21 Okt

Ha, erster Post vom Laptop (uraltes Ding, aber zum Schreiben reicht es – mehr muss ich aber auch nicht)! Ich bin zwar dieses Wochende nicht da, aber allein lassen werde ich Euch nicht.
Aber zum Thema:
Eine der Sachen die mir immer noch Rätsel aufgibt ist die Wahl. Ok, ich gebe es zu, ich bin immer noch nicht darüber hinweg.
Aber ich würde schon gerne wissen, ob es sich bei den 5% die die FDP mehr als sonst hat, um einen gemeinschaftlichen Retard-Moment einiger Leute handelt. Oder haben oder mit einem Mal alle (Klein-)Unternehmer die vorher – des sozialen Gewissens wegen – die SPD oder die Grünen gewählt haben, im Schatten der Wirtschaftskrise lieber die FDP gewählt?
Was mich zu diesen Überlegungen bringt, sind zwei Artikel von welt.de. Oder besser ein Satz aus einem dieser Artikel, der zunächst aber diese Passage enthält:
Aber so parzelliert, so Klientel-bezogen, ist das meiste von dem, was aus den Koalitionsverhandlungen nach draußen dringt. Besser verdienende Eltern, Steuerberater, begabte Akademiker-Kinder, Hartz IV-Empfänger mit Wohneigentum (insgesamt etwa 20.000 Leute) – das sind diejenigen, die profitieren sollen. Es sind aber nicht diejenigen, die es am dringendsten brauchen. Die Bedürftigen brauchen auch nicht in erster Linie Geld. Sie brauchen Zuversicht, Bildung, Durchlässigkeit.
Aus den bisherigen Koalitionsverhandlungen dringt kein Hauch von Zukunftsentwurf. Wie wollen wir leben? Das ist die Frage, die Politik im Gespräch mit den Bürgern beantworten muss. Zu den großen Fragen – Überalterung der Gesellschaft, Abrutschen in die Unterschicht, Klimaschutz – hat Schwarz-Gelb bisher nichts verlauten lassen.
Na! Wer hätte auch damit rechnen können, dass unter einer Schwarz-Gelben Regierung Atomkraftwerke länger laufen werden und die Besserverdienenden entlastet werden? Ob die Nachricht, dass es angeblich in Biblis drunter und drüber geht, die Leute nun beunruhigt? Allerdings kannte der Autor dieses Artikels nicht den folgenden Artikel, welcher zeigt, dass sich die neue Regierung durchaus mit der Überalterung auseinandersetzt: Denn die Pflegeversicherung wird privatisiert, künftig darf jeder Bürger für die Zukunft Geld an die Seite legen für den Fall, dass man vor dem Abnippeln pflegebedürftig wird. War bereits am Anfang der Koalitionsverhandlungen das Motto „Mehr Netto vom Brutto“ schon Utopisch, kann ich jetzt nur mit dem Finger auf jeden zeigen, der sich davon hat ködern lassen.
Doch die Krone wird dem Ganzen vom Abschlusssatz des ersten Welt-Artikels aufgesetzt:
Es fällt einem wie Schuppen von den Augen: was hier fehlt, ist ein Hauch von Grün!
Und da ist es wieder… das unangenehme Grün-Rote-Gewissen, welches bei der Nachricht, dass die neue, „bürgerliche“ Regierung Deutschlands eben so bürgerlich ist wie es Geldadel nur sein kann, wieder zurück in das Unterbewusstsein kriecht. Dabei ist die Überraschtheit, dass da etwas „Grün“ oder etwas „Rot“ fehlt, meiner Meinung nach so bigott wie es nur sein kann.
Und wieder sind wir bei der Frage, warum hat man so gewählt, wie man gewählt hat? Selbst einige Experten sind verwundert, warum zwar ein Großteil von Deutschland zwar ‘weiß’ was man bräuchte, um diesem Land als Ganzes zu helfen, aber dann Parteien gewählt werden, die eben nicht die entsprechenden Punkte im Programm haben. Ich glaube ja immer noch, dass sich zu viele Leute von dem „Das kann man ja gar nicht finanzieren!“-Mantra haben überzeugen lassen… auch wenn ich mich dabei immer wieder frage… wo kamen diese 400 Milliarden noch mal her?
