9 Mai

Ich weiß Ihr erwartet alle, dass ich etwas über die Landtagswahl schreibe. Aber vor 18 Uhr gibt es da ohnehin nicht so viel zu sagen, außer dass ich wählen war und dass Ihr – wenn Ihr noch nicht wart – jetzt Euren Hintern heben solltet!
Meiner Meinung nach deutet sich aber schon der erste Schock an: Erst gegen Mittag überschritt die Wahlbeteiligung in NRW 30%-Marke. Alles in allem ein schlechter Schnitt und indirekt geben bereits einige Zeitungen und Nachrichtenagenturen dem Muttertag die Schuld.
Ja, genau. Wie wir alle wissen, ist der Muttertag ja so ein wichtiger Feiertag, dass man währenddessen nicht mal irgendwann zwischen Öffnung der Wahllokale und 18 Uhr wählen gehen kann.
Ich glaube das natürlich nicht, ehrlich halte ich das für einen ziemlichen Unsinn, dieses als Begründung vorzubringen welche die Menschen von den Wahlurnen weg treibt. Ich glaube es handelt sich hierbei mehr um die Tatsache, dass die Menschen von den großen Volksparteien bzw. den regierenden Parteien enttäuscht sind und die kleineren nicht als Alternative gesehen werden. (Oder diese in den Medien nicht als Alternativen ernst genommen werden.)
Es ist ja nicht nur die NRW-Wahl die eine miese Wahlbeteiligung zu beklagen hat. Europawahl und Bundestagswahl waren dort nicht anders bei der Beteiligung, die Bundestagswahl verzeichnete mit rund 70% die geringste Wahlbeteiligung seit Bestehen der Bundesrepublik, bei der Europawahl gingen nur ca. der Berechtigten 43% zur Wahl.
Ich sage es nochmals, ich bin für eine Wahlpflicht – wer nicht wählen geht und keine gute Entschuldigung vorbringen kann, soll 25 Euro Strafe zahlen – man muss nur einen weiteren Punkt auf die Listen machen, der da heißt: “Keine Partei sagt mir zu” und es ist perfekt. Eventuell streckt man dazu noch die Wahl auf mehrere Tage hinweg, damit Leute die an dem Sonntag dann doch auf einmal nicht aus beruflichen Gründen können, eine zweite Chance haben.
Mir persönlich entzieht es sich, warum man nicht zur Wahl geht. Aber vielleicht habt Ihr da eine Erklärung? Und wie könnte man die Menschen ohne Zwang an die Wahlurnen bringen?
Schlagworte: Politik
27 Kommentare for "Diskussion: Muddertach und Landtachswahl"
Wie wär’s mit Kaffee und Kuchen?
Ich geh auch gerne zum Blutspenden, weils da so lecker Essen gibt :)
Ich unterstütze den Antrag auf Wahlpflicht!
oder noch besser: vote for zach for president ;)
Ich gehe ja nicht wählen, weil meine eine Stimme keinen, bzw. so minimalsten Einfluss hat. Ist einfach so. Und jetzt kommt mir nich mit “wenn jeder so denkt”. Die Wahlbeteiligung wird weiter runtergehen, bis bei irgendeiner Wahl etwas richtig schief geht, d.h. extreme (links wie rechts) Parteien große Anteile bekommen, dann merkt auch der “wird-alles-schon-laufen”-Bürger, dass er mal wieder wählen sollte.
Ein anderer Punkt: warum beschweren sich Wähler darüber, dass andere nicht wählen gehen? Freut euch doch, eure Stimme zählt mehr.
Ganz einfach: Wir holen P. Diddy nach Deutschland und der knallt einfach jeden ab der nicht wählen geht.
Bei der Bundespräsidentenwahl waren es auch nur knappe 50% (natürlich im Ösiland), aber ich denke eine Wahlpflicht würde etwas bringen, gibts sowas nicht in Belgien?
Ich war heute auch schon wählen.
Das Argument Muttertag zieht nicht, denn es gibt die Möglichkeit auch vorab Briefwahl zu beantragen, da manche ja nicht an diesem Tag können.
