2 Sep
Die Wahl steht fest, nachdem sich in etwas mehr als zwei Wochen 500 Stimmen angesammelt haben, mache ich die Wahlumfrage dicht. Wenn die Piraten nicht zur Verfügung stünden, würde Zachritannien vermutlich von einer Grün-Links Regierung geführt werden…
..in Kooperation der Splitterpartei, die sich für die letzten 5 Stimmen am meisten anbiedert. Die CDU würde es hierbei vermutlich nicht mal über die 5% Hürde schaffen und nahezu 20% der Wähler würden ihren Stimmzettel aus Protest ungültig abgeben.
Ich muss sagen ich hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis so Grün ausfällt und die CDU so total versagt… auch wenn ich persönlich gerne auf der CDU etwas herum springe. *schaut auf das Junge Union Lied* …oder die das selbst für sich erledigen. Das Ganze ist allerdings ein Ergebnis mit dem ich persönlich gut leben könnte.und wirklich überlege ich ob man nicht stumpfer Weise die hier ansässige, örtliche Bevölkerung über 50 einfach mal ausquetschen sollte, was sie denn so wählen.
Damit die Informationen über den Wahlkampf und das Drumherum nicht abreißt, möchte ich Euch abschließend auf zwei Links aufmerksam machen die ich vor einiger Zeit bei Spreeblick.com entdeckt habe.
Zum einen handelt es hierbei sich um das Web-Duell der ARD, in dem ihr zwei Politiker zu einem bestimmten Thema gegeneinander antreten lassen könnt.
Zum anderen die Arbeit eines Design-Studenten der die Wahlen plus das Ergebnis in einem schlichten Farbcode anzeigen lässt.
Quellen: spreeblick.com
Schlagworte: Politik
15 Kommentare for "Grün-Links in Zachritannien"
Beim 2. Link fehlen die Piraten *schmoll* :D
Was meinst du warum die “Sonstigen” so stark vertreten sind?
Also ich muss ehrlich sagen, dass ich gerade bzgl der Linkspartei das Ergebnis ein wenig besorgniserregend finde.
Die Linke zeichnet sich nur durch ein einziges Merkmal aus: Nicht zu realisierende Versprechungen. Da soll dann das Rentenalter gesenkt, der Mindestlohn von 10 Euro/h eingeführt und die Sozialhilfen drastisch erhöt werden. Bereits jetzt ist Deutschland aber das weltweit “zweitsozialste” Land lt der OCED und steckt jeden dritten Euro(!) des Haushalts in den sozialen Bereich. Unter der Linken wäre Deutschland entweder innerhalb einer Wahlperiode nicht mehr regierbar oder die Bevölerung würde mal wirklich deutlich vor den Latz geknallt bekommen, wie leich tman sie eigtl für dumm verkaufen kann.
Das ist ja übrigens auch das was hier so oft in den Kommentaren der CDU/CSU(oft zurecht) vorgeworfen wird. AN diesem Vote merkt man aber, dass sich die meisten hier auch nicht schlauer anstellen, ihre Leichtgläubigkeit aber eher nach links als nach rechts orientieren.
Bob das mag ja sein, aber genau das denke ich, ist das Problem. Es geht mehr darum was “realisierbar” ist und nicht “das was man gerne hätte”. Natürlich sind solche Sachen nicht hopplahop umsetzbar, aber lieber diese Ziele haben, als sich mit dem Zufrieden geben, was andere einem einreden, was “realistisch” ist.
Ich meine, weiß du denn mit Sicherheit, in wie weit manche Ideen umsetzbar sind und in wie weit nur andere Interessengruppen dir glauben machen wollen, dass gewisse Dinge nicht machbar sind? Ich greife lieber nach den Sternen und lande dabei auf dem Mond, anstatt dass ich stumpf behaupte, dass es nicht mal machbar ist auf den Mond zu kommen.
Ja Zach, genau das ist ja der Punkt, ich weiß es mit Sicherheit. Dafür muss man gar nicht mal großer Politikexperte sein, sondern sich einfach die nackten Zahlen unseres Haushalts in Verbindung mit den Versprechungen der Linken anschauen. Das ist schlicht und einfach unmöglich. Nicht schwer, kompliziert oder nur mit viel Arbeit erreichbar, sondern ganz einfach faktisch und mathematisch ganz und gar unmöglich. Und da hört dann das nach den Sternen greifen auf und fängt die Verarsche an.