Schlagworte: Politik
14 Kommentare for "Das Rot-Grüne-Gewissen schlägt zurück"
Ich kann diesen Sozialkram echt nicht mehr haben. Wir leben bereits in einem Wohlfahrtsstaat und den soll man jetzt weiter ausbauen? Was der Mist mit den Atomkraftwerken hier soll ist mir, abgesehen vom umweltlichen Aspekt her, versteh ich auch nicht. Alle diejenigen, die hier vor einer Explosion Angst haben, sollten vllt mal daran denken, dass es vollkommen egal ist ob IN DEUTSCHLAND, oder in einem der Nachbarländer so ein Kraftwerk hochgeht.
“elbst einige Experten sind verwundert, warum zwar ein Großteil von Deutschland zwar ‘weiß’ was man bräuchte, um diesem Land als Ganzes zu helfen, aber dann Parteien gewählt werden, die eben nicht die entsprechenden Punkte im Programm haben.”
Experten bitte mal klar bennenen. Solche Aussagen sind auch wieder so… “sinnlos”, da anscheinend das Volk ja eben die Parteien gewählt hat, von denen es sich die Veränderung wünscht.
Und mal ehrlich.. bis auf Grüne,FDP und Piraten ist in diesem Land nichts mehr ernsthaft wählbar, also warum wunderst du dich so sehr über dieses Ergebnis?
Need edit, was hab ich das fürn Sempf verzampft.
Man vergebe mir die sinnlosen Sätze :)
GZ zum ersten Laptop-Post. ;)
Ansonsten: Joa, geb ich dir durchaus Recht.
Das Problem ist doch mittlwerweile, zumindest empfinde ich das so, daß es egal ist, was man wählt, man macht es falsch.
Das einzig wahre, so weit lehn ich mich mal aus dem Fenster, wäre eben eine Mischung aus allem, was die großen Part6eien Vertreten, d.h. schwarz-gelbe Pläne mit ausgeprägtem rot-grünem Gewissen, dazu eine Prise Utopie von linksaußen und kleinen “Gewissensbissen” aus dem Rest des politischen Lagers.
Welcome to Utopia…
@Marius
1) Wie wäre es, wenn du mal ein viertel Jahr von Hartz 4 lebst und deine einzige Alternative ist ein Ein-Euro-Job bei dem du total unter deiner Qualifikation arbeiten musst, weil du nämlich als Diplom-Akademiker Federn zusammen biegst? Danach können wir ja nochmal über den Punkt “Wohlfahrtsstaat” reden. Vor allem finde ich es schrecklich, wie negativ dieser Begriff mittlerweile besetzt ist. Jemand der vom einem Wohlfahrstaat redet und sich darüber auslässt, dem geht es meiner Meinung nach A) noch zu gut und B) ist blind gegenüber anderen die sozial nicht so gut stehen.
2) Das mag ja mit den Atomkraftwerken stimmen, aber mit: “Wenn eins hoch geht, sind wir eh alle am Arsch!” den Atomausstieg als ‘sinnlos’ zu betrachten ist nichts weiter als “Die anderen machen das auch!”-Verhalten. Darüber hinaus habe ich noch nie gehört, das man Uran braucht um Solarpanels zu betreiben… oder zumindest etwas in die Effizienzforschung dieser zu stecken. Ein “Jetzt wo er eh tot ist, kann ich ja die noch Leiche Verstümmeln.”-Standpunkt… ist wirklich nicht vorausschauend.
3) Das mit dem Experten habe ich aus WDR 5, leider war ich da mitten auf der Autobahn – deshalb war es schwer zu merken wer genau das gesagt hat – ich werde mal nach recherchieren um an den genauen Wortlaut zu kommen.
4) Weil jetzt genau, das passiert worüber ein Großteil der Bevölkerung sich schon lange beschwert (betroffen oder nicht) und sich nun wundert, dass sich nun an dem Kurs nichts ändert. – Und: Ich halte die Linken für weit wählbarer als die FDP – die FDP wäre wählbar wenn sie mal im Wörterbuch den Begriff “bürgerlich” nachschlagen würden.
