28 Apr

Ein Prototyp des neuen iPhone 4G, wie einige von Euch mitbekommen haben (ich hatte es ja in einem UWHCDZT!? erwähnt), wurde dem Profiblog-Tech-Blog “Gizmodo.com” zugespielt. Angeblich sei das neue iPhone von einem Apple-Ingenieur, in einem Brauhaus liegen gelassen worden. Jemand hat es dann eingepackt und für 5000$ an das Profiblog verkauft. Diese bauten das nächste Wunderphon auseinander, analysierten es und gaben es schließlich brav Apple wieder zurück (nachdem deren Anwälte rumpelten).
Jason Chen, Chefblogger von Gizmodo.com, musste nun nach einem auswärtigen Abendessen mit seiner Frau feststellen, dass sein Haus von der Polizei durchsucht wurde, unter der Begründung des Strafbestandes der Computerkriminalität. Andere Blogger zeigen sich verwirrt und wundern sich, warum denn das US-Presseschutzgesetz nicht für einen professionellen Blogger wie Chen gelten würde. Momentan ist auf einmal ein großes Rätselraten im Raum, ob dieses so sei oder nicht, denn es scheint nicht sicher ob Blogger den gleichen Schutz ihrer Quellen genießen, wie die freie Presse… allerdings wurde die Untersuchung gegen Chen erst einmal gestoppt.
Ich hingegen… weiß nicht was ich sagen soll. Zumindest in meinem Impressum trete ich ja von jedem journalistischen Schaffen (mehr der Korrektheit dessen) zurück, so dass ich für inkorrekte Aussagen nicht belangt werden kann. Die Frage ist nun, kann oder sollte jedermann der ein Blog hat sich einen Journalisten nennen können? Wenn nein, sollte man das überhaupt können? Kann dann jeder, der ein Blog führt und das von genug Leuten gelesen wird, als Journalist gelten? Schreibt man am Besten in sein Impressum, was man für eine Art von Blogger ist?
Was denkt Ihr zu dieser Sache? Journalistischer Schutz für Blogger? Wie läuft das eigentlich in Deutschland? Zwangsverjournalisierung derer die diesen Schutz haben wollen? Und wann kann man den in Deutschland sowas beantragen?
Schlagworte: Internet
7 Kommentare for "Quellenschutz für Blogger?"
iPhone HD plx :P
spaß bei seite… ich find die ganze aktion lächerlich. ich mein wen interessierts ob die fotos echt sind oder nicht. apple wird bsi zur keynote definitiv schweigen und wenns dann so ist dann wissen wir doch wie’s ausschaut.
Mir gehn meine Kollegen schon ziemlich auf die nerven vorallem da es echt 2 Fraktionen gibt die “is nur Fake”-Fraktion und die “des wird eindeutig das nächste iPhone”-Fraktion :/
Die ganze scheiße nervt eifnach nur .^^
Naja, ein Blog ist ja ein Web Log, sprich ein Online Logbuch bzw Tagebuch. Wenn man NUR von dem Begriff ausgeht, dann wäre ein Blogeintrag definitiv kein journalistisches Werk.
Alternativ müsste ja jeder, der ein Logbuch oder ein Tagebuch führt, egal ob On- oder Offline, ein Journalist sein.
Wie das allerdings im deutschen Telemediengesetz aussieht weiß ich hingegen nicht. Ich denke spätestens jetzt sollten hierfür klare Richtlinien geschaffen werden, da früher oder später auch viele Zeitungen zu reinen Blogs werden dürften.
Ich Copy&Paste mal das was ich bei Steve dazu geschrieben habe.
Ich glaube in Kalifornien, wo das Gerät ja gefunden wurde, gibt es ein Gesetz, dass wenn man etwas findet man es zurück geben muss (nach 3 Jahren oder so erlischt der Anspruch dann). Also nix mit “finders keepers” und so.
“One who finds lost property under circumstances which give him knowledge of or means of inquiry as to the true owner, and who appropriates such property to his own use, or to the use of another person not entitled thereto, without first making reasonable and just efforts to find the owner and to restore the property to him, is guilty of theft.”
Schön bei Gruber nachzulesen: http://daringfireball.net/2010/04/gizmodo_prototype_iphone
wie definiert man denn eine journalistische tätigkeit? kommt es aufs medium an (papier, fernsehn, radio ja, homepage jein, blog nein? – überzeugt mal gar nicht), oder auf die auflage (zu klein, du bist nur ein schmierfink!)? auch bei traditionellen medien wird es berufliche quereinsteiger geben, die nicht journalistik studiert haben sondern ganz andere hintergrunde haben, vor allem bei fachgebieten (juristen, ingenieure, architekten, elektroniker, programmierer, mechaniker und tausende mehr), die alleine oder in zusammenarbeit mit klassischen journalisten eindeutig journalistisch tätig sind. also kann mans auch nicht an der ausbildung festmachen.
im endeffekt bleibt da wohl eher die intention übrig, etwas berichten zu wollen anstatt informationen anderweitig zu verwenden. ob der drang übers iphone zu bercihten den hier gegangenen weg rechtfertigt (schließlich muss es auch für so etwas gesetzliche grenzen geben, schließlich ist ein iphone kein vom staat gedecktes superverbrechen, das dringlich der aufklärung bedarf, sondern eher trivial wie es trivialer kaum geht), da bin ich mir auch nicht ganz klar (bzw im inneren zwiespalt), aber es daran aufzuhängen, dass es keine “echte journalisten (trademark)” sind, finde ich gar nicht überzeugend.
Zach löscht Kommentare!!
Zensur!!
Ich verlange ein recht auf die Veröffentlichung von geistigem Dünnschiss!
(:P)
Waaaas gar nicht! :P Aber ich danke dir für die Korrektur. ;)
Ich denke persönlich, dass journalistische Tätigkeit vor allem in guter Recherche und -so gut es eben geht- neutraler Schilderung der Argumente für oder gegen eine Sache liegt. Wie xouz’ Kommentar deutlich macht, kann man kaum eine gewisse Ausbildung dabei als Ausgangspunkt nehmen. Vielmehr macht das Internet mit seinen Veröffentlichungsmöglichkeiten für breite Massen deutlich, wie schlecht viele der “traditionellen” Journalisten arbeiten (Ich entdecke z.B. bei dir, Zach, immer mal wieder was, was mir die Printmedien verschweigen).
Ich würde deshalb die Journalistentätigkeit nicht an der Person, sondern an der Sache festmachen (wenn ich das denn entscheiden müsste). Ist die Sache von allgemeinen Interesse? Bedarf sie der Aufklärung? Ich bin mir klar, dass das nur sehr schwammige Definitionsgrenzen ergibt, aber es gäbe auch tolle Möglichkeiten: Man könnte vielen Springerreportern den Beruf absprechen. Klingt doch verlockend^^
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