Wahlpflicht gibts in Belgien, Strafen werden aber nicht vollzogen, also nur auf dem Papier.
@blablubb: Genau an dem Tag an dem Kommunisten oder Faschisten eine Mehrheit haben wird der Rest aufwachen ;) Hat ja schonmal funktioniert…
@plantage Du hast vor kurzen die South Park folge gesehen? hab ich recht?
Ich bin gegen eine Wahlpflicht. Eine Wahl ist per Definition die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu entscheiden. Wenn man das aber gar nicht will – aus welche Gründen auch immer – ist das im weitestens Sinne auch eine getroffene Wahl.
Weiterhin habe ich jeden Tag sehr viel Kontakt mit sehr sehr vielen Menschen. Der guten Hälfte davon würde ich ihr Wahlrecht lieber entziehen. Grundsätzlich fände ich die “Keine dieser Parteien passt zu mir” Idee auch jetzt schon gut, ich sehe nur ein Problem darin, dass leider viele Menschen das Gefühl haben: Wenn sie bei einer Sache mitreden müssen, dann möchten sie dazu auch eine Meinung haben. Wenn nun Otto Normal, der sich einen Dreck für Politik interessiert, zum Wahllokal begibt und vorm Wahlzettel steht, kreuzt er womöglich spontan getroffene Entscheidungen an, aufgrund einer kurzen Überlegung, die meistens eher “Was möchte ich nicht?” als “Was möchte ich?” lautet. Letzteres geht auch gar nicht, denn um die zweite Frage zu beantworten, müsste man sich schon vorab mit Politik beschäftigen.
Gewiss gibt es auch jetzt Leute, die Parteien spontan wählen, ohne das Wahlprogramm zu kennen bzw. Leute, die immer wieder die gleiche Partei wählen, wie sie es auch die letzten 20 Jahre taten, ohne eventuelle Änderungen zu seinen Präferenzen und dem Parteiangebot der gewählten Partei überprüft zu haben. Und genauso würden sich bestimmt viele durch eine Wahlpflicht eben doch ein bisschen mit der Politik beschäftigen. Da ich aber schon zu viele Idioten getroffen habe in meinem Leben, erwarte ich, dass meine negative Vorahnung eher erfüllt wird.
Selbst bin ich zum Wählen gegangen und halte meine Freunde und Bekannte/Berufskollegen auch dazu an. Jedoch: Viele, vor allem im Freundeskreis, gehen trotzdem nicht wählen. Das liegt in meinem, im Prinzip ausschließlich studentischen Freundeskreis, an folgenden Punkten:
- Die Leute sind noch nicht umgemeldet, und haben kein Interesse, zu Hause wählen zu gehen (wenn sie denn heute zu Hause sind) bzw. sind zu kurzsichtig/faul für Briefwahl
- Die Leute sind umgemeldet, haben aber keinerlei Interesse an der Politik in der “neuen” Stadt. Hierzu gehören auch Leute, die schon 3 Jahre oder länger am selben Ort wohnen und studieren. Das sind dann meistens die, die jedes Wochenende heimfahren, um sich von Mama noch die Klamotten waschen zu lassen
- “Es ändert sich ja eh nix”
- Selbst bei minimalem Interesse in Politik betreffen sie einfach keinerlei Punkte – außer die Studiengebühren, aber von locker >10 guten Studenten-Freunden muss auch nur eine arbeiten gehen und einer machts mehr oder minder freiwillig. Der Rest wird komplett von Bafög und/oder von zu Hause (bzw. Erbschaft) unterstützt und findet Demonstranten gegen Studiengebühren sogar noch eher nervig und peinlich. Eine Beteiligung ist bei denen nicht zu erwarten.
Ich muss sagen, ich habe aus dem ersten Grund 2 Jahre lang in München auch nicht gewählt. Aber spätestens, wenn man zu 100 % auf den eigenen Beinen steht respektive RICHTIG arbeiten geht, geht einen Politik sehr wohl was an. (Eigentlich geht einen das Land – es ist ja noch nicht mal ne Bürgermeisterwahl oder so, es geht um die komplette Landesregierung! – immer was an… aber mit meinen Freunden ist eine Diskussion mittlerweile aussichtslos.)
