Das folgende Review wurde mir von Haaku zugeschickt, ich habe inhaltlich an dem Review nichts verändert und nur die Formatierung für das Blog angepasst und die beiden Videos eingefügt als zusätzliches Material. Ich mache mir den Text nicht zu eigen.

Dickes Danke an Haaku für dieses tolle Review!

Langweilig, ausgelutscht, einfallslos und überhaupt, totaler Mist. Wenn Euch das als aller erstes einfällt wenn ihr den Namen “Bioshock 2″ hört, dann lest erstmal weiter und überzeugt Euch selbst und/oder stimmt Euch um.

Als aller erstes möchte ich vorweg nehmen das Bioshock 2 KEIN hirnloser Shooter für zwischendurch ist, auch wenn einem viel vorgekaut wird und man selten “seinen eigenen Weg” gehen kann. Mal eben eine Runde spielen fiel mir persönlich immer sehr schwer. Mich persönlich hat es sehr gefesselt. Dazu kommt noch das die Checkpoints relativ weit auseinander sind. Hat man mal eine halbe Stunde zeit, sollte man BioShock 2 besser ruhen lassen bis man mehr Zeit hat. So kann man länger in einer schönen Welt verbringen. Bevor Ich nun mit dem eigentlichen Test anfange möchte Ich dazu sagen das ich selten und schon Jahre her Reviews geschrieben habe! “Wärt ihr so freundlich” lieb in den Comments zu sein? ;)

Wärst du so freundlich? – Übersicht:
BioShock 2 handelt 10 Jahre nach dem ersten Teil und erzählt eine Geschichte eines bestimmten Big Daddys. Ihr landet also wieder in Rapture das ziemlich verfallen und veraltet ist, seit der ersten Begegnung. Auf der Suche nach “etwas bestimmten” trifft man anfangs auf Dr. Tenenbaum, die einem bei den ersten Schritten hilft und die Story ins rollen bringt. Schnell merkt man das sich viel verändert hat. Splicer machen die Stadt unsicher und die Little Sisters müssen sich in Acht nehmen von diesen nicht beim ernten des begehrten Adams getötet zu werden. Mit einem netten Tutorial wird man langsam in die Unterwasserwelt eingeführt und wird sofort von der Story gepackt. Seid mir nicht böse das der Teil über die Story so schlicht und unwissend wirkt. BioShock 2 hat eine fantastische Story und ich möchte so wenig wie möglich spoilern.

Schwester gesucht! – Gameplay:

Wer jedoch denkt das Rapture langweilig geworden ist, der irrt. Es gibt eine nette kleine Neuerung. Zeiten haben sich geändert und neues muss her. Und was? Frauen! Einst waren Big Daddys an den Little Sisters interessiert. Diesmal sind es die nicht ganz so netten Big Sisters die interesse an den kleinen Mädchen haben. Denkt jetzt nicht sie wären so “langweilig” wie die Daddys. Sie sind schnell, wendig und haben ziemlich viel auf dem Kasten. Hat man später aber genug Plasmide erspielt, werden sie zu einer “Noch eine von denen?!” Plage. Eines ist aber richtig gut gelungen. Der Auftritt. Ich möchte nicht zu viel verraten, jedoch kündigt sich so eine Big Sister ziemlich gut an, worauf hin ich jedesmal auf eine gewartet habe.

Wie auch im ersten Teil hat man die verschiedenen, bekannten Plasmide um ihnen das Leben schwer zu machen. Neu ist auch der Bohrer. Ihr errinnert euch sicherloch noch an die Stelle im ersten Teil am Anfang als der Splicer eine Little Sister angegriffen hat und der Big Daddy ihn mit seinem Bohrer “löcherte”. So einen habt ihr nun auch. Jedoch nicht alzu lang. Geht einem der Sprit aus, steht der Bohrer still und man kann nur noch mit Ihm zu schlagen. Jedoch hat man auch Handfeuerwaffen, Sturmgewehre und Flinten im Sortiment. Diese können “aufgemotzt werden” für “mehr Power * grunz*”.

Die neue Art an Adam zu kommen, mit dem man sich neue Plasmide kaufen, neue Fähigkeiten oder bereits vorhandene Plasmide verbessern kann, unterscheidet sich auch. Trifft man auf eine Little Sister muss man wie üblich den Big Daddy los werden. Nun könnt ihr euch entscheiden ob ihr A) Die Little Sister adoptiert und sie für Euch das Adam sammelt oder B) Sie ausbeutet, wobei die kleine leider stirbt. Wählt man A, so führt sie einem, auf der Schulter sitzend zu der nächsten Adamquelle. Nun müsst ihr die Arbeit des Big Daddys übernehmen. Solange sie das Adam erntet, wird sie von Splicern attackiert. Eure Aufgabe ist es nun auf sie auf zu passen bis sie fertig ist. Diese Prozedur geht 2 mal, bevor ihr sie zu dem nächsten Schachteingang führen müsst und erlöst. Ihr könnt sie auch sofort erlösen, jedoch erhaltet ihr dann weniger Adam. Wenn ihr euch nun fragt was die Big Sisters nun zu tun haben, kann ich nur eines sagen: Findet es heraus.

