15 Mrz

Der folgende Beitrag wurde mir von Yrgav zugeschickt, ich habe inhaltlich an dem Text nichts verändert und nur die Formatierung für das Blog angepasst. Ich mache mir den Text nicht zu eigen.
“Die Regierung ist außerstande [...] eine Entscheidung zu treffen. So bewegt sie sich in einem seltsamen Paradoxon fort, nur zur Unentschlossenheit entschlossen, stahlhart im Dahintreiben, fest in der Formlosigkeit, allmächtig in der Ohnmacht. So fahren wir fort, weitere Monate und Jahre – kostbare, vielleicht entscheidende Jahre [...] – von den Heuschrecken fressen zu lassen.”
So zitiert Winston Churchill eine seiner Unterhausreden im Jahre 1936 in seinem Buch “Der Zweite Weltkrieg”. Der Themenbezug ist insofern herzustellen, dass man keine eigenen Worte braucht, um die Situation der Bundesregierung zu beschreiben, wenn dies jemand schon vor 84 Jahren ganz vortrefflich getan hat.
Die Bundesregierung ging vor knapp viereinhalb Monaten mit dem Koalitionsvertrag “Wachstum, Bildung, Zusammenhalt” an den Start. Endlich hatte sich die traumhafteste aller Wunschkoalitionen zwischen CDU/CSU und FDP verwirklicht. Der Koalitionsvertrag versprach großflächige Reformen des Sozialstaates, höhere Bildungsausgaben und eine Entlastung des Mittelstandes.
Gleich zu Beginn der Legislaturperiode wurde ein Steuerentlastungspaket geschnürt, welches am 1. Januar in Kraft trat. In diesem Paket wurde unter anderem das Kindergeld um 20 Euro erhöht und der jährliche Kinderfreibetrag gesteigert. Was der FDP allerdings zum Verhängnis wurde waren die Mehrwertsteuersenkungen für Hoteliers, die ihnen in den Medien um die Ohren flogen. Viele FDP-Wähler stellten fest, dass sie gar kein Hotel besitzen und die Umfragewerte der FDP sanken rapide. Daraufhin arbeitete der große Vorsitzende der FDP eine Trollkampagne gigantischen Ausmaßes aus, welche seiner Partei verlorene Stimmen zurückbringen sollte und scheinbar außerdem dazu gedacht war die Kanzlerin in die Tischkante beißen zu lassen.
Einen großen Erfolg konnte die Koalition allerdings verbuchen. Die Finanzminister der Länder schafften es die Bildungsausgaben auf, die im Koalitionsvertrag festgelegten, 10% des Bruttoinlandsprodukts und sogar darüber hinaus zu steigern. Dies hatte zwei einfache Gründe. Erstens war das BIP durch die Wirtschaftskrise stark zurückgegangen und zweitens beschlossen die Finanzminister kreative Rechenmethoden einzusetzen, um ihre Bildungsausgaben zu berechnen. Zum Beispiel sollten alle Pensionen für Lehrer und Professoren, ebenso wie das Kindergeld an Volljährige ab jetzt Bildungsausgaben sein. Wäre doch schließlich gelacht, wenn man nicht mit billigen Taschenspielertricks noch ein paar Erfolge erzielen könnte.
Der Bürokratieabbau der Regierung gestaltete sich ebenfalls interessant, während dies ein großes Wahlkampfthema der FDP war und auch im Koalitionsvertrag festgehalten wurde, kam es zu geradezu paradoxen Ereignissen nach der Regierungsbildung. Dirk Niebel wurde Enwicklungshilfeminister und damit Minister eines Ministeriums, welches er zuvor im Wahlkampf noch abschaffen wollte. Er schuf für das Ministerium, scheinbar als Trost, einen weiteren Staatssekretärsposten, ebenso wurden andere Ministerien mit einem weiteren Staatssekretär “ausgestattet”.