Viel Text, sry.
“Die Leute sind umgemeldet, haben aber keinerlei Interesse an der Politik in der “neuen” Stadt. Hierzu gehören auch Leute, die schon 3 Jahre oder länger am selben Ort wohnen und studieren. Das sind dann meistens die, die jedes Wochenende heimfahren, um sich von Mama noch die Klamotten waschen zu lassen”
Bis zu dem Wort “studieren” finde ich den Stichpunkt in Ordnung .).
Gründe, warum Personen nicht wählen gehen, wurden ja schon zahlreich genannt. Den Parteien fehlt allgemein einfach die Kompetenz bzw. Leute mit Kompetenz an der Spitze.
Und damit meine ich Leute, die außer doof in die Kamera grinsen und 0815-Reden schwingen auch noch was anderes “drauf haben”.
Und ja, ich wohne auch schon fast 3 Jahre hier in meiner Stadt und habe auch nicht so das große Interesse an der lokalen Politik. Ich schaue mir aber trotzdem die tolle Wahlwerbung aus dem Briefkasten an und gehe wählen.
Schadet ja nicht, wenn man mal 20 Minuten vom PC weg ist^^.
Wahlen gehen doch schon über mehrere Tage. Briefwahl?! Inzwischen kann man die Briefwahl vor Ort ausfüllen und einschmeißen.
@Mr.x: Das war auf meinen Freundeskreis, genauer gesagt auf die Studenten unter ihnen bezogen. Ich kann es tatsächlich verstehen, wenn man dort nur studiert und schläft, aber immernoch im Heimatort “lebt”. Eine der beiden verpassten Wahlen ging um den Bürgermeister in meinem Heimatdorf, der allerdings eh keine Konkurrenz hatte und sowieso bestätigt worden wäre (/ wurde). Bei der um den Münchner Bürgermeister tuts mir im Nachhinein leid, nicht mitgewählt zu haben, da ich ja gar nicht zugelassen war. Wie gesagt, wenn man noch bei seinen Eltern “lebt”, wennn auch nicht mehr “wohnt”, kann ich es irgendwo noch nachvollziehen.
Sobald man sich aber irgendwohin ummeldet, sollte man sich auch etwas am neuen (offiziellen) Wohnort beteiligen. Meine Cousinen sind beide in München gemeldet, wohnen und arbeiten dort, fahren aber auch jedes Wochenende und teilweise sogar werktags nach Hause und haben auch entsprechend 0 Interesse an München. Das finde ich ziemlich schade und auch falsch.
Ich gehe grundsätzlich nur indirekt wählen. 1. Bin ich nicht gerade sehr bewandert in Sachen Politik (nur das wichtigste, was mich auch betrifft, interessiert mich. Und Schlechtes, was alle betrifft). 2. Finde ich die Wahl zwischen Scheiße, noch mehr Scheiße, Kot und Exkrementen nicht sonderlich prickelnd.
Trotzdem gehe ich immer wählen (außer bei Landtagswahlen). Ich male meist Bildergeschichten auf den Wahlzettel. Ich will ja nicht das sich unsere Übernationalen freuen.
Lösungsvorschlag:
Online wählen gehen. Im Idealfall öffnet sich in PopUp im Browser, man gibt kurz seine Wahl-ID mitsamt Stimmen ein und fertig is. Diese Idee würde ich dann zusätzlich mit dem “Keine Partei sagt mir zu”-Button kombinieren. Wer letzteres anklickt kann dann bei Bedarf noch nen Fragebogen ausfüllen, was er so gern hätte.
Ich persönlich bin heute zur Wahl gegangen, trotz Muttertag, trotz Freundin und trotz Clone Wars S01.
Ich denke das WIE man die Leute ans wählen bekommt ist die falsche Frage. Ich würde eher die Frage stellen, WARUM die Leute nicht wählen gehen.
Warum ich meine Stimmen abgegeben habe? Weil ich verhindern wollte, dass einige Punkte aus bestimmten Parteiprogrammen, insbesondere der Bildungspolitik, eine Chance auf Erfolg haben.