@ Marius
Wie meinem Post vorher evtl. entnehmbar war, denke ich, daß jede Partei prinzipiell wählbar ist, da jede Partei in ihrem Kern vernünftige Sachen fordert (unter unterschiedlichen, aber dennoch berechtigten Gesichtspunkten!) und ich unseren Damen und Herren Politikern (immer noch – also NOCH!) unterstelle, daß sie die Dinge, die sie postulieren, schon ernst meinen und nicht nur dem Volk nach dem (vermeintlichen?) Maul reden, um durch die daraus resultierenden Wahlergebnisse ihren Machthunger zu stillen.
“Das Problem” einer Demokratie ist einfach die Meinungsvielfalt. Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich schreibe mir das auf die Fahnen, was (mMn) die meisten Wähler wollen, und werde gewählt, oder ich präsentiere einen allumfassenden “Einheitsbrei”, mit dem sich im Zweifelsfall keiner wirklich identifizieren kann und bewege mich im politischen/anerkunngstechnischen Niemandsland – oder ich treffe damit im Optimalfall den Nerv aller und dann rückt das Ganze recht nah an absolutistische/diktatorische Verhältnisse, weil dann ja “alle” diese eine Partei wählten.
Um nochmal mein “Utopia” aufzugreifen: Wenn es eine Partei gäbe, die wirklich ALLES abdecken würde, was jeden Bürger bzw. Wähler (denn das ist ja letztlich das wichtigere, denn wer nicht gewählt wird, kann nichts ändern) abdecken würde, dann hätten wir kein System, wie wir es haben, weil dann jeder diese eine Partei wählen würde.
Da es aber keine solche Partei gibt, kommt es alles auf den Punkt zurück, den ich schon anführte: Wie man es macht ist es falsch.
Oder um mein gelioebtes Buch “Latein für Angeber” zu zitieren^^:
E duobus malis minimum elegendum est. – Von zwei Übeln ist das kleinere zu wählen.
zu Zach:
Ich finds halt immer genial Extrembeispiele zu nehmen. Wobei sich mir bei den “Elite Akedemikern” mit hartz IV dann auch wieder die Frage stellt, warum diese elitären Jungs und Mädels alle arbeitslos sind. Natürlich ist der Arbeitsmarkt ziemlich brutal, aber manchmal gibt es auch Akedemiker, die trotzdem hole Fritten sind. Wenn ich mir angucke was bald alles ein Abitur von 2,x haben wird und damit definitiv irgendwas studieren kann, kann ich mir nur an den Kopf fassen.
Ein Beispiel dafür war mal “Hart aber fair”. Da war ein arbeitloser Lehrer, der dann Taxifahrer geworden ist und da dann auch angeblich mehr verdient hätte usw.
Bei dem Kerl ist auch klar, warum der keine Stelle hat.
Ein Abschluss bedeutet nicht immer, das man auch fähig oder gut in seinem Beruf ist!
2) Nein, so sehe ich die Sache nicht, ist vllt falsch rüber gekommen.
Ich bin auch FÜR einen Atomausstieg, aber nicht in den nächsten 10-15 Jahren. Ich bin nicht bereit oder dazu in der Lage, noch höhere Strompreise zu bezahlen bzw. einen rapiden Anstieg dieser zu unterstützen.
Natürlich ist Sonnenenergie eine super alternative, allerdings ist die Technik meines Wissens noch nicht so ausgereift, als das man “einfach so” umsteigen könnte.
3) sorry, wollte dich damit nicht attackieren, auch wenns so rüberkam :)
4)Also die Linke ist alles andere als wählbar was mich angeht, wenn man sich mal anschaut, wie dieser irre Haufen zusammengewürfelt ist.
Ehemalige SEDler, richtige Kommunisten, ex SPD Mitglieder, theoretisch auch Punks, solche Frauen wie aus dem Beitrag über das vermeindlich sexistische,feministische usw Politikbuch aus Hamburg, usw.