Von jeglichen größeren Reformprojekten ist die Koalition momentan leider weit entfernt. Mit der Erhöhung des Kindergeldes hat sich scheinbar ihre wegweisende Reformkraft aufgebraucht. Der Clash von Merkels Führungsstil des Abwartens und Aussitzens mit dem polternden Westerwelle hat tiefe Risse in der Koalition hinterlassen und aufgezeigt wie uneins in vielen Fragen die FDP und die CDU/CSU sind. Dabei hat diese Regierung eigentlich hervorragende Ausgansbedingungen. Sie hat eine solide Mehrheit im Bundestag und hat noch die Mehrheit im Bundesrat, was sich allerdings wohl mit der Wahl in NRW ändern wird, es sei denn Frau Kraft von der NRW-SPD präsentiert noch ein paar weitere ihrer wegweisende Ideen für Deutschland.
Während sich innenpolitisch der Gegensatz zwischen einer farblosen und nicht gerade entscheidungsfreudigen Kanzlerin und ihrem “engagierten” Vizekanzler bereits sehr negativ auswirkt ist er außenpolitisch fatal. Man hat momentan den Eindruck, als wäre Westerwelle nur ein Teilzeit-Außenminister, was auch der Tatsache geschuldet ist, dass die FDP Strukturschwächen hat und Westerwelle als Innenpolitiker braucht, da sie keinen anderen derart profilierten Politiker besitzt. Die anderen Außenminister und Vizekanzler vor ihm haben sich nicht nur kaum in die Innenpolitik eingemischt, weil sie keine Lust hatten, sondern auch weil es außerordentlich schwierig ist das Außenministerium erfolgreich zu führen.
Gerade nach der Wirtschaftskrise befindet sich die weltpolitische Situation im Wandel. Doch statt das die neue Regierung ihre Chancen nutzt, um neue Partnerschaften zu knüpfen, sind weiterhin nur Transatlantiker am Werk, die an der alleinigen starken Bindung zur USA festhalten, welche ein Relikt des Kalten Krieges ist. Dabei braucht es gerade bei mehr oder weniger neu gemischten Karten umsichtige Außenpolitiker, die die Chancen, die sich aus einer Wirtschaftskrise ergeben nutzen. Zum Beispiel wäre die Einbeziehung Russlands in europäische Strukturen sinnvoll, sowie der Versuch einer friedlichen Befriedung des mittleren Ostens.
TLDR: Schwarz-Gelb ist scheiße und ganz besonders der Westerwelle. Außerdem gehen wir außenpolitisch den Bach runter.
Schlagworte: CDU, FDP, Politik, Schwarz-Gelb, Westerwelle
11 Kommentare for "Gastbeitrag: Kleine Bilanz zu Schwarz-Gelb"
recht hat er …
Vortrefflich getroffen! Damit ist alles gesagt…
Kann man eig. nur ein /sign druntersetzen und “trauern” dass es so ist wie geschrieben
http://www.zachseinblog.de/index.php/2008/09/04/i-sheep/
Ein wunderbarer Post auf diesem Blog, wenn nicht sogar einer der Besten.
Das soll keine Kritik an dem Text oder der politischen Meinung sein, aber es unterstreicht das Gefühl, das ich habe, wenn ich die Kommentare unter den meisten Artikeln hier lese.
Nun zu meiner persönlichen Meinung zu dem Gastbeitrag:
Das große Problem unserer Regierung ist nicht Westerwelle. Viel mehr ist es die fehlende Bewegung in der Politik. Ich stehe immernoch hinter der Aussage, das die ach so böse Rekordverschuldung nötig ist. Auch bin ich weiterhin der Meinung, dass die ach so egoistische Mittelschicht gestärkt werden muss.
Natürlich ist es merkwürdig, wenn die großen Hotels kleine Finanzspritzen an die FDP geben um vom Staat weniger belastet zu werden. Und natürlich wurde vorher gesagt, “Wir würden, wenn wir an der Macht sind, gerne n bissl die Hotellerie aufbauen” – “Jut, wir unterstützen euch”. Aber wohin führt das? Das Hotelmanagement macht bessere Preise und kann besser Einkaufen -> Lebensmittellieferung an die Hotelketten in Deutschland wird gefördert -> Die Programmierer für die Lebensmittelgroßlieferanten können durch Deutschland reisen und die Großhändler besser betreuen -> Sie übernachten in Hotels ;)
Die ganze Kette hindurch profitiert die Mittelschicht, so wie es vorhergesagt wurde.