Ich stelle mal die Behauptung auf, dass viele Menschen gar nicht wissen, für was die einzelnen (großen) Parteien im Grunde genommen stehen. Viele dürften z.B. nicht Wissen, dass Rot-Rot-Grün für ein Gesamtschulystem in NRW ist, Schwarz-Gelb ist dagegen. – Ob ich persönlich das jetzt gut oder schlecht finde lassen wir jetzt mal komplett außen vor.
Mit solchem Wissen könnten die Menschen die Wahlen direkter auf ihr Leben beziehen und entscheiden sich dann vielleicht doch zu wählen, damit der Worst Case nicht eintritt.
Drannach, ich als Informatiker sage dir – nach abgleich aller Möglichkeiten und wie sicher sie sind – du willst nicht online wählen und du willst auch sicher nicht mit einer Maschine wählen… du willst per Briefwahl oder ganz normal wählen.
@Bloodshade
Falls du auf 1933 anspielst: Die NSDAP hatte _nie_ die absolute Mehrheit in freien Wahlen erreicht. Das schafften sie erst, als Hitler schon an der Macht war und die Wahlen weder frei noch unverfälscht waren ;)
@Izzy: Aber man weiss, denke ich, was gemeint war.
Prinzipiell ist ein “ungültig wählen” (was ja nichts anderes heisst wie “Mir gefällt keine Option”) ja auch okay…aber es ist immerhin “gewählt” ;)
Und generell: wer bei 25+ Parteien keine findet, die er glaubt wählen zu können, sollte sich mal überlegen, ob er verstanden hat, wie eine Gemeinschaft funktioniert…nämlich nicht so, dass jeder Teilnehmer an der gemeinschaft einen Katalog mit Dingen aufschreibt, die ihm wichtig sind, und dann ALLE haben will, Punkt basta aus…
Und spätestens wenn man Prioritäten setzt findet man meistens immer irgendeine Partei.. und wenns ne kleine is.
Das ist mir schon bewusst, Zach. Der Schwerpunkt bei meinem Beispiel lag mir persönlich allerdings nicht bei der sicheren Umsetzung, sondern bei der Faulheit des Menschen. Das Beispiel was dafür etwas doof formuliert.
In wiefern eine Online-Wahl sicher oder unsicher ist überlass ich euch, ich wollte nur die Vor- und Nachteile etwas näher beleuchten ^^
Grundsätzlich ist alles was ONLINE ist = UNSICHER ;)
Kann man als Grundlage sehen :P
Um wirklich etwas ändern zu können müsste die Politik erstmal wirkliche Entscheidungsgewalt haben. Je regionaler die Politik, desto mehr Entscheidungen kann die Politik noch selbst treffen. Die Leute im Bundestag können selbst (!) kaum noch etwas entscheiden. Sie werden quasi entschieden ;)
Das heißt aber nicht, dass man nicht wählen gehen sollte. Natürlich sollte man wählen gehen, sich aber gleichzeitig bewusst sein, dass das nur ein winzig kleiner Teil ist und man echte Veränderung nur dann bewirken kann, wenn man deutlich mehr tut als alle paar Jahre/Monate sein Kreuzchen zu machen.
Da gibts so Sachen wie eine sinnvolle Berufswahl, keine Unterstützung der Finanzwirtschaft und ihrer Machenschaften, weniger Mainstream-Medien konsumieren, mehr mit Leuten reden (ganz wichtig), aktiv Vorurteile und Feindbilder bekämpfen usw. usw.
JA, geht wählen, aber wehe Ihr ruht Euch darauf aus.
Achtung! Wall of Text mit Replies zu einigen Leuten, die hier geschrieben haben:
@Zach/Wahlpflicht:
Wer nicht wählen geht hat doch sowieso schon gezeigt wie viel politische Kompetenz und Verantwortung er besitzt. Warum sollte ich denn wollen, dass diese Leute dann auch noch zur Wahl müssen? Das wäre doch blanker Wahnsinn, außerdem ist die Entscheidung nicht zur Wahl zu gehen ja auch eine Entscheidung, zwar keine sonderlich eindeutige oder verantwortliche Entscheidung, aber es ist immerhin eine Entscheidung.