Offizieller Gameplay-Trailer:

Steuerung:
Die Steuerung ist meines Erachtens nach relativ gut gelungen. Man hat alles schnell raus und vertippt sich auch nicht sollte man mal “in Panik verfallen”. Computer hacken, feindliche Geschütze hacken und “die kleinen Hubschrauber” ist natürlich auch noch möglich. Alles in allem ist das Gameplay wie beim Vorgänger auch und es gibt wenige Dinge die man extra aufzählen müsste. Zwischendurch kommt immer wieder mal ein Endboss den man auf die Nase hauen muss damit es weiter geht. Ob ihr die Little Sisters befreit oder ausbeutet ist aber nicht die einzigste Entscheidung die jeder für sich selbst treffen muss. Es gibt immer wieder Momente bei denen Ihr entscheiden müsst ob Ihr jemanden bestimmten am Leben lasst oder ihn bei Seite räumt. Auch hier haben beide Varianten Vor und Nachteile und sollten gut überlegt sein.

Haltet eure Augen stets offen. Denn wie im Vorgänger könnt Ihr interessante Tonbänder finden, die das ein oder andere “Geschichtchen” parat haben. Hört sie euch unbedingt mal an. Sie sind sehr interessant.

Sehe ich dick aus in diesem Kleid?! -
Grafik & Systemanforderungen:

BioShock 2 kann sich sehen lassen. Die Grafik ist wirklich gut. Die Texturen sind klar und die Lichteffeckte bringen einen immer wieder zum Tagträumen. Wer denkt das Rapture nicht farbenfroh und gut aussehen kann, der irrt. Es gibt immer wieder Momente wo man in die farbenreiche Pracht des Meeres gucken kann. Animationen laufen flüssig und wirken nicht übertrieben oder hakelig. Viel kann ich über die Grafik nicht sagen da sie meiner Meinung nach sehr gut ist, was aber leider an der Systemleistung nagt.

Ich habe ein Duo Core mit 2,5 Ghz, 6GB Ram und die Nvidia 9500-GT im SLI Modus mit Win7 x64 und habe alle Details auf Maximal und hatte ab und zu das Gefühl das der Rechner an seine Grenzen kommt. Stellt Euch also darauf ein das es bei Euch, solltet ihr ein schlechteres System haben nicht all zu gut laufen, und dem entsprechend nicht so gut aussehen wird. Besonders die “draussen” Szenen in der der Held Passagenweise durchs tiefe Meer stampfen muss haben mir besonders gefallen. Ab und zu gibt es Stellen da fühlt man sich unwohl und weiss nicht so recht was man davon halten soll, da es einfach kalt, feucht und einsam wirkt. Aber ich finde es jedoch positiv das den Machern so etwas gelungen ist. Hier und da wird auch mal durch Licht und Schatten ein Schockeffeckt gesetzt was einem mal wieder aus der entspannten Stimmung rausholt.

Inhalt der Collectors-Edition

White Noise – Sound und Musik:
Die Musik fügt sich insgesamt sehr gut mit der Stimmung und der Atmosphäre zusammen. Die Soundtracks und Effeckte klingen “realistisch” und glaubwürdig. Eine spannende Stelle wird dem entsprechend natürlich mit einem spannenden Track unterlegt. Einfach mal rum stehen und sich die Musik anhören kann also nicht schaden. Ich habe die deutsche Version gespielt und kann über die Synchronisation nicht meckern. Klar gibt es nun wieder viele Leute die mich am liebsten Steinigen würden, trotzdem denke ich das man auch als Liebhaber des englischen Originals auch mit dem deutschen zufrieden sein kann. Mir sind keine groben Übersetzungsfehler aufgefallen und die deutschen Stimmen sind gut gewählt. Es sind sogar einige mir bekannte Stimmen dabei.

Ja, und nu?! – Fazit:
Alles in allem ist BioShock meiner Meinung nach ein sehr gutes Spiel das man sich als Fan der Serie mal zu Gemüte führen sollte und sogar muss. Jemanden der BioShock 1 nicht gespielt hat, aber 2 spielen möchte, dem kann ich nur raten vorher Teil eins zu spielen um ein gewisses Hintergrundwissen zu haben, denn ansonsten schwächt die Story etwas ab. Spielt also erst 1 und dann 2 und ihr habt den vollen BioShock rausch, der euch aus den Socken haut. Natürlich kann man den 2. Teil auch ohne den 1. spielen, jedoch finde ich, das man ein paar wichtige Sachen verpasst. Alles in allem ist ein toller 1st-Person shooter mit tollen RP Elementen. Ein solides Spiel das einige Stunden spass und atemberaubende Bilder und Story bietet. Es ist eine gute Abwechslung zu den in letzter Zeit raus gekommen Rollenspielen oder Hack`n Slay Titeln.

“Punkte:”
Ich werde mich schwer hüten, dem Spiel irgendwelche Prozente oder Punkte zu geben weil ich einfach keine Erfahrung habe und ich nicht wüsste wieviel ich wofür geben würde. Seid mir nicht böse, nur denke ich das ich als “Otto Normal Spieler” keine Punkte oder Prozente vergeben sollten. Ich möchte jedoch am Ende noch sagen das das Spiel leider nicht perfekt ist. Ab und an wiederholen sich Aufgaben, im späteren Spiel wirkt alles etwas langatmig und man hat das Gefühl immer und immer wieder das gleiche machen zu müssen, obwohl es anders scheint. Leider ist das Spiel auch nicht so lang wie ich es mir erhofft habe. Auch nervt es wenn wieder Wellen von Splicern kommen und man sich fragt ob nun die ganze Stadt hinter einem her ist.

Noch etwas zum guten Schluss:
Habt ihr euch eigentlich jeh gefragt wie die Welt aus den Augen einer Little Sister aussieht? Spielt den Titel und ihr werden überrascht sein. Es lohnt sich!


Gast-Review: Bioshock 2, 4.4 out of 5 based on 7 ratings