3 Sep
Nach der überraschenden Präsentation auf der GDC dieses Jahr, habe ich den Dienst aus dem Augen verloren, doch es scheint als sei man nun schon so weit, dass ganze in den USA in der Beta zu testen.
Das ist eine Tatsache die mich überrascht. Ich dachte wirklich nicht, dass sie schon so weit sind – aber auf der anderen Hand es ist eine andere Sache in die Beta zu kommen, eine andere wie lange die Beta letztendlich läuft und wie sich das System außerhalb einer geregelten Umgebung verhält.
Was war Onlive doch gleich?
Onlive ist eine recht einfache Idee, aber mit komplizierter Umsetzung. Die Macher stehen damit übrigens nicht alleine da, denn solche Verfahren sind momentan mehrfach in der Entwicklung, die Leute bei Onlive sind nur diejenigen, die als erstes damit durchstarten wollen.
Im Gegensatz zu Konsolen und Heimrechnern ist Onlive ein Dienst, der die Darstellung Eurer Spiele auf einem Server berechnet, welcher Eurem PC alle Grafik- und sonstigen Berechnungen abnimmt. Ihr bekommt die fertig berechneten Daten als Video an Euren PC gesendet und schickt von Eurer Seite nur die Eingabesignale an den Server. Dass hat den Vorteil, dass man nur noch einen Rechner haben muss, der den gesendeten Videocodec in der entsprechenden Zeit decodieren kann, ab da fallen alle weiteren PC-Upgrades für’s Spielen flach. Der Dienst soll einerseits als ‘Standalone’-Box verkauft werden, während PC- und MAC-Besitzer sich nur ein wenige MB großes Browser-Plugin herunterladen brauchen.
Das Problem bei diesem System ist, ist dass es nicht weltweit verfügbar ist. Damit die Verzögerung die das Video durch den Äther braucht für den Spieler nicht spürbar wird, darf man einen bestimmten, physikalischen Abstand vor der Cloud (den Server) nicht überschreiten. Wann der Spaß also nach Deutschland kommt, steht aber noch in den Sternen, da man dafür hier ein eigenes Rechenzentrum eröffnen muss.
Hier findet ihr die Webseite des Dienstes.
via golem.de
4 Kommentare for "Onlive geht in die Beta-Phase"
Ich bin da ja sehr skeptisch, was Onlive betrifft……
Das motiviert so Firmen wie Ea ihre Spiele nur mehr da anzubieten, mörderische Monatsbeträge zu verlangen und sich ins Fäustchen zu lachen.
Ich denke nicht, dass die Heimkonsolen und PC Games aussterben werden – momentan ist die Wirtschaft dahingehend zu gierig, als dass das preislich “siegen” könnte. Ausserdem sind die DVD-Verkäufe auch nicht zurück gegangen, weil man nun Video on Demand hat.
Naja, dafür wird man aber ne gute Internetleitung brauchen, sons laggts trotzdem :>
Das System hat noch ein paar heftige Schwachstellen:
1. die Reichweite, wie Zach schon schreibt
2. man braucht eine verdammt gute Internetverbindung
(WLAN dürfte sich damit auch nicht realisieren lassen)
3. Die Jungs sollten ne echt gute Versicherung
gegenüber Serverausfällen haben. Denn wenn da mal
für ein paar Stunden der Saft aus ist, kann ich daheim
dann ja auch nixmehr machen außer Tee trinken.
4. Wie genau stellen die sich das mit der “Anschaffung”
der Spiele vor? Kauf ich mir dann ein Spiel für 50€,
seh nie eine CD oder Download davon sondern hab
damit einfach nur das “Recht” erworben auf den ihren
Servern zu streamen?!
Alles noch sehr vage find ich.
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