-Gelb war das nicht, sondern die ach so soziale Arbeiterpartei SPD und die “wir haben alle lieb, ausländer sogar etwas mehr” Grünen.
@Bloodshade
Selbstverständlich ist es Sozial in die Kasse einzuzahlen, damit es auch anderen gut geht, aber es ist kein selstverständliches Recht, was jeder in anspruch nehmen kann, sondern ein Luxus, den sich Deutschland leistet. Ich finde das ja auch nicht direkt schlecht, doch die Menschen den man damit hilft, sind diejenigen, die jammern, dass sie nicht genug bekommen.
Du sagtest:
Weiterhin, wenn “ich” meinen Job NUR deswegen verliere, damit “du” mehr Gewinn machen kannst, ohne dass “ich” einen Fehler gemacht habe ist das asozial, und dann wärst “du” der asoziale, nicht “ich”, nur weil “ich” jetzt Hilfe brauche.
Wenn ich dich wirklich NUR entlasse damit ich mehr gewinn bekomme ist das nicht Sozial, bringt aber sowohl Deutschland als auch anderen mehr Wohlstand. Von diesem Gewinn gebe ich ja auch wieder etwas ab, zwar nicht alles aber etwas. Der Gewinn wird dann meist dazu benutzt Die Wirtschaft anzukurbeln, d.h. wird in die entwicklung bzw, den verbrauch gesteckt, was wiederum irgendwo anders für Arbeitsplätze sorgt. Wenn nicht nach mehr Gewinn gestrebt wird, bleibt man auf dauer nicht konkurenzfähig, was zum verlust von mehr Arbeitsplätzen führt, da der Arbeitgeber pleite geht.
Bei banker gegen penner mit Hammer setzte ich im one on one auch auf den Penner. Nur sobald es mehr werden, setze ich auf die Banker da diese sich besser organisieren als die Penner und sich etwas suchen was die Penner mit dem Hammer aufhält.
Ich frage mich nur immer wieso Kritisiert wird, dass der Staat einem seine ganze Existenz sponsort. Was soll der Staat noch tun wofür er eigentlich kein Geld hat ?
@Bairuike:
Wieder falsch, “man” zahlt nicht in die Kasse ein, damit es “anderen” gut geht, sondern “man” zahlt in die Kasse ein, damit “man” (derselbe “man” übrigens) in schlechten Zeiten daraus was kriegt…
Dass das Geld, das ich heute einzahle heute von anderen verbrauhct wird wie mir, ergo morgen jemand dann “für mich” einbezahlen muss ist zwar richtig, aber prinzipiell ist es, wenn ich gearbeitet habe und dann arbeitslos werde “mein Geld” hart gesagt.
Und “Leute die noch nie ne Arbeit hatten” genauso zzu behandeln wie “Leute die nahc 40 Arbeitsjahren ihre verlieren” ist zynisch und arschlochmässig oberste Kante.
Wenn man Firmengewinn maximiert bringt das Deutschland nicht pauschal etwas, wenn MErcedes Benz (die zahlen glaube ich 1 Euro Steuer im Jahr…) die Mitarbeiter entlässt und ein Gewinnmaximiertes Werk in China oder sonstwo baut bringt das Deuutschland garnichts, es bringt nur den MErcedes-Aktionären und vor allem dem Bonus des Hauptmanagers was ;)
Und es gibt einen Unterschied zwischen “mehr Gewinn” und “Heuschrecke”.
@Existenz sponsorn: Du wirfst hier “noch nie gearbeitet Leute” in einen Topf mit “Hat den Job nach langen Jahren verloren” leuten, und wenn die Einstellung von dir (oder der GEsellschaft) wirklich ist “Wer duchs Raster fällt, hat eben PEch, Karma!” dann wünsche ich mir ernsthaft, dass die durchs Raster gefallenen mal einen Aufstand anzetteln der sich gewaschen hat…
Was ist daran denn so schwer zu akzeptieren, dass man nicht für sich, sondern grundsätzlich für andere arbeitet. Jeder Angestellte bekommt nur einen Bruchteil von dem Mehrwert den er schafft als Gehalt ausgezahlt und von diesem Gehalt gibt er auch noch einen Teil ab, wenn er Familie / Kinder hat sogar noch deutlich mehr. In der heutigen Gesellschaft arbeitet man nicht für sich selbst, sondern für andere. Ich weiß jetzt nicht warum es ok ist für den raffgierigen Manager aber nicht für den zwangsläufig gierigen (weil armen) Arbeitslosen (der oft keine oder nur geringe Schuld an seinem Zustand trägt) zu arbeiten. Zusätzlich dazu hat der Manager auch noch genug zum Leben und der Arbeitslose nicht. Sicher tut der Manager auch seine Arbeit, aber trotzdem ist er an dem Mehrwert den DU schaffst direkt beteiligt und das ohne etwas dafür getan zu haben.