Wer ein Wahlplakat kreiert, auf dem ” Wir WÜNSCHEN uns 2 Millionen Arbeitsplätze” steht, kann auch gleich den Nicolaus zum Fraktionschef erklären!
Also, ok, das Abitur kriegt man teilweise “hinterhergeschmissen” und um mal ein absolutes Negativbeispiel aus meiner Schulkarriere zu bemühen:
Ich hatte jemanden in der Klasse, der war schon immer von Beruf “Sohn” gewesen und zudem alles andere als gut in der Schule. Der hat ein gerademal mittelmäßiges Abitur gemacht und was ist passiert? Er hat, durch VIEEEELLLL Vitamin B, sein Studium so la la gemacht und ist dann in die Politik gegangen. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich gesehn habe, daß er für die CDU in unserer Stadt als einer der “Top”-Kandidaten ins Rennen um die Stadtratswahl gegangen ist… Hohle Fritte par excellence…
Ich geb dir Recht, wenn man sagt, daß akademische Grade/Qualifikationen mittlerweile schon an Gewichtung verloren haben. Dennoch denke ich, daß diejenigen, die “Akademiker/Elite-Akademiker” werden, das tun, weil sie es können und diesen Titel in der Mehrheit auch verdient haben. Und denen tritrt de Arbeitsmarkt in den Arsch.
Ich hab es selber gesehen und erfahren. Ich hab das Alter, ich hab die entsprechende Ausbildung, ich hab die Qualifikation, aber dennoch kriegt man nichts, und das in einer der angeblich sichersten und zukunftsorientiertesten Branchen….
Und du kannst mir wohl kaum ernsthaft weißmachen wollen, daß schwarz-gelb das nachhaltig ändern wird.
Und was die Linke angeht: Die sind definitiv wählbar, weil, auch wenn ihre Forderungen “kommunistisch” klingen, sie Sachen ansprechen und fordern (und mag es noch so utopisch klingen), die gundsätzlich vernünftig sind. Um es auf den Punkt zu bringen: “Gleichheit für alle” – denn das macht eine Demokratie mMn aus: Keiner soll sich benachteiligt fühlen, bzw. selbst wenn die gewählte Regierung etwas anderes verfolgt, dann soll es doch ein Gefühl und vor allem ein tatsächliches Erlebnnis der Gerechtigkeit für alle geben.
Natürlich gibt es bei der Linken Überarbeitungsbedarf was ihr Programm angeht, aber unterm Strich ist das, was sie sagen, im Kern alles andere als verkehrt.
Ja old Nick, natürlich haben einige Forderungen der Linken ihre Berechtigung. Sowie auch manche Forderungen der CDU,Grünen,SPD, vllt sogar NPD ihre Berechtigung haben. Allerdings sind es die Politiker dieser Parteien, die diese für mich Unwählbar machen. Wenn ich mir einen Horst Seehofer anschaue, kann ich nur bestürzt weggucken vor Fremdscham.
Was den sozialen Aspekt angeht bin ich einfach der Meinung, das wir in einem “sozialem Staat” leben, wir den aber nicht immer weiter ausbauen können. Das das Berufsleben hart ist, hat nicht unbedingt etwas mit der Regierung zu tun. Ich für meinen Teil möchte z.B. Lehrer werden, aber wenn ich nun Geschichte und Deutsch als Fächer wähle, darf ich mich später nicht beschweren, wenn ich keine oder nur sehr schwer eine Stelle finde!
Ich bezweifel, dass die Regierung EINES Landes den kompletten Arbeitsmarkt bzw. die Gesellschaft ändern kann und ich habe das herrschende Prinzip “survival of the fittest” im Arbeitsmarkt verinnerlicht. Wenn man gut, sehr gut ist und viel dafür tut, findet man auch etwas.
Außer man wählt natürlich einen Beruf der jetzt schon völlig überbesetzt ist.
Ich muss kein schlechtes gewissen haben ;D Ich hab gegen dieses Schwarzgelb gewählt –.– Kohl war ja nun schon schlimm genug, zum Thema Atomkraft … AKW Greifswald *Hust* … das ding da in Tschernobyl, war nicht das erste ;D … Nur mit dem Unterschied Greifswald is damals nicht Hochgegangen. Soviel dazu … AKWs sind Scheisse … und werden immer scheisse bleiben.
Sozial ist FDP wo? …
Apropo meine Pläne für ein mad max szeniaro liegen schon bereit … ;D Ich werde die Apokalypse (FDP,CDU) Überleben ! …
Ich glaub einfach all diese die wissen was besser fürs Land wäre und so gehen nicht mehr wählen…
Ich glaube das fällt erst jetzt auf weil man Wahlen nicht mit politik bzw. den politischen entscheidungen eines Landes verbindet.
Und die Atomkraftwerke brauch man gar nicht diskutieren wenn man sich die Welt vor 500 Jahren anschaut und sich dann erdreistet voraussagen über die Welt in 500, 1.000 eigentlich sogar 100.000 Jahren zu treffen.
keine lust mir die textwalls meiner vorgänger durchzulesen. Im groben stimme ich dir zu Zach, allerdings kann ich dieses “die besserverdienenden werden entlastet ” nicht mehr hören. Man strafe mich lügen ob meiner eventuellen unwissenheit aber ist es nicht so, das, je mehr ich verdiene, desdo mehr Steuern muss ich bezahlen. Und zwar nicht weil ich mehr verdiene sondern auch weil ich einen höheren steuersatz habe. Wieso werden Menschen dafür bestraft, das sie viel verdienen? (man bedenke, wer viel verdient arbeitet viel… nen Manager hat keine 40stunden woche… eher so 70 und wer jetzt sagt der manager arbeitet ja ganich… Gehalt ist immer mit verantworung verbunden und mit qualifikation. Der Manager kann zur not auch dein haus mauern aber dein Maurer kann warscheinlich keine Firma leiten(ok manche Manager können das auch nicht aber wir gehen mal vom besten fall aus)). Wieso sollte ich jetzt also wenn ich schon doppelt so viel verdiene wie der Maurer dreimal so viele Steuern bezahlen wie er? ich würde bei gleichem Steuersatz ja schon das doppelte bezahlen, also im verhältniss gleich viel.
So das musste mal raus… kann falsch sein aber baut auf meinem wissen auf^^
achja und es wird das gewählt, was die mehrheit will. Das heißt das die Mehrheit Schwarz-Gelb will. das muss nicht gut sein aber deswegen leben wir in einer Demokratie und nicht in einer Diktarur. Bei uns entscheidet immernoch das Volk (wie dämlich das auch sein mag)
phu doch no textwall geschafft^^
Das Volk hat Sicherheit, also das was es kennt und “was sich bewährt hat”, gewählt. Den Leuten geht es noch zu gut.
Das ein ALG2-Empfänger, Student auf BAFÖG oder Familienvater mit Blick auf die Zukunft seiner Kinder kein Schwarz-Gelb gewählt hat, sollte einleuchten.
Aber ihr müsst zur Kenntnis nehmen, dass derzeit das Aktivieren von allen auf Rente, Stütze und Weißbier lebenden Wahlberechtigten nunmal für eine schwarz-gelbe Mehrheit in Deutschland reicht.
In 4 Jahren sind es wieder einige tausend Rentner weniger und einige tausend weggeworfene Leiharbeiter oder perspektivenlose Jugendliche (sei es mangels Angebot oder Ausbildung) mehr und dann wird das ganz anders aussehen.
Als ich das Wahlergenbnis im Radio gehört habe, könnte ich mir einen Seufzer der Erleichterung nicht verkneifen, ich hatte nämlich die ernsthafte Befürchtung wir könnten eine Rot-Rot-Grüne Regierung kriegen, zum Glück hatte ich unrecht.
Und hätte meine Stimme bereits gezählt, dann hätte ich sie der FDP, als einzige wählbare, liberale Partei gegeben, die sozialen Defizite sind in einer Koalition mit der CDU ertragbar, hätte die CDU nicht gerade ihre Kontrollstaatphase würde meine Stimme normalerweise dorthin wandern, da diese nunmal deutlich sozialer sind als die FDP, aber ist die CDU zurzeit nunmal unwählbär.
Wie man schon vorher rauslesen konnte bin ich noch minderjährig und damit Schüler, mir geht es zwar recht gut, ich komme aber trotzdem nicht aus einem sonderlich wohlhabendem Haushalt, und zwar ein recht perspektivloser, da ich entweder noch mein Abitur schlecht mache oder eben garnicht und damit irgendeine Ausbildung machen muss, beide Fälle absolut gute Karten!
Aber wieso würde ich dann die böse FDP bzw. eigentlich CDU wählen, wenn du doch die netten Roten mir helfen würden?
Ganz einfach:
Die Linken sind Bauernfänger und nichts weiter. Ich wundere mich jedesmal wieso die Leute eine linke Partei mit Lafontaine an der Spitze wählen würden, aber scheinbar sind die ganzen Linken Wähler wirklich sehr sozial und bezahlen ihm seinen Lebensstil!
Die SPD ist zurzeit einfach nur absolut Profillos und am Boden. Was früher vom Gedanken her eigentlich wählbar war, ist heute nur ein Schatten seiner selbst, da habe ich mehr Vertrauen an eine durchschnittlich Intelligente Auster einen Staat sozial zu führen.
Am Arbeitsmarkt kann eine Partei allgemein wenig ändern, da dies nunmal eine Sache der einzelnen Betriebe, Arbeitgeber etc. ist. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass das einzige was mir nicht gefällt am Wahlprogramm von CDU, bei der FDP sowieso, ist das Fehlen des Mindestlohns (darum auch die Befürchtung es könnte für die Wahl nicht reichen).
Aber auch hier mal ein kleiner Hintergedanke:
Wenn nach der Finanzkrise unglaublich viele Stellen gestrichen bzw. garnicht erst vergeben werden, weil die Leute es sich (angeblich) nicht leisten könnten, wie soll das denn erst mit “höherem” (was im Grunde ein Witz ist) Lohn aussehen? Das würde nur noch weniger Arbeitsplätze bedeuten.
Und einen kann ich mir auch nicht verkneifen:
Wieso bessere Bildung wenn die ganzen Elite-Akademiker eh keine Arbeit bekommen? Lieber Schreinerlehre und etwas Geld verdienen…
Aber generell haben wir das Problem, dass wir einfach mehr Arbeitnehmer haben als Stellen die zur Verfügung stehen würden und dagegen hilft ehrlich gesagt nur die Wirtschaft ordentlich anzukurbeln, dass schafft mehr Arbeitsplätze und Geld für das Land, daher profitieren alle davon, wenn wir erstmal dafür sorgen dass wieder Geld ins Land und unters Volk kommt, die Roten sind alle mehr darauf aus das Geld das bereits im Land ist zu verteilen… und das ist zurzeit sehr wenig und wenn es doch so eifach zu bezahlen wäre, ich bezweifle, dass es eine Partei geben würde, die die soziale Projekte nicht gerne Unterstützen würde, wenn das Geld doch im Überfluss vorhanden ist.
Und zum Schluss nocht Atomausstieg:
1.) Die Technik zur Gewinnung von Sonnenenergie ist noch so unausgereift, dass man damit nichts anfangen kann und es wird noch nen ganzen Haufen Jahre dauern bis man Solarkraftwerke effektiv genug nutzen kann dass sie profitabel sind.
2.) Du kannst die Atomkraftwerke gerne abschalten, bauen wir halt neue Kohlekraftwerke oder du fährst Fahrrad bzw. bezahlst bitte meinen Strom aus dem Ausland mit!
3.) Sind Atomkraftwerke das effizienteste und sauberste, dass es zurzeit gibt.
Und in diesem Punkt unterstütze ich den Kurs der FDP neue zu bauen, am besten um alte zu ersetzen.
4.) Sind Atomkraftwerke ziemlich sicher, es sei denn man überträgt der Unwissenden Nachtschicht ein Experiment am Reaktorkern, das wurde 1986 mal gemacht, hat kein schönes Ende genommen…
Kommentar hinterlassen