Es genau das passiert vor dem gewarnt habe. Zumindest hoffe ich, dass es in den nächsten vier Jahren nicht so schlimm kommen wird… wenngleich ich aber wiederum hoffe, dass es so schlimm kommen wird, dass man es sich bei der nächsten Wahl zwei Mal überlegt, wo man sein Kreuzchen setzt oder vielleicht sogar auf die Straße geht. Denn der Ausgleich zwischen Arm und Reich verschwindet immer weiter und weiter in diesem Land.

“Es wird in jeder Gesellschaft einen Ausgleich geben müssen zwischen Arm und Reich – aber eben nicht im Gesundheitssystem.” so äusserte sich der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler und die Regierung möchte die Krankenkassen von Grund auf Reformieren. Ich hingegen möchte nur hysterisch lachen und schalte frustriert den Fernseher aus.

Nicht zum Guten wird sich das Gesundheitssystem wenden, soviel steht fest. Denn dieses macht der obige Satz des Bundesgesundheitsministers mehr als klar und er sagt damit zugleich zwischen den Zeilen, dass sie das Gesundheitssystem nun ‘asozialer’ gestalten werden. Empörte Stimmen aus der SPD-Oposition meinten bereits in den selben Minuten noch, dass hier “eine Politik gegen 70% der Bevölkerung gemacht werden würde” – und ich kann nur zustimmen. Die Kosten, die im Gesundheitssystem anfallen, stiegen jedes Jahr um 2,5%, aber Arbeitgeber würden zukünftig von den Steigerungen ausgenommen werden.

“Die FDP ist ja gegen den gläsernen Bürger, die FDP ist ja gegen die Internetsperren.” sagte man mir und war empört, dass ich von Grund auf gegen Schwarz-Gelb bin. Jetzt bin ich mich mal ein kleines Arschloch und nehme ein: “Ich hab’s Euch gesagt!”-Schaumbad aus dem man nur eine hochgestreckte Hand mit exponierten Mittelfinger herausragen sieht. Selbst wenn die FDP die Netzsperren nicht nur aufgeschoben hätte und wir immer noch hoffen müssen, dass alles gut geht, ist das was nun an Kosten für den kleinen Mann auf uns zurast in meinen Augen untragbar und was hat man vom kommenden Wirtschaftsaufschwung, wenn man sich dumm und dämlich zahlt?

“Erst kommt das fressen, dann die Moral” so sagte B.B. und wenn ich die Wahl zwischen was ordentlichen zu Essen auf dem Tisch, einem Dach über den Kopf, Zähnen im Mund und was zum Anziehen im Schrank habe oder einem freien Internet … dann nehme ich die Grundversorgung – Danke.

Nun werden die Krankenkassen wird mit den kommenden Reformen vermutlich komplett von der Höhe des jeweiligen Einkommens entkoppelt, also Zähne nur noch für den der sich Zähne auch leisten kann, wie liberal. Nun ja, zumindest habe ich nun die Gewissheit, dass sich über kurz oder lang einige CDU und vorallem die FDP-Wähler sich für ihre Entscheidung schämen werden.

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Der nicht-mehr-so schleichende Tod des Sozialstaates , 5.0 out of 5 based on 1 rating