Wie einige von Euch bestimmt gehört haben, ist in China momentan nichts mit WoW. Seit dem 7ten Juni sind die Server dort down und die chinesischen WoW-Zocker alle auf kaltem Entzug. Jetzt sieht es darüber hinaus so aus, als würde es vielleicht auch sehr lange so bleiben.

Schätzungsweise die Hälfte aller WoW-Zocker sind Chinesen.
Yap, richtig gehört, die Hälfte
.

Der Grund warum es momentan nur ca. 6 Millionen WoW-Spieler weltweit gibt, ist dass Blizzard die Rechte, wer das Spiel in China vertreiben darf, vom ehemaligen Lizenznehmer “The9″ an dessen Konkurrenten “NetEase” übergeben hat bzw. möchte. Natürlich lässt sich “The9″ so eine Goldgrube nicht gerne nehmen und klagt dagegen.
Dieser Ganze Hickhack läuft schon über einen Monat und seitdem sind auch die Server in China abgeschaltet. Nicht nur das “Blizzard” nun Gefahr läuft einen großen Teil ihrer Userbase durch die lange Wartezeit zu vergraulen, für Dritte ist jetzt die perfekte Zeit, mit einem neuen MMO in China auf dem Markt aufzuschlagen… *nies* *Aion* *nies*

Laut massively.com sagt ein anonymer Insider, dass die “Chinesische Behörde für Presse und Publikationen” (Das Propagandaministerium, wohl) das zuständige “Shanghai News and Press Bureau” angewiesen hat eine Arbeitsgemeinschaft zu überprüfen, die von “NetEase” und “Blizzard” gebildet wurde. Es scheint als hätte die Behörde die Befürchtung, dass der neue Deal zwischen “NetEase” und “Blizzard” gegen chinesisches Recht ist. (Oder jemand von “The9″ hat so gut gezahlt, dass sie das befürchten.)

China hat sehr recht klare Richtlinien, wenn es um ausländische Firmen geht, die MMOs in China mit Hilfe einer AG (org.: Joint Venture) oder auf eigene Kappe betreiben wollen, nämlich: “NEIN!”.

Für das Betreiben eines ausländischen MMOs ist immer die Erlaubnis dieser Behörde erforderlich. Wenn sich die Abmachung von “NetEase” und “Blizzard” als Arbeitsgemeinschaft herausstellt, was Blizzard mehr Kontrolle über ihr MMO in China gewähren würde, würde dass nichts gutes für die beiden Firmen bedeuten.

Ohne die Erlaubnis der Behörde, darf WoW weder öffentlich gezeigt, gehandelt oder beworben werden. Wenn ein Unternehmen so etwas ohne Erlaubnis versucht, wird die Behörde rechtliche Schritte einleiten. Wenn das passiert, könnte es im schlimmsten Fall bedeuten, dass Blizzard keinen chinesischen Vertreiber für WoW findet und deshalb sich die Spielerzahl von WoW auf dauer halbiert.

Quelle: massively.com