@3/blablubb
Du gehst also nicht zur Wahl, weil deine Entscheidung kaum Auswirkungen hat? Da kommen mir spontan zwei Sachen zu in den Sinn:
1. Warum sollte deine Stimme auch mehr Auswirkungen haben, als die von all den Millionen anderen Menschen?
und
2. Du beschwerst dich ja über zu geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten und als Konsequenz daraus boykottierst du dann die wenigen Mitgestaltungsmöglichkeiten, die du alle paar Jahre in geringem Maße hast. Das macht meiner Meinung nach keinen Sinn.
@11/Mr.x
Ich würde zwar jetzt auch nicht behaupten das wir gerade auch nur einen großen Staatsmann von Format besitzen, aber ich denke auch, dass es unheimlich schwer ist ein wirklich, guter Politiker zu sein und das Politiker nun einmal auch nur Menschen sind. Einen Gandhi oder Churchill gibts halt auch nur alle Jubeljahre und selbst die hatten ihre Schwächen (vor allem Churchill :>)
@15/Drannach
Da kann ich Zach nur zustimmen, das ist glaube ich von der Sicherheit her eine sehr ungünstige Idee.
@21/Pander
Ich sags mal so, wenn man nicht direkt Diplom-Volkswirt ist, dann ist “keine Unterstützung der Finanzwirtschaft und ihrer Machenschaften” schon recht schwierig, da man da recht wenig wirklich fundiertes Wissen hat. Vor allen Dingen ist ja Finanzwirtschaft an sich nichts schlechtes, Banken haben ja durchaus ihren Sinn und ihre Lebensberechtigung.
Weniger “Mainstream-Medien” konsumieren halte ich auch für Unsinn. Ab wann ist ein Medium denn Mainstream? Ist die “taz” “Mainstream” oder nicht? Ist die “tagesschau” keine kredible Nachrichtenqeulle? Wo zieht man da die Grenze? Ich denke man sollte generell mehr Medien konsumieren, sowohl große als auch kleine und vor allen Dingen sollte man die Hintergründe der Medien ein wenig beleuchten, die man konsumiert. Denn wenn man weis aus welchem Spektrum die kommen kann man das Ganze besser einordnen und sich irgendwo aus den ganzen Berichten eine doch recht “fundierte” Meinung bilden.
Bezogen auf die Finanzwirtschaft meine ich vor allem so Sachen wie sich nicht durch vermeintliche Wertanlagen wie Aktien oder Lebensversicherungen das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen.
In den “Mainstream”-Medien, zu denen leider die meisten zählen, wirst du mit Informationen bombadiert die zum Großteil entweder unwichtig oder falsch sind. Dabei werden den Leuten Meinungen suggeriert – unter anderem durch Zuhilfenahme sogenannter Experten. Viele Dinge sind nicht so kompliziert wie man versucht uns einzubläuen, da bringt es viel mehr sich mit anderen Menschen auszutauschen und sich im Internet zu informieren als sich im Fernsehen und in Zeitungen das Programm vorsetzen zu lassen. (gegen ausgewähltes Fernsehen und Zeitung lesen ist natürlich nichts einzuwenden)
Zentrale Fragen wie unser Geldsystem werden zum Beispiel gar nicht disktutiert in der Öffentlichkeit, obwohl dort ein Großteil des Übels der heutigen Welt begraben liegt. Wenn du das Geldsystem in Frage stellst wirste meist als Rechtsextrimist / Verschwörungstheoretiker / linker Spinner abgewatscht – und das von Leuten die nicht mal wissen was die FED ist. Quer denken wird nicht akzeptiert in unserer ach so freien Gesellschaft – das merke ich doch schon jeden Tag in der Schule.