Nun werden die Trollerein angeschnitten. Arbeit muss sich lohnen. Das Statement kam ja nicht aus heiterem Himmel. Es entstand als Reaktion auf das Urteil vom Bundesverfassungsgericht. Überzogen wurde das Statement erst von der Presse, wodurch Guido quasi genötigt wurde nach vorne zu preschen, denn eine Entschuldigung ging gegen die zentrale Wählerschaft.
Ich versuche nicht, alles gut zu reden, was der Westerwave tut. Ich stehe auch nicht wirklich hinter ihm. Aber dieser Tunnelblick, der in Bezug auf dieses Thema in dieser Community herrscht ist ja schon fast so extrem negativ, wie es damals zum Ende der Weimarer Republik aussah… und wir wissen ja, wer uns davon “erlöst” hat. (Sorry, wollte auch mal n Nazivergleich machen)
@ DerFlo zu den “trollerein” Westerwelle hat ungemein viele dinge abgelassen die dieses schlechte bild rechtfertigen,
“spätrömische Dekadenz” z.b.war in seinem zusammen hang höchst gefährlich ausgedrückt, da geanu dieser wort laut bei den Nazis in ähnlichem zusammen hang genutzt wurde(um auch mal son vergleich anzu bringen)
und Natürlich sol lsich arbeit lohnen, haben deshalb aber die menshcne die arbeitslos sind keien lebensberechtigung?Natürlich gibt es diese Vorzeige Hartz $ empfänger die nicht arbeiten möchten, aber das ist die minderheit.
aber Gut lassen wir das.
Zur Aussenpolitik: Fremdscham für die deutschen Politiker, entweder keine Englisch-Kentnisse und/oder einfahc dämlich.
But We ara all sitting in the same boat here in germany.
Schönen Abend noch :>
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Oh… hm… gut der Godwinpunkt ist leider verrutscht…. sorry *vote for Edit und Vorschaufunktion^^*
@b0nez:
Zunächst einmal die Außenpolitik…
Ich frage mich, warum wir noch nicht mit AKTUELLEN Fun-Videos überschwemmt wurden, welche von Westerwelles miserablen Englischfähigkeiten zeugen. Wenn du hier eines Posten könntest, wäre ich dir sehr verbunden!
Arbeit soll sich lohnen. Natürlich haben Arbeitslose eine Lebensberechtigung… genau wie Juden :)
Aber mal im Ernst: Harz4 kommt zum einen weder von der CDU, noch von der FDP. JEDE PARTEI, die nun VERSPRICHT die Harz Sätze mit ruhigem Gewissen bei unseren Sozialausgaben erhöhen zu können, zeigt die selbe Dummschwätzerei wie sie dem Westerwelle vorgeworfen wird.
Aber ich stimme dir zu. Die Wortwahl ist ein wenig böse. Aber nenn mir bitte ein Land, wo Langzeitarbeitslose (Sorry, wenn das Word diskriminierend wirkt) näher an den Status “spätrömische Dekadenz” herankommen als in Deutschland.
Ich bin dankbar für alle Beispiele, die meine Thesen wiederlegen.
@4 DerFlo
“http://www.zachseinblog.de/index.php/2008/09/04/i-sheep/
Ein wunderbarer Post auf diesem Blog, wenn nicht sogar einer der Besten.”
Definitv :)
“Das große Problem unserer Regierung ist nicht Westerwelle.”
Nein aber er ist Teil des Problems. Ich finde, dass ich eigentlich gar nicht so viel über Westerwelle geschrieben habe. Wer eine kleine Bilanz über die Arbeit von Schwarz-Gelb schreibt und dabei die Außenpolitik, sowie die Ereignisse der letzten Monate aufgreift wird um den Vizekanzler und Außenminister nicht herumkommen. Das TLDR am Ende war ja auch nur ein kleiner Scherz.
