onlive

Nach der überraschenden Präsentation auf der GDC dieses Jahr, habe ich den Dienst aus dem Augen verloren, doch es scheint als sei man nun schon so weit, dass ganze in den USA in der Beta zu testen.


Das ist eine Tatsache die mich überrascht. Ich dachte wirklich nicht, dass sie schon so weit sind – aber auf der anderen Hand es ist eine andere Sache in die Beta zu kommen, eine andere wie lange die Beta letztendlich läuft und wie sich das System außerhalb einer geregelten Umgebung verhält.

Was war Onlive doch gleich?
Onlive ist eine recht einfache Idee, aber mit komplizierter Umsetzung. Die Macher stehen damit  übrigens nicht alleine da, denn solche Verfahren sind momentan mehrfach in der Entwicklung, die Leute bei Onlive sind nur diejenigen, die als erstes damit durchstarten wollen.

Im Gegensatz zu Konsolen und Heimrechnern ist Onlive ein Dienst, der die Darstellung Eurer Spiele auf einem Server berechnet, welcher Eurem PC alle Grafik- und sonstigen Berechnungen abnimmt. Ihr bekommt die fertig berechneten Daten als Video an Euren PC gesendet und schickt von Eurer Seite nur die Eingabesignale an den Server. Dass hat den Vorteil, dass man nur noch einen Rechner haben muss, der den gesendeten Videocodec in der entsprechenden Zeit decodieren kann, ab da fallen alle weiteren PC-Upgrades für’s Spielen flach. Der Dienst soll einerseits als ‘Standalone’-Box verkauft werden, während PC- und MAC-Besitzer sich nur ein wenige MB großes Browser-Plugin herunterladen brauchen.

Das Problem bei diesem System ist, ist dass es nicht weltweit verfügbar ist. Damit die Verzögerung die das Video durch den Äther braucht für den Spieler nicht spürbar wird, darf man einen bestimmten, physikalischen Abstand vor der Cloud (den Server) nicht überschreiten. Wann der Spaß also nach Deutschland kommt, steht aber noch in den Sternen, da man dafür hier ein eigenes Rechenzentrum eröffnen muss.

Hier findet ihr die Webseite des Dienstes.

via golem.de