Das Geldsystem in Frage zu stellen ist aber doch auch nichts, dass im alltäglichen Programm gemacht werden kann. So ein umfangreiches Thema würde doch wahrscheinlich eher in einer Doku aufgezeigt werden oder einem ausführlich recherchierten Zeitungsartikel. Das ist ja doch gar nicht der Anspruch der meisten Nachrichten- und Politsendungen bzw. Tageszeitungen und soll es doch auch nicht sein. Sicherlich sind viele Dinge, wenn sie vernünftige erklärt werden, wesentlich einfacher, als man zuerst glaubt und viele Worthülsen, die bei “Will, Illner und Co.” rausgehauen werden total irrelevant, aber es schadet doch auch absolut nichts sich das ab und zu mal anzusehen, so lange man das richtig einzuordnen weis. Genauso wie man im Internet Nachrichten oder Sonstiges das man liest einordnen muss, denn da ist mindestens die Gleiche Menge an Quatsch dabei.
“Quer denken wird nicht akzeptiert in unserer ach so freien Gesellschaft ”
Natürlich darfst du quer denken so viel du willst, aber du kannst ja nicht erwarten, dass jeder dein Denken dann für richtig hält und übernimmt. Es ist ja auch die Freiheit des Anderen dich als “was auch immer” anzusehen.
Wenn waehlen etwas bringen wuerde, meint ihr dann ernsthaft es waere legal???
Ganz ehrlich, jeder der waehlt gibt sich nur noch tiefer der Ueberzeugung hin das die kleine Frau/der kleine Mann in diesem oder in irgendeinem anderen Land eine bedeutende Rolle spielt. Wacht mal auf Leute. So verballert war ich in meinen Jugendjahren net mal um das nicht zu peilen. Wir alle sind liebe kleine Zahnraedchen die zu funktionieren haben und dafuer gibt es dann das Opium um uns auch weiter da zu halten wo wir hingehoeren.
Wer am Hebel sitzt sind auch nicht die Partien, das sind die Konzerne die der Regierung diktiert was gemacht wird. Warum sind denn so viele Politiker gleichzeitig in einer Lobby bzw wechseln nach dem politischen versagen (oder auch nicht) in einem Konzern (Friedrich Merz, Gerhard Schroeder um nur 2 einfach Beispiele zu nennen).
Na, klingelts.
Schaut euch den Bader Meinhof Komplex an, lest nach was die Steinewerfer in den 70ern waren, warum die 1. Mai Demos urspruenglich mal stattgefunden haben, dann versteht ihr was wirkich was bringt.
Und genau da ist der Knackpunkt: So faul wie die Leute sind ihren Hintern ins Wahllokal zu bewegen an einem Sonntag, so faul sind sie auch mal farbe zu bekennen und was zu unternehmen.
Schaltet einen Tag lang das komplette Fernsehn ab, dann haste einen Effekt der alles bisher dagewesene in den Schatten stellt….
BTW: Du als Informatiker Zach solltest wissen das die Onlinewahl kommen wird. Denn dann wirds noch viel leichter zu bescheissen. George Dablehu Bush laesst gruessen…
@ Ygrav es geht nicht darum, dass mein Denken von allen anderen übernommen wird. Das wäre doch genauso bescheuert, es geht darum selbst zu denken. Akzeptieren bedeutet nicht übernehmen sondern ernst nehmen, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen. Und die Geldschöpfung und das Zinssystem zu verstehen ist nicht so kompliziert wie man denkt, da wird bewusst mit Fachbegriffen jongliert und alles verkompliziert, damit die Leute denken sie verstehen das eh nicht. Zusätzlich wird man wie gesagt nur so mit Mist bombadiert damit man auch gar keine Zeit dazu hat sich mal selbst Gedanken zu machen, dazu kommen die immer anstrengenderen Arbeitsbedingungen. 12 Jähriges Abitur und das vollknallen der Studiengänge mit Inhalten gehört auch dazu. Menschen bilden bedeutet nicht ein Gefäß zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen.
Hatte Zach nicht auch mal den “Zehn Punkte Plan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen” gepostet? Da wird unser Geldsystem zwar vereinfacht und mit humoristischem Unterton, aber in den Grundzügen richtig dargestellt. Und wenn die Mehrheit der Menschen das begreifen würde, dann wäre schon viel gewonnen.
@blabblubb
“Ein anderer Punkt: warum beschweren sich Wähler darüber, dass andere nicht wählen gehen? Freut euch doch, eure Stimme zählt mehr.”
Ich kann gar nicht so viel Köpfe haben, wie ich Facepalmen will.
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