“Viel mehr ist es die fehlende Bewegung in der Politik.”
Wenn du fehlende Bewegung im Sinne von Reformunlust aufgrund von Angst vor Wahlmisserfolgen meinst, da stimme ich dir zu.
“Auch bin ich weiterhin der Meinung, dass die ach so egoistische Mittelschicht gestärkt werden muss.”
Ich halte die drei Ziele der Koalition “großflächige Reformen des Sozialstaates, höhere Bildungsausgaben und eine Entlastung des Mittelstandes” ebenfalls alle für wichtig, auch wenn ich etwas Angst vor einer FDP-Sozialstaatsreform hätte.
“Die ganze Kette hindurch profitiert die Mittelschicht, so wie es vorhergesagt wurde.”
Das von den Steuersenkungen für Hotels nicht auch Teile des Mittelstands profitieren bestreite ich gar nicht. Allerdings halte ich diesen Profit für relativ gering und man muss sich fragen, ob das Geld nicht vielleicht sinnvoller hätte angelegt werden können.
“Nazivergleich”
Nur das am Ende der Weimarer Republik sich der Zorn der Bürger nicht gegen eine Person (Westerwelle) oder eine Partei (FDP) wendete, sondern gegen die parlamentarische Demokratie. Es ist ja nicht so, als hätte sich der Zorn der Weimarer Bürger gegen die Notstandskanzler Brüning, von Papen oder von Schleicher gerichtet. Die parlamentarische Demokratie wird aber von den Meisten, die Westerwelle ablehnen bzw. nicht gut finden nicht abgelehnt.
@8 DerFlo
Mit “spätrömische Dekadenz” ist normalerweise die Verschwendugssucht der oberen 10000 im späten römischen Reich gemeint. Lustiges in Milch und Wein baden, während die große Mehrheit der Armen hungert. Das damit nun die Tatsache, dass Langzeitarbeitslosen in Deutschland ein Leben in recht bescheidenen Verhältnissen ermöglicht wird gemeint ist scheint für mich eine recht kreative Begriffsumkehrung zu sein.
In Milch und Wein baden die Hartz-IV Empfänger in Deutschland meines Wissens nach nicht. Noch nicht mal, wenn beides aus Tüten aus dem ALDI kommen würde.
@ Yrgav:
Erstmal danke für deine Antwort. Außerdem ist wohl eine Entschuldigung meinerseits fällig. Zunächst war ich der Meinung, du würdest ne einfache Kurzzusammenfassung über verschiedene Schwarz-Gelb/Westerwelle Posts dieses Blogs erstellen, um deinen Namen auf dieser Seite zu stärken. Allerdings merke ich nun, dass dir doch eine gute politische Kompetenz und geschichtliches Wissen zuzusprechen ist :)
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“Viel mehr ist es die fehlende Bewegung in der Politik.”
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Wenn du fehlende Bewegung im Sinne von Reformunlust aufgrund von Angst vor Wahlmisserfolgen meinst, da stimme ich dir zu.
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Ich würde es nicht unbedingt als Reformunlust bezeichnen. Eher als kindischen Machtkampf der Regierungsparteien, die zwar grundsätzlich beide die selben Ziele haben, sich aber ständig die Erbsen vorzählen. Das die FDP die allgemein radikale kleine Schwester sein wird, war ja von vornherein klar. Nur die große Schwester Merkel fährt weiter ihren Schmusekurs und will es sich nicht mit bestimmten Bevölkerungsschichten und politischen Gruppen verscherzen (ich nehme Merkel ihre Zurückhaltung beim Harz4 Thema nicht ab!). Dieses Phänomen wurde mMn. auch der SPD zum Verhängnis. Diese kann sich nun aber schön in der Opposition erholen und haltlose Konzepte aufm Tisch knallen, welche genauso von Populismus triefen wie Westerwelles Aussagen. (An dieser Stelle könnte man natürlich einen Rundumschlag über alle Parteien machen, was aber die Grenzen eines einfachen Kommentars sprengen würde).
