9 Jan
Oder Brücke nach Teralangweilig…. es handelt sich hierbei um einen Film, den ich gestern von meiner langen Liste der “Fantasyfilme die ich noch schauen möchte” gestrichen habe. Dabei handelte es sich um einen Film, von dem ich mir eigentlich erhofft hatte, er würde sich in die Schlange der auf liebenswert getrimmten “Kinder landen in magischer Welt”-Filme einreihen, die seit dem ersten Harry Potter 2001 fortlaufend in die Kinos erbrochen wurden.
Tatasche ist, das es sich bei “Brücke nach Terabithia” eben nicht um einen Kinder-Fantasyfilm handelt – auch wenn er im Trailer als solcher vermarktet wird:
Das mag auf dem ersten Blick zwar weder gut noch schlecht sein, doch die Tatsache, dass es sich bei dem Film schlussendlich um ein Drama handelt, macht es für den Zuschauer gleich auf mehreren Ebenen problematisch. Nicht nur wird der Zuschauer vor den Kopf gestoßen, der mit einer völlig anderen Erwartungshaltung diesen Film schaut, es ist auch fraglich, ob man Kindern überhaupt diesen Film zeigen sollte – wie der Trailer eigentlich intendiert.
Leute die das übliche Schema erwarten, dass man in den ersten 10-15 Minuten alles Grundlegende gesagt bekommt, wie zum Beispiel “Harry geht an die Zauberschule und dann geht die fantastische Reise los” wird enttäuscht. Der Trailer ist absolut irreführend und die erste halbe Stunde passiert nichts, außer das der männliche Protagonist an seiner Schule porträtiert und dessen Jugendprobleme aufgezeigt werden. Schließlich lernt er dann den weiblichen Protagonisten kennen und beide werden dicke Freunde.
Die zweite halbe Stunde sieht man beide Kinder durch den Wald tollen und wie sie dabei ihre CGI-unterstützte Vorstellungskraft benutzen, was aber insgesamt weder beeindruckend noch spannungserzeugend ist, da man weiß dass es nur in der Phantasie der Kinder passiert.
Zu guter Letzt wird das Ganze glückliche “durch den Wald Gehüpfe” durch einen brachial dramatischen Twist der Ereignisse beendet, so dass gewisse Charaktere die letzte halbe Stunde des Filmes sich in Trauer und Schuld zerfressen hin und her winden, dann wird das obligatorische, herzerweichende Happy-End nachgereicht und das war es auch schon.
Dieser Film hat außer diesen drei halbstündigen Phasen keinen relevanten Plot, keinen Spannungsbogen, hätte auch ohne die CGI Effekte wunderbar (und vermutlich noch besser) funktioniert. Die ganze Geschichte wäre dabei in einer halben Stunde genau so effektiv erzählt gewesen.
Achtung Spoiler! Show ▼
Der Film ist schrecklich, antiklimatisch zu lang und falsch vermarktet.
P.S.: Ja der Vater ist der T-1000.
Schlagworte: Film und Fernsehen, Review
7 Kommentare for "Review: “Brücke nach Terabithia” (2007)"
Gut, das ich bisher noch keine Werbung für den Film gesehen habe. Ich wäre sicher reingegangen oder hätte mir irgendwann mal die DVD zugelegt.
Ich bin ja Fantasy-Fan und total von C.S. Lewis “Die Chroniken von Narnia” begeistert. Und das sind ja die selben Produzenten und der Trailer ist gar nicht schlecht ist.
Danke, das Du von dem Film abgeraten hast!
Ich möchte anmerken, das der Film trotz meines “Beatdowns” relativ gute Kritiken bekommen hat. ;) Aber ja, es ist kein wirklicher Fantasyfilm.
Ich hätte aber auch gedacht das is nen Fantasy Film o.O
gut das ich mir den damals nicht angetan hab als ich den Trailer gesehen hab weil ich da schon übersättigt war was Fantasy Filme betrifft.
Is dann wohl wirklich ein Fall von total falschem Marketing.
Ich hab den Film vor kurzem erst ohne irgendwelche Vorkenntnisse gesehen, allerdings muss ich mich im nachhinein schon anschliesslen, dass das Genre leicht daneben ist. Mehr als dass es ein Kinderfilm ist, ist es eher einer, der Erwachsenen ein bisschen die Sicht aus Kinderaugen ermöglicht und wie sie manchmal mit Problemen umgehen können.
Nichtsdestotrotz halte ich den Film an sich zwar für kein Meisterwerk aber hat er mich dennoch das erste mal seit langem, und das ist nicht einfach, zu tränen gerührt und ich, persönlich, fand ihn zu keinem Zeitpunkt irgendwie langweilig.
Alles in allem ein äusserst gutes Drama, dass wohl etwas falsch vermarktet wurde um genau in der Narnia-Nische mehr Publikum abzugreifen als es andernfalls hätte tun können.
Der Soundtrack erinnert mich ein bisschen an Batman ^^.
Aber dem Trailer nach hätte ich es auch für so einen Fantasy-Film gehalten, also wirklich ein bisschen irreführend.
Erinnert mich so von dem was man hier liest an “Pan’s Labyrinth” …
Ein verdammter SCHEISSFILM für kleinere Kinder als ich den mit meiner kleinen schwester (8)geguckt habe durft ich sie den ganzen Abend trösten nachdem sie
SPOILER(wenn intresierts?)
erst mal rumgetobt hat als das Mädel ins Wasser geplatscht und sich das Genick gebrochen hat.
Mir wurde der Film übrigens für ihr Alter empfohlen
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