Denn genauso wie Frau Von der Leyen sich im Klaren darüber sein muss, was für einen populistischen Unsinn sie verzapft, ist es auch für Lafontaine völlig klar, was für einen Schmu er von sich gibt. Beide Vorhergehensweisen sind exakt die Selben, nur auf verschiedenen Seiten. Schließlich verspricht von der Leyen ja auch die ganze Zeit Dinge, die nicht realisierbar sind, siehe Kinderpornos.
Nach deinem Argument müsstest du dann aber doch von der Leyens Kampagne für völlig legitim halten, schließlich greif sie auch im Grunde einfach nur nach den Sternen, ohne zu beachten, wie realistisch es ist (;
Um eins klar zu stellen: Ich halte die CDU/CSU für genauso unwählbar wie die Linke. Ich werde dieses Jahr schlicht und einfach Protest-Wählen und mein Kreuz bei der Piratenpartei setzen, auch wenn diese für mich unter normalen umständen genausowenig eine ernsthafte Alternative sind. Im Moment ist es für mich aber wichtiger, ein Zeichen an die Großen zu setzen und zu zeigen “Schaut mal, es gibt auch junge Wähler!”. Wenn ich dafür die Piraten wählen muss, auch wenn ich ihre Methoden (sehr penetrante Fylerverteilung etc. auf der GamesCom oder konstantes Stören von fremden Veranstaltungen zb.) nicht unbedingt gut heiße, dann mache ich das (:
Bob, ich finde du siehst das zu einseitig. Wenn man nur auf den momentanen Haushalt schaut, und dann die Rechnung wie du aufstellt, dann hast du recht. Aber das ist ja noch lange nicht die ganze Geschichte.
Schaffe die unnötigen Subventionen ab, schaffe Beitragsbemessungsgrenzen ab, lass Großkonzerne wieder Einkommensteuern zahlen und siehe da: Ein Haufen Geld spült in die Staatskasse. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Da gibt es genug Möglichkeiten wieder für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Es ging früher, warum soll es nicht wieder gehen?
Und wenn die Konzerne mit Abwanderung drohen: Dann lass es doch mal drauf ankommen und man wird schnell sehen, dass die nicht abwandern, denn auf den technologischen Entwicklungsstandort Deutschland will man nicht wirklich verzichten. Weiterhin werden nach und nach auch die bisherigen Billig-Lohn-Länder immer teurer. Wenn es nämlich den Konzernen rein ums Geld ginge beim Standort Deutschland, dann kannst du davon ausgehen, dass sie schon längst komplett weg wären.
Genau das ist es ja magic. “für soziale Gerechtigkeit zu sorgen”. Für die muss nicht erst gesorgt werden, die gibt es bereits.
Soziale Gerechtigkeit heißt nicht, dass jeder gleich viel Geld hat, die Leute, die mehr verdienen ihren Verdienst sofort abgeben etc.
Ich sitze hier im Fachbereich Soziales, Senioren und Wohnen (Sozialamt) als Sachbearbeiter, ich weiß einigermaßen wovon ich spreche. Wie ich bereits gesagt habe: Deutschland ist weltweit das zweitsozialste Land! Auch in Anbetracht unserer finanziellen Lage, unserer Probleme sind wir bei der sozialen Gerechtigkeit wegweisend. Und das ist nichts, was man durch solche Einzelfälle widerlegen kann wie “ABer Bänker A hat die und die Abfindung bekommen und Oma B hat kaum Geld.” Das hat schon nen Grund, warum das gesamte System der DDR vor die Hunde gegangen ist und einfahc nicht funktioniert hat.
Warum gibst Du Dich eigentlich mit “Platz 2″ zufrieden? Oder ziehst du gleich die Kuba-Karte, wenn ich frage wer das sozialste Land ist? Wäre auch nicht fein.
Ich habe seit meiner Jugend eine Aversion davor an den Leistungen anderer gemessen zu werden. Mir ist eigentlich immer die Tendenz wichtig, und die geht mmH nicht wirklich nach oben, was die Lebensqualität in diesem Land angeht…
Du nennst also das Hartz IV System “sozial gerecht”? Oder Beitragsbemessungsgrenzen? Die Geschichte mit unseren Banken? Die Tatsache, dass Politiker zuerst was erzählen von wegen “Es werden keine Bonis mehr an die Manager der Landesbanken gezahlt” und dann bekommt der Chef der Landesbank BaWü (als Beispiel) plötzlich doch 2,9 Millionen Bonus und wenn dann seriöse Journalisten nachhaken heißt es plötzlich das seien “geheime Verträge”? Geheime Verträge – Die mit Steuergeldern bezahlt werden?