Was manche schon angesprochen haben ist einfach ein wichtiger Punkt. Es gibt NICHT genug Arbeitsplätze und es wird sie auch in Zukunft nicht wieder geben, falls es nicht wieder zum Kriegsfall kommt oder aus einem anderen Grund unser Land wieder aufgebaut werden muss. Das heißt Menschen müssen durchs Raster fallen. Und wenn ihr mir hier mit natürlicher Selektion anfangt… da gabs schon mal so ein paar Leute die sich die Evolutionstheorie ein bisschen umgedichtet haben. Denkt mal drüber nach.
Nebu kann ich nur zustimmen.
Pander:”Jeder Angestellte bekommt nur einen Bruchteil von dem Mehrwert den er schafft als Gehalt …”
Ja aber der Angestellte trägt auch kein Risiko und keine Verantwortung. Heutzutage wird aber nur das bezahlt, da pures arbeiten von jedem gemacht werden kann und damit kein gesuchtes Gut ist. Angebot und Nachfrage.
Bloodshade:”Wieder falsch, “man” zahlt nicht in die Kasse ein, damit es “anderen” gut geht, sondern “man” zahlt in die Kasse ein, damit “man” (derselbe “man” übrigens) in schlechten Zeiten daraus was kriegt…”
Dann sollte jeder selber entscheiden können ob er einzahlen will oder nicht und auch nur entsprechende Leistungen erhalten. Dann gäbe es keine ungerechte Verteilung in die Richtung, da Menschen die 40 Jahre gearbeitet haben auch 40 Jahre lang eingezahlt haben können.
Zuletzt sollten wir uns vielleicht nochmal klar machen wieso in Deutschland Sozialhilfe gezahlt wird. Und der grund hat nichts mit Nächstenliebe oder so etwas zu tun. Wie alles was Menschen antreibt geht es auch hier nur um den Eigennutz.
Aus dem gleichen Grund wieso arbeitslosen auch Fernseher spendiert werden, wird auch die Alkoholsteuer nicht angehoben usw. All diese Dinge stellen die untere Bevölkerungsschicht ruhig und sorgen dafür das sie nicht irgendwann mit Keulen durch die Viertel der Wohlhabenden ziehen um sich zu versorgen. Wir haben hier also einen ganz klaren anreiz der besser verdienenden die untere Bevölkerungsschicht soweit ruhig zu stellen, das sie nicht aktiv wird und die Dinge selber in die Hand nimmt.
Wenn aber irgendwann der Nutzen, den man aus der Sozialhilfe zieht geringer ausfällt, als der Preis den man dafür zahlt, macht es keinen Sinn mehr mehr zu zahlen.
Diese Grenze muss jeder für sich selber finden aber es gibt sie.
zum Thema “Penner gegen Bänker”:
Der Bänker bezahlt nen Sicherheitsdienst, der den Penner festimmt und ihn in den Knast steckt, wo dieser wieder auf Staatskosten lebt. Der Bänker bezahlts am ende doppelt.
Wir haben in Deutschland eines der besten Sozialsysteme die es gibt. Wem es hier zu schlecht geht, der lebt über seine Verhältnisse! (zu arbeitslosen die gearbeitet haben siehe oben)
Und Mercedes baut sein Werk nur in China, weil es dort keinen überzogenen Arbeitnehmerschutz gibt, keinen Mindestlohn und die Einstellung zur Arbeit eine ganz andere. Und wenn ich mir meine Generation angucke (Oberstufe) dann wundert es mich überhaupt nicht das es mehr arbeitslose gibt. Ich würde etwa 50% meiner Mitschühler nicht einstellen, da für sie Arbeit eine Belastung darstellt und nicht eine Herausforderung.
Insgesammt glaube ich das Zach etwas trollt was dieses Thema angeht, da jeder Post gleich verläuft. Wenn aber die so oft beschworene Mehrheit so unzufrieden wäre, hätten wir eine andere Regierung, oder aber es ist der Beweis dafür das der Bänker besser organisiert ist als der Penner.
/sign
entweder habe ich alles entkräftet und mit allem recht oder der Beitrag ist zu weit unten und nicht mehr würdig weiter getrollt zu werden
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