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Da verschlägt es einem doch die Sprache. Das Netzwerk GamersUnity bot der Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf an, Bannerwerbung zu schalten, um einen Beitrag für den Verein zu leisten.

Gerüchte besagen, dass GamersUnity-Webmaster Julian Rauscher daraufhin mitgeteilt worden wäre, dass die behandelten Titel auf der Webseite “menschenverachtend” wären  und man bei SOS-Kinderdorf nicht mit diesen Inhalten in Verbindung gebracht werden möchte.

“Tatsache ist, dass über Spielekonsolen, am PC oder online Spiele gespielt werden können, die dem Nutzer Gelegenheit geben, virtuelle Gewalt gegenüber realistischen Abbildern von Menschen auszuüben. Diese Spiele enthalten massive und wirklichkeitsnahe Gewaltdarstellungen, die wir als unethisch ablehnen. (…) Wir sind besorgt, dass auch junge User über diese Spiele – getarnt als harmlose Unterhaltung – auf vielfältige Weise mit Gewalt in Kontakt kommen können. Deshalb nehmen wir in besonderer Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen eine kritische und distanzierende Haltung zu den Inhalten von so genannten Shooterspielen beziehungsweise Online- oder PC-Kriegsspielen ein.”

Rauscher konterte:

“Man könnte fast meinen, wir seien eine rechtsextremistische Webseite. Offensichtlich verzichtet man bei den Kinderdörfern lieber auf Spenden und somit darauf, in Not geratenen Menschen zu helfen.”

Ich sage dazu gar nichts… weil ich nicht genau weiß was ich dazu sagen soll. Es ist nicht so als sei GamersUnity.de ein Sammelplatz für “Männhand 2″-Enthusiasten, sondern es ist eine ganz normale Gaming-Webseite wie jeder andere auch. Es sieht derweil so aus, als sei das öffentliche Ansehen der Gaming-Szene auf die gleiche Höhe wie Rechtsextreme-Webseiten.

Andere Organisationen haben nicht so viele Bedenken, so wirbt zum Beispiel die Aktion gegen-noma.de (gegen die Krankheit Noma) auf GamersUnity, die Webseite des Vereines scheint aber momentan down zu sein.

Bei GamersUnity.de wird mittlerweile offen diskutiert, was man davon zu halten habe und auch ich möchte Euch um Eure Erfahrungen mit dem “Gamer sein” befragen.

  • Was denkt Ihr über diese Entwicklung?
  • Wie reagiert Euer Umfeld darauf, dass ihr gerne zockt – wenn ihr es denn gerne tut?
  • Habt Ihr schon mal negatives Feedback bekommen?
    Wenn nein, dann vielleicht schon einmal Positives?
  • Kennt Ihr aus zweiter Hand (nicht aus Dritter etc.) solche Geschichten?

via eurogamer.de, vielen Dank an Jens für diesen Link!
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