Also ganz ehrlich: Ich sehe keine soziale Gerechtigkeit mehr in Deutschland. Ich sehe eine Schere, die sich mehr und mehr öffnet und einen Abbau der Mittelschicht zu Gunsten der Reichen. Weiterhin sehe ich einen Staat, der den Ärmsten kaum noch Geld zur Verfügung stellt und kürzt wo es nur geht. Zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel.
Ich gebe zu, da lässt sich wunderbar drüber streiten. Aber es wird durchaus Zeit, dass dem Großkapital an den Geldbeutel gegangen wird und nicht weiter und weiter der kleine Mann geschröpft wird. Da wird von Dingen gesprochen wie “Spitzensteuersatz senken, Mehrwertsteuer erhöhen”. Ja wen trifft denn das in Wirklichkeit?
Du sagst es magic23. Soziale Gerechtigkeit gibt es.
Nur nicht mehr in Deutschland…
“Ab einem Brutto-Einkommen von über 5000€ im Monat, muss für alles was drüber liegt keine Steuer bezahlt werden.” Das hat Volker Pispers gesagt und wenn das auch nur ansatzweise stimmt, dann weiß ich nich wo du da Gerechtigkeit siehst. Weist du, wieviel Geld der Staat hätte wenn alle den gleichen Prozentsatz an Steuern zahlen würden?
Weist du wie wenig Probleme wir hätten wenn ALLE in die gleiche Rentenkasse einzahlen würden und nich Ärzte in eine eigene (keine Ahnung wer noch alles in ne eigene zahlt, aber es sind noch Unmengen mehr)?
Es gibt ne Menge zu verbessern und ne Menge Möglichkeiten, Geld besser einzusetzen, als es jetzt der Fall ist.
Ganon, du bringst da meiner Ansicht nach was durcheinander. Pispers spricht damit nämlich die, von mir oben genannten, Beitragsbemessungsgrenzen an. Das hat mit der Steuer nicht wirklich was zu tun.
Beitragsbemessungsgrenzen gibt es bei der Renten- und der Krankenversicherung beispielsweise. Diese haben zur Folge, dass man ab einem Verdienst von über 5.400 Euro im Monat (in etwa, ist ein krummer Betrag) nur noch für eben diese 5.400 Euro Renten- und Krankenversicherung bezahlt. Als Beispiel:
Wenn du 3.000 Euro brutto verdienst, dann zahlst du davon ~15% in die Krankenkasse (14,9% aber mit 15% rechnet es sich einfacher). D.h. du zahlst im Monat 450 Euro in die Krankenkasse. Verdienst du 5.000 Euro, zahlst du ebenfalls 15% davon, was 750 Euro sind. Verdienst du nun aber mehr als eben diese 5.400 Euro, dann sieht es anders aus: Jemand, der 10.000 Euro im Monat verdient zahlt dann eben nicht 1.500 Euro im Monat in die Krankenkasse, sondern nur noch 15% von 5.400 Euro = 810 Euro. Verdient jemand 100.000 Euro im Monat zahl auch er nur 810 Euro, usw. Das heißt, je mehr derjenige verdient, desto weniger (prozentual gesehen) zahlt er in die Krankenkasse. Das Gleiche eben auch mit der Rentenkasse.
Das hat mit der normalen Lohnsteuer aber nichts zu tun.
Kleiner Nachtrag: Habe gerade feststellen müssen, dass die genannten 5.400 Euro nicht die Kranken- sondern die Rentenversicherung trifft. Das Prinzip bleibt aber gleich. Sind nur andere Beträge. Also nicht an den Beträgen aufhängen. Näheres kann man sich ja ergooglen..
Ok tut mir leid da hab ich wohl was verwechselt, hatte das halt nur im Hinterkopf und wollte hier nur noch ein Beispiel bringen, wo Änderungsbedarf besteht.
Danke für die Korrektur;)
Ich frage mich ja warum so viele den Wahlzettel ungültig abgeben. Das Einzige was sich dann ändert ist, dass sie in einer Sonderstatistik aufgeführt werden und für die Wahlbeteiligung zählen. Da kann ich genausogut nicht wählen gehen.
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