30 Okt

Folgender Beitrag irritierte mich gerade bei einer Visite von Spiegel Online:
Folgt auf iPod, iMac und iPhone bald der iShoe? Könnte sein, schließlich hat sich Apple gerade einen Sensor patentieren lassen, der die Abnutzung von Schuhen misst. Tatsächlich aber enthält die Patentschrift Hinweise auf ein viel weitergehendes System – und das könnte gut für die Gesundheit sein.
Ich mache das zwar immer dadurch, dass ich einmal auf und unter den Schuh schaue, aber wenn es jetzt ein Gerät gibt das mit diese stressige Arbeit abnimmt, um so besser! Und es ist ja nicht so, dass ich jedes Mal, wenn ich mir einen Schuh anziehe ich zwangsweise einen Blickt auf selbigen werfe. Da fragt man sich doch, welches Apple-Produkt nach dem iShoe kommt, das von fanatischen Applejüngern für das tollste Produkt der Welt gehalten werden kann – gleich vor der Erfindung von geschnittenem Brot.
So kann ich mir durchaus als nächstes das iKeyboard vorstellen, dass mir nicht nur sagt welche Taste ich nachkaufen muss, wenn sich ein aufgedruckter Buchstabe nicht mehr lesen lässt, nein, es kann mir diese gleich auch noch über den iTunes-Store automatisch nachbestellen und zugleich einen Nagelknipser sollten meine Fingernägel zu lang werden.
Aber weiter zum Schuh:
In der Praxis, so erklärt es der Patentantrag, muss der Schuh allerdings initialisiert werden, bevor seine Nutzer ihn zum ersten Mal tragen kann. Das kann man sich ungefähr so vorstellen, wie das Formatieren einer Festplatte: Bevor man daran gehen kann, darauf Daten abzulegen, muss man die Platte erst in einen definierten Grundzustand versetzen.
Man haben wir ein Glück, dass der Schuh nicht von Microsoft patentiert wurde – auch wenn das dem Gehen ein neues Erlebnis geben würde. Da braucht man dann eine geschlagene viertel Stunde, bis man den Schuh am Morgen angezogen hat. Und jedes Mal, wenn man auf diesen einen Pflasterstein vor dem Bäcker um die Ecke tritt, hängt sich der betreffende Schuh – mit einem dezenten “Ding” – auf und man segelt vorne über auf den Bürgersteig. Darauf hin braucht man halbe Stunde, bevor man den Schuh wieder von den Pflasterstein herunter bekommt.
Auch lustig stelle ich mir die Büroklammer vor, die zu speziellen Anlässen links aus dem Schuh ausgefahren wird: “Sie sind gerade in einen Hundehaufen getreten, soll ich Ihnen helfen den Schuh zu reinigen?”
Und für den Shoe-7 gibt es natürlich nur ab Größe 43 aufwärts, drunter kann man damit keinen Schritt machen – je größer der Fuß, desto schneller kann man damit laufen.
Aber so viel besser wird der Apple-Schuh auch nicht sein, versucht mal so ein Ding mit nur einem Schnürsenkel vernünftig zu binden. Vermutlich wir sich jeder neue iShoe-Benutzer sich 10 mal von einem Apple-Fanboi erklären lassen müssen, dass man beim Zubinden den Finger auf dem Apfelsymbol halten muss, damit auch der Knoten entsteht den man sich vorstellt und man nicht versehentlich den eingebauten MP3-Player auf shuffle stellt.
Darüber hinaus, wird Laufen, ja nicht gleich Laufen sein. So muss man die passenden iShoe-Apps je nach Terrain kaufen: Laufen auf Asphalt, Laufen auf Gras, Laufen auf Linolium, Laufen auf Parkett, Laufen auf Sand, Gehen auf Asphalt, Gehen auf Gras…. und so weiter. Ich stelle es mir außerdem etwas seltsam vor meine Joggingschuhe per USB an meinen PC anzuschließen um deren Firmware zu updaten. Zugegeben, das ist vielleicht für manche Leute eine coole Art ihre Daten mit sich zu führen, aber das hängt dann letzten Endes von der Schweißfußreduktion ab.
Der einzige Nachteil an Linux-Schuhen wäre übrigens, dass man sie nach dem Anziehen am besten gar nicht erst wieder auszieht.
Nicht das ich Appel-Produkte für schlechter halte, sie sind nur … “anders schlecht”. Ich glaube ja Apple-User sind stellenweise ganz gut mit Vegetariern vergleichbar, je begeisterte sie von ihrem “Lebenstil” sind, desto mehr gehen sie allen anderen damit auf die Nerven.
Und passend zum Thema, den Klassiker:
Quelle: Spiegel Online
3 Kommentare for "iShoe"
Der Linux OpenShoe zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn aus Einzelteilen selbst zusammenbauen muss. Wenn man das einmal gemacht, ist er allerdings so bequem, dass man ihn gar nicht mehr ausziehen will!
Das Video ist ja einfach mal endlos herrlich :D
Google Socks, der iShoe… irgendwie bemerke ich da ein Muster.
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