26 Sep

Vorweg: Der Film ist nicht schlecht, sogar der Beste dieses Jahr – das kann ich gleich am Anfang sagen. Allerdings muss ich Euch warnen, dass der Film etwas “over-hyped” ist.
(Dieses Review sollte größtenteils spoilerfrei sein. – Heißt, alles story-relevante was erwähnt wird, weiß man ohnehin in den ersten 10 Minuten.)
Der Film ist bei weitem nicht so innovativ und bahnbrechend, wie manche Reviewer ihn haben möchten. Er ist dennoch überaus spannend und nicht vorhersehbar – wie so manch viele andere Filme in der letzten Zeit. Man sollte nur nicht den Fehler machen mit zu hohen Erwartungen in ihn hineinzugehen.
Die Story:
Vor 20 Jahren ist in Südafrika ein Raumschiff gelandet, das eine Million Aliens beinhaltete. Zwanzig Jahre später leben im Slum “District 9″, 1,8 Millionen Aliens und Alien-Nachkommen zusammengepfercht unter grauenhaften Umständen, während deren Waffentechnologie von dem Para-Militärischen Konzern MNU erforscht wird und Verbrecher die Außerirdischen ausbeuten. Während einer Umsiedlungsaktion von “District 9″ in “District 10″, kommt es zu einem Zwischenfall in dem der MNU-Umsiedlungsleiter Wikus van de Merwe in eine ganze Welt von Problemen hineingezogen wird.
Charaktere:
Die Story fokussiert vor allem auf Wikus. Ich denke das größte Problem, was ich mit diesem Filme habe, ist dass der Hauptcharakter über weitere Strecken absolut unsympathisch ist und der Film erst in der Letzten Dreiviertelstunde richtig in Fahrt kommt.
Ich weiß, dass Wikus vermutlich gar nicht sympathisch sein soll, doch die Sache ist, dass ich mich im Laufe der Geschichte mehr mit und über diesen Charakter geekelt habe, als mit der Story mit geeifert. Es wäre wirklich gut gewesen, wenn Wikus van de Weichflöte nicht, das dumme, rassistische Arschloch, eventuell etwas mehr Hintergrundgeschichte bekommen hätte, die ihn von Beginn an etwas sympathischer gemacht hätte. Auch wenn diese Bürde von jemand anderen getragen wird, so wäre ein etwas weniger “arschlochiger” Wikus sehr beitragend gewesen, mich begeistert(er) im Kinositz zu halten.
Umsetzung:
Zu aller erst: Shakey-Cam. Allerdings ist das Gewackel moderat gehalten, so einem kein wichtiges Detail entgeht, weil der Kameramann einen epileptischen Anfall mimt. Man gewöhnt sich schnell daran und das Gewackel passt immer zur ‘Geschwindigkeit’ der aktuellen Szene. Wer allerdings doch extrem zu Motion-Sickness neigt, sollte bei dem Versuch den Film noch auf der großen Leinwand zu sehen, gewarnt sein. Ansonsten versucht der Film – vor allem zu Anfang – sich an einem halb-dokumentarisschen Stil, was aber auch nicht störend ist. So wird dem Film und einigen der Akteure einen passender Einstieg geben.
Ablauf (Spoilerfrei):
Der Film hält es klassisch: Das erste Drittel ist für den Aufbau und das “in Gang setzen der Story” verantwortlich, das zweite Drittel dreht die Story weiter, bis sich das Ganze im letzten Drittel in mehreren Feuergefechten entlädt – wobei wirklich immer mit der Kamera drauf gehalten wird.
Fazit:
Auch wenn für meinen Geschmack bei Wikus ein mal zu viel das Gefühl des Fremdschämens und der Gedanke “Was ein blödes Arschloch” auftritt, ist District 9 eine Kino- bzw. DVD-Empfelung. Es ist weder ein Flim der ein Genre (neu) definiert, aber mit Sicherheit der beste Film diese Jahres – so far.
Addendum – Rassismus:
Auch wenn der Film vermutlich die “Fackel gegen den Rassismus” hochhalten will, weiß man schon durch die ganze Werbung und die Hype um diesen Film ganz genau, was einem in Bezug auf “Rassismus” einen erwartet – so dass man nicht wirklich von diesem Umstand geschockt ist.
Wertung: 9/10
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10 Kommentare for "Review: District 9"
‘’sogar der beste dieses Jahr”
inglourious basterds?!
fand ich um welten besser
Edit: Ich fand Wikus war eins der besten Dinge an dem Film, war mal was anderes :D
Ich kann das nicht ganz nachvollziehen Wikus … is das klieschee von einem Gesichtslosen Menschen der in eine situation gestossen wird mit der er nicht Klar kommt, was man schon alleine daran erkennen kann ;D das er mit der gesamten umsiedlung schon überfordert ist. zudem ist der Gag mit der doku … schon alleine ein schönes stilmittel man merkt an Wikus reaktionen das er nicht weis wie er mit der Kamera umgehen soll.
aber ich will auch niemandem die Story vorweg nehmen. ;D ps: ich fand den Film toll und warum fand ich ihn toll … ;D ganz Simpel … der hype is an mir vorbei gezogen wie so ziemlich jeder hype … ;D am besten is kino noch immer dann wenn man mit einem Leeren Kopf und der einzigen erwartung, unterhaltung in einen Film geht.
;D Wenn man mit erwartungen in einen Film geht ;| kommt man so wie zu Terminator 4 ausm kino … enttäuscht und man fühlt sich verarscht.
nach den gesicht punkten würde ich eher 7 von 10 geben
ich muss yahikko iwie zustimmen
ich fand zwar auch das er ein arsch ist ,”besonders wenn er kurz nett zu den aliens ist und sie im nächsten moment voll anmacht”, aber iwie passt er darein :)
9/10 warscheinlich weil Zach auf SciFi steht ;)
zu Inglorious Basterds: Ich nehm an der Film spaltet ein wenig die Massen. In meinem Bekanntenkreis finden sich auch sehr viele die den Film in den Himmel loben, ich find ihn hingegen nur etwas besser als mittelmäßig. Naja über Geschmäcker kann man nicht streiten.
@ Zach: Ich weiß, es is noch nich Montag, aber warst du schon in IG? Wenn ja könntest du ja da auch was drüber schreiben ;)
Ouh man, ich sollte echt nicht nach 2 Uhr posten… Ich meine natürlich IB, nicht IG
Sorry, aber deine Meinung kann ich leider nicht teilen.
Ich hatte stetig das Gefühl zu wissen, was in den nächsten 10 Minuten passiert, bzw. was es für Plotwengungen gibt.
Hinzu kommt, dass der Film, welcher sich gegen Rassismus wenden sollte in eine äußerst Flache 08/15 Story abdriftet (inklusive dem oberbösen Militär-General und den “Helden” dem ein Lebensverändernder “Sinneswandel” wiederfährt.
Persönliche Wertung: 4/10
Meine Meinung zu Inglourious Basterds: Bisher der Film des Jahres. Auch wenn man die letzten 2 Jahre dazunimmt. 10/10
Wenn du diesem Film 4/10 gibst landet sowas wie Crank bei dir auf -10/10, sehe ich das richtig?
[...] der ein Genre (neu) definiert, aber mit Sicherheit der beste Film diese Jahres – so far.” (ZachSeinBlog) ““District 9″ ist das erhoffte Meisterwerk für das darbende Sci-Fi-Genre und wird [...]
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