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“Auch bin ich weiterhin der Meinung, dass die ach so egoistische Mittelschicht gestärkt werden muss.”
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Ich halte die drei Ziele der Koalition “großflächige Reformen des Sozialstaates, höhere Bildungsausgaben und eine Entlastung des Mittelstandes” ebenfalls alle für wichtig, auch wenn ich etwas Angst vor einer FDP-Sozialstaatsreform hätte.
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Wie gesagt: Die große Schwester Merkel würde sich dabei Querstellen. Aber es ist egal, in welchem politischen Lager du dich siehst, Fakt ist, dass Stillstand (besonders jetzt) zum Untergang führt. Daher müssen jetzt Einigungen kommen, sonst scheitert die Regierung. Und ich persönlich würde das Zepter nur wiederwillig an eine Dummschwätzerkoalition aus roten Köpfen übergeben.
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“Die ganze Kette hindurch profitiert die Mittelschicht, so wie es vorhergesagt wurde.”
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Das von den Steuersenkungen für Hotels nicht auch Teile des Mittelstands profitieren bestreite ich gar nicht. Allerdings halte ich diesen Profit für relativ gering und man muss sich fragen, ob das Geld nicht vielleicht sinnvoller hätte angelegt werden können.
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Kennst du den gesamten Haushaltsplan mit den Milliardeninvestitionen? Ich kenne ihn nicht, aber das Wirtschaftssystem wird schon seine nötigen Spritzen bekommen.
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“Nazivergleich”
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Nur das am Ende der Weimarer Republik sich der Zorn der Bürger nicht gegen eine Person (Westerwelle) oder eine Partei (FDP) …blablabla… wird aber von den Meisten, die Westerwelle ablehnen bzw. nicht gut finden nicht abgelehnt.
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Nazivergleiche werden in der Regel immer übertrieben. Ich würde hier niemals jemanden Vorwerfen Demokratie-feindlich zu sein. Viel mehr zeugt dieses Gespräch ja davon, dass wir beide diese Staatsform bevorzugen.
Was ich mit Tunnelblick meine, ist einfach, dass viele die ganze Thematik derartig negativ sehen, dass sie gar nicht mehr darauf achten zu scheinen, wie es sonst aussehen könnte. Andere Länder machen sehr viel weniger gegen die Kriese. Die Auswirkungen können wir ja sehen (und bezahlen)!
Wobei ich nochmal hinzufügen möchte, dass es die Regeln für Manager unbedingt mal Durchgesetzt werden sollen. Wenn ich mir den Bonus für Ackermann anschaue wird mir speiübel!
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In Milch und Wein baden die Hartz-IV Empfänger in Deutschland meines Wissens nach nicht. Noch nicht mal, wenn beides aus Tüten aus dem ALDI kommen würde.
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Es bestreitet ja keiner, dass die Wortwahl sehr gewagt ist. Aber es kann auch niemand bestreiten, dass sie eben NICHT wortwörtlich gemeint ist. In politischen Reden und Statements wird doch immer übertrieben, wobei die Opposition gerne mal gewisse Aussagen in aufgeblähter Form auf die Goldwaage legen.
Dennoch muss ich einfach sagen, dass Langzeitarbeitslose in Deutschland ein wenig weniger meckern sollten. Die sozialen Bedingungen sind hier einfach besser als in den meisten anderen Ländern. Wie schon geschrieben, würde ich besonders zu diesem Punkt gerne belegte Konterargumente sehen.
Ich bestreite auch nicht, dass es tierisch unfair ist, wenn Leute einfach keine Gelegenheit bekommen wieder ins Arbeitswesen zurückzufinden. Aber noch unfairer ist es, wenn Leute 2 Halbtagsarbeiten brauchen, um ihre Kinder ernähren zu können.
Und an alle die nun Zähneknirschend vorm Bildschirm sitzen und diesem arroganten Schnösel den Tot wünschen, das er es wagt die pissgelbe FDP zu verteidigen. Freut euch doch über einen kleinen Stänkerer in den Kommentaren hier. Denn nur so funktioniert Demokratie :)
lol :D ich liebe den 1